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Eine Einsprache gegen Ortsplan Marly

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Autor: Pascal Jäggi

Eine Einsprache und einen Brief mit Empfehlungen hat die zweite Revision des Ortsplans Marly mit sich gebracht, wie Laurent Corpataux, stellvertetender Chef des technischen Dienstes der Gemeinde Marly, sagt. Die Einsprache kommt vom VCS, der sich gegen die Ausnahmeregelung für unterirdische Parkgaragen in geschützten Zonen ausspricht. Ein Punkt, der aufgrund einer Empfehlung des kantonalen Amts für Kulturgüter in den Ortsplan aufgenommen wurde, wie Corpataux betont.

Nicht ernstgenommen

Beim Verkehrsclub sind die Garagen nicht das einzige Problem. Da jedoch nur gegen die Änderungen der zweiten Revision des Ortsplans Einsprache erhoben werden konnte, wehrt sich der VCS dagegen. Pierre-Olivier Nobs, politischer Sekretär des VCS, fühlt sich offensichtlich nicht ernstgenommen. «Wir haben verschiedene Vorschläge gemacht – schon bei der ersten Revision – auf welche die Behörden nicht eingegangen sind», erklärt Nobs auf Anfrage. Das sei etwa beim Reglement zur Parkplatzbewirtschaftung der Fall gewesen. «Es gibt zwar ein gutes Reglement, doch am Ende heisst es, dass der Inhalt nur aus Vorschlägen besteht, entscheiden darf der Gemeinderat», so Nobs. Als mögliches Negativbeispiel nennt er die Situation beim Park+Ride Corbaroche. «Nach unseren Informationen ist das Parking heute zu 85 Prozent ausgelastet. Gleich daneben steht das Parking der neuen Landi, welches gratis benutzbar ist», erklärt er. Es sei doch klar, dass viele Pendler ihr Auto bei der Landi abstellen werden, weil es da gratis ist, hält Nobs fest.Ein Dorn im Auge ist dem VCS aber vor allem, dass kein Instrument vorgesehen sei, um «Fehler der Vergangenheit» auszubessern. Damit ist gemeint, dass raumplanerische «Sünden» nicht so schnell wieder abgeändert werden können.

Themen kommen bald

Laurent Corpataux versteht die Kritik, sagt aber, dass es in der Revision nicht darum gegangen sei. «Wir werden uns noch in dieser Legislaturperiode diesen Themen annehmen», verspricht er. Jetzt sei wichtig, dass der Ortsplan endlich umgesetzt werden kann, so Corpataux. «Wir werden das Gespräch mit dem VCS suchen», sagt er.

Die düsteren Wolken hängen noch immer über der Ortsplanrevision in Marly.Bild Aldo Ellena/a

Chronologie

Ortsplanrevision ist ein ewiges Thema

In Marly geht die Ortsplanrevision nur mühsam voran. Schon seit Mitte der 90er-Jahre beschäftigen sich die Behörden damit. 2005 galt die Revision als eines der wichtigsten der anstehenden Projekte. Doch erst 2010 legte die Gemeinde die Revision zum ersten Mal öffentlich auf. Nachdem der Plan sechs Einsprachen und sechs Bemerkungen mit sich gezogen hatte, überarbeitete der technische Dienst den Ortsplan und legte im März eine zweite Revision vor, in der die meisten Einsprachen berücksichtigt wurden. Der VCS hat aber, wie schon bei der ersten Revision, Einsprache eingelegt. pj

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