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Eine Clownin lebt ihren Traum

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«Das war so schön, wie ein Traum», sagt Céline Rey. Sie spricht von ihrem ersten grossen Auftritt; im Zirkus Monti 2013, zusammen mit ihrem Bühnenpartner David Melendy. «Ich habe mich so klein gefühlt in der Manege.» Es sei ein unglaubliches Gefühl gewesen, die 800 Zuschauer zum Lachen zu bringen.

Dass Rey gerade zusammen mit dem Kalifornier Melendy in der Manege gelandet ist, war ein Zufall. Obwohl die Stadtfreiburgerin Clowns immer gemocht («Charlie Chaplin und Gardi Hutter», sagt sie mit funkelnden Augen) und bereits in der Schule Theater gespielt hatte, studierte sie ­zunächst Erziehungswissenschaften.

Dann versuchte sie es doch ernsthaft mit dem Theater und bewarb sich nach einem Vorbereitungskurs am Freiburger Konservatorium an verschiedenen Theaterschulen. Aufgenommen wurde sie an der Accademia Teatro Dimitri im Tessin. Die dreijährige Ausbildung beschäftigt sich nur gerade fünf Wochen lang mit dem Handwerk der Clowns. «Diese fünf Wochen haben mir so viel Spass gemacht; sie haben etwas geweckt», sagt Rey.

«Wir nehmen die Stärken und Schwächen der Menschen, verstärken und übertreiben sie, so dass sich das Publikum ­damit identifizieren kann.»

 

Nach ihrem Abschluss bewarb sie sich deshalb beim Zirkus Monti, gleichzeitig wie ihr Studienkollege Melendy. Der Zirkus schlug vor, dass sich die beiden zusammentun. Und das klappte so gut, dass sie seither als Duo Diptik durch die Schweiz tingeln und am zweiten gemeinsamen Bühnenprogramm arbeiten.

«Wir nehmen die Schwächen und Stärken von Menschen, verstärken und übertreiben sie, so dass sich das Publikum damit identifizieren kann», sagt Rey zum aktuellen Bühnenprogramm «Hang up» des Duo Diptik. Es erzählt von zwei Seelen, die auf die Wiedergeburt warten und sich einen neuen Körper aussuchen müssen. Als eine Mischung aus Theater und Clownerie bezeichnet Rey das Stück. Seit 2015 ist sie mit Melendy damit unterwegs, und stetig entwickelt sich das Stück weiter. «Mit der Premiere beginnt die richtige Arbeit», sagt Rey. Im Voraus könne man nie wissen, welche Spässe beim Publikum ankommen.

Als Ausgleich zu den kleinen Theatern steht Rey von Ende Mai bis Ende Juli auf einer richtig grossen Bühne: Sie spielt bei Karl’s Kühner Gassenschau in Olten mit. Danach folgt eine intensive Schaffensphase mit Bühnenpartner Melendy. Während zwei Monaten wollen sie ihr neues Bühnenprogramm ausarbeiten, das sich um die Geschwindigkeit in der heutigen Gesellschaft drehen soll.

Bedürfnis nach Zuhause

Erdung findet Rey in Freiburg, wo sie aufgewachsen ist. «Ich habe drei Jahre im Tessin gelebt und einige Jahre lang immer wieder den Wohnort gewechselt», erzählt sie. «Dann aber habe ich das Bedürfnis nach einem Zuhause verspürt, wo ich mich wohlfühle.»

Freiburg sei gut gelegen, nahe an grossen Städten wie Bern oder Lausanne. Zudem sei sie schnell im Wald. «Ich brauche es, draussen in der Natur zu sein», sagt sie und blickt durch das grosse Küchenfenster in den Garten vor ihrer Wohnung. In die weite Welt hinaus zieht es sie aber weiterhin. Im Februar ist ein Auftritt im französischen Annecy geplant, «vielleicht der Anfang von unserer Eroberung Frankreichs». Sie träumt zudem davon, einmal im kanadischen Québec zu spielen. Eigentlich aber lebt sie bereits ihren Traum: «Ich liebe meinen Beruf und bin sehr dankbar als Clownin arbeiten zu können.» Gerade als Frau sei das nicht selbstverständlich. «Man muss vorgeben, selbstbewusst zu sein.» Männer könnten das oft viel besser als Frauen, glaubt Rey.

Auch findet sie es schwieriger, mit Frauenfiguren lustig zu sein. «Frauen werden in der Gesellschaft als gebrechlich wahrgenommen.» Darum sei es viel einfacher, über einen Mann, der hinfällt, zu lachen als über eine Frau. Dennoch will sie im nächsten Stück eine feminine Frauenfigur auf die Bühne bringen. Und damit das tun, was für sie die Clownerie ausmacht: Gleichzeitig Emotionen wecken und zum Denken anregen.

FN-Serie

Eine Stafette mit Porträts

In einer losen Serie stellen die FN Menschen aus ihrem Verbreitungsgebiet vor: Personen, die etwas Spannendes erlebt haben, über eine grosse Lebenserfahrung verfügen, einen interessanten Beruf oder ein spezielles Hobby haben oder die an ihrem Wohnort das Dorf- oder Stadtbild prägen. Der jeweils Porträtierte bestimmt das folgende Porträt.

mz

 

 

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