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Eine Farce

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Die Primarschule hinkt hinterher! Und das seit dreissig Jahren. Das neue Schulgesetz des Kantons Freiburg mit dem dazugehörenden Reglement hat auf dem Papier und vordergründig die Leitungen der Volksschule (Primarschule und Orientierungsschule) in Sachen Rechte und Pflichten gleichgestellt. Beim Namen–oder muss ich sagen Titel–hört’s dann bereits wieder auf. Die Primarschul- und Kindergartenlehrpersonen mit ihrem Leitungspersonal haben seit Jahren mit viel Einsatz und Geduld auf diese Gleichstellung hingearbeitet und darauf gewartet. Und jetzt diese Farce!

Bei der Zuteilung der Ressourcen bleiben die enormen Unterschiede nahezu unverändert bestehen. Die Arbeitsbedingungen der Schulleitungen werden teilweise gar verschlechtert! Andreas Maag erwähnt im FN-Artikel vom 27. August, dass künftig die kleinsten Primarschulen mit einem 50-Prozent-Pensum (14 Lektionen) gut geführt werden können. Vielleicht liegt er damit richtig. Eine OS-Schule hat nach den Weisungen aus dem Jahr 2006 (die ersten mir bekannten diesbezüglichen Regelungen stammen aus dem Jahr 1993) bei ebenfalls acht Klassen allerdings 28 Lektionen zur Verfügung. Doppelt so viele: 17 Lektionen für die Direktion und zusätzlich elf Mitarbeiterstunden, die für diverse Aufgaben innerhalb der Schule den Lehrpersonen zugeteilt werden können. Bei einer realistischeren OS-Schulgrösse von beispielsweise 20 Klassen steigt der Mitarbeiterpool auf sagenhafte 30 Lektionen! Das ist mehr als eine Vollzeitstelle. Auf der Primarschulstufe sind nach wie vor keine Mitarbeiterstunden vorgesehen. Die Aussichten auf die Zeit nach der Übergangsfrist sind mehr als nur vage und werden von den finanziellen Möglichkeiten des Staates abhängig gemacht. Just dann tritt die umstrittene Unternehmenssteuerreform in Kraft. Die Reform wird die Finanzkraft des Staates nicht stärken!

Im Übrigen ist die Schulleitung nur eines von vielen verschiedenen Problemfeldern innerhalb der Volksschule mit deutlichen und nicht begründbaren Differenzen zum Nachteil der Primarschule. Als Primarlehrer wünsche ich mir endlich und zumindest handfeste Erklärungen mit nachvollziehbaren Argumenten für diese geradezu grotesken Unterschiede.

Vertröstungen, Aufrufe zu Geduld und mal überväterliche, mal kumpelhafte Ermahnungen, Vergleiche doch bitte prinzipiell zu unterlassen, habe ich in meinen 35 Dienstjahren weiss Gott genug gehört!

 

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