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Eine erste Woche mit wenig Antworten

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Mehr als einmal musste man sich in den ersten Runden die Augen reiben, wenn Federer auf dem Platz stand. Es fehlte nicht nur der Zauber, zu dem der Baselbieter in der Lage ist, sondern auch die Souveränität, die er bereits bei Normalform gegen Gegner wie Tobias Kamke (ATP 78), Adrian Ungur (ATP 92), Nicolas Mahut (ATP 89) und David Goffin (ATP 109) an den Tag gelegt hätte.

Gegen Goffin war er andert-halb Stunden lang der schlechtere Spieler, seine Schläge landeten in der Anfangsphase teilweise meterweit im Aus. Er liess sich vom talentierten, aber bis vor dem French Open unbekannten Lucky Loser aus Lüttich das Spiel diktieren. Gegen Mahut, alles andere als ein Sandspezialist, und gegen Ungur, der in diesem Jahr nur eine Runde auf der ATP-Tour überstanden hat, gab er jeweils auch einen Satz ab.

Federer selbstkritisch

Weil Federer in den letzten acht Jahren bei Grand-Slam-Turnieren immer die Runde der letzten Acht erreicht hat, dient die erste Woche vor allem dazu, den Formstand des Baselbieters zu eruieren. Das Fazit: Es liegt nach vier Duellen gegen Spieler ausserhalb der Top 50 noch vieles im Argen. Federer selbst lässt dies keineswegs kalt. Darauf angesprochen, dass er zum 32. Mal in Folge einen Grand-Slam-Viertelfinal erreicht habe, erwidert er vielsagend: «Danke. Ich höre derzeit alles gern, was meinem Selbstvertrauen gut tut.»

Auch seine Analyse zum Match gegen Goffin zeigte bei allem Lob an die Adresse des couragierten Belgiers, dass die vier Runden in Paris ihn zwar im Tableau, aber nicht in spielerischer Hinsicht weitergebracht haben. «Ich habe gegen Goffin zunächst versucht, mich auf mein Spiel zu konzentrieren. Das hat nicht geklappt. Dann habe ich mich auf ihn eingestellt, was auch nicht gut ging.»

«Es gibt keine Geheimnisse»

Die Suche nach Erklärungen für seine enttäuschenden Darbietungen läuft seit mehreren Tagen. Richtig überzeugend fällt keine aus. Die Bedingungen sind langsam, das Wetter unangenehm, die Gegner unbekannt – das sind ohne Frage mildernde Umstände. Aber sie können die Zweifel nicht zer-streuen. Ist Federer womöglich bereits auf Wimbledon und die Olympischen Spiele fokussiert? Beschäftigt ihn die Trennung von seiner Vermarktungsagentur IMG mehr, als er es zugeben will? Oder sind vielleicht sogar die physischen Probleme, die ihn in Madrid und Rom plagten, nicht gänzlich ausgestanden?

Klar ist, dass sich Federer im Viertelfinal steigern muss, um nicht wie vor zwei Jahren die Runde der letzten Vier zu verpassen. Denn der Gegner, Juan Martin del Potro (ATP 9), wird von einem anderen Kaliber sein, als die bisherigen am Bois de Boulogne. Dem Argentinier, US-Open-Sieger 2009, stand er schon 13 Mal gegenüber (11:2-Siegbilanz). «Es wird mir helfen, gegen einen Spieler anzutreten, den ich kenne. Mein Spiel wird konsequenter sein, weil ich genau weiss, was ich tun muss. Es gibt keine Geheimnisse.»

Dass Roger Federer in der Lage ist, sich im Verlauf von grossen Turnieren zu steigern, wenn der Widerstand grösser wird, hat er in seiner Karriere schon mehrmals bewiesen. Das war etwa 2009 so, als er in Roland Garros nicht immer überzeugte, aber am Ende seinen einzigen French-Open-Titel holte. Es ist eine der Fähigkeiten, die ein Spieler benötigt, um bei Grand Slams zu triumphieren. Für den Weltranglistendritten ist die Zeit gekommen, sein bestes Gesicht zu zeigen und einige Antworten zu liefern. Si

Achtelfinal: Wawrinka ausgeschieden

Stanislas Wawrinka scheiterte im Achtelfinal des French Opens. Der Waadtländer verlor den am Sonntag wegen Dunkelheit unterbrochenen Match gegen Jo-Wilfried Tsonga (ATP 5) 4:6, 6:7 (6:8), 6:3, 6:3, 4:6.

Mit einem 2:4-Rückstand im fünften Satz war der Schweizer am Sonntagabend ins Hotel zurückgefahren. 15 Stunden später kehrte er mit grossem Tatendrang zurück auf den Court Philippe Chatrier. Seinem Gegner nahm er gleich bei erster Gelegenheit den Aufschlag ab und glich etwas später zum 4:4 aus. Er spielte stark, offensiv und schien auch noch das Momentum auf seine Seite gezwungen zu haben.

Doch Tsonga, mit dem Wawrinka gut befreundet ist, zeigte mentale Ressourcen. Bei 5:4 erspielte er sich einen ersten Matchball, den Wawrinka abwehren konnte, dann hatte der Schweizer zwei Bälle zum 5:5, die er gegen den gut verteidigenden Tsonga mit Fehlern vergab. Es war schliesslich der Schlag der Partie, ein herrlicher Passierball, der dem Einheimischen einen zweiten Matchball bescherte. Diesmal liess er sich die Chance nicht entgehen. Eine halbe Stunde nachdem Wawrinka den Court betreten hatte, verliess er ihn wieder unter Tränen. «In diesem Moment fiel der ganze Druck von mir und die Müdigkeit machte sich bemerkbar», so Wawrinka. Si

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