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Eine Feuerwehr für zehn Gemeinden

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Frederic AUderset

«Beitritt zum Feuerwehrverband Region Murten» steht derzeit auf vielen Traktandenlisten im unteren Seebezirk. Insgesamt zehn Gemeinden entscheiden in diesen Wochen, ob sie eine gemeinsame Verbandsfeuerwehr gründen wollen. Diese würde auf Anfang 2012 die Feuerwehr Regio See, in der neun der Gemeinden schon heute zusammenarbeiten, ablösen und mit der Stützpunktfeuerwehr Murten verschmelzen.

Als erste Gemeinde hat Clavaleyres letzte Woche dem Geschäft zugestimmt, zum Schluss wird die Gemeindeversammlung von Courgevaux am 15. Dezember über den Beitritt entscheiden. Die anderen beteiligten Gemeinden, die in der Zwischenzeit entscheiden werden, sind: Greng, Muntelier, Galmiz, Münchenwiler, Courlevon, Cressier, Murten und Merlach.

Einfachere Administration

Für Claudio Mignot, Kommandant der Stützpunktfeuerwehr Murten, sprechen vor allem drei Dinge für den neuen Verband: «Der administrative Aufwand ist gross. Trotz der Feuerwehr Regio See haben die neun Gemeinden ihr jeweils eigenes Feuerwehrreglement, und es gibt neun verschiedene Ansprechpersonen», sagt Mignot zum ersten Grund. Zweitens sei die Verfügbarkeit der Feuerwehrleute ungenügend. Die Ursache hierfür sieht Mignot in gesellschaftlichen Veränderungen, die bewirkten, dass Arbeits- und Wohnort heute in der Regel auseinanderlägen.

Als drittes Argument nennt er die Vorschriften des Kantons (siehe Kasten): «Mit der gemeinsamen Verbandsfeuerwehr können alle Gemeinden den Frifire-Standard erfüllen. Damit wird eine bessere Sicherheitsversorgung erreicht, die heute ausser Murten keine der Gemeinden gewähren kann», so der Feuerwehrkommandant, der an der Ausarbeitung des Projekts beteiligt war.

Alleingang wäre teurer

Die Kosten für die Übernahme eines Tanklöschfahrzeugs sowie von Material wie Atemschutzgeräten – was für die Einhaltung des Frifire-Standards unabdingbar ist – wurden von der vorbereitenden Projektgruppe auf etwas über 400000 Franken veranschlagt. Die beteiligten Gemeinden bezahlen abhängig von ihrer Einwohnerzahl einen Anteil, der zwischen 0,4 Prozent (Clavaleyres) und gut 54 Prozent (Murten) liegt. Würden die Gemeinden selber für die entsprechende Ausrüstung sorgen, kostete dies jede Gemeinde fast 380000 Franken, rechnete die Projektgruppe vor. Die Betriebskosten, die für das erste Verbandsjahr 2012 auf gut 930000 Franken budgetiert sind, teilen sich die Gemeinden fortan nach dem gleichen Verteilschlüssel.

Der Zusammenschluss zur Verbandsfeuerwehr hätte für die angeschlossenen Gemeinden auch finanzielle Vorteile.Bild Aldo Ellena

Frifire-Standard: Innert 15 Minuten am Einsatzort

Der Freiburger Staatsrat setzte 2006 eine Projektgruppe ein, deren Ziel es war, Organisation, Ausrüstung und Ausbildung der Feuerwehrkräfte im Kanton den veränderten Verhältnissen anzupassen. Seinen Bericht «Feuerwehr 2010– 2015 – Frifire» legte der Ausschuss im März 2010 vor. Darin ist folgendes Ziel formuliert, das ab 2015 von allen Feuerwehrcorps im Kanton einzuhalten ist: Nach Empfang eines Alarms muss die Ersteinsatztruppe innert 15 Minuten mit einem Tanklöschfahrzeug und mindestens acht Feuerwehrleuten, wovon vier mit Atemschutzgerät ausgerüstet, am Einsatzort sein. Dies ist in mindestens 80 Prozent aller Fälle zu gewährleisten, wofür auch vorgesehen ist, Gemeindeangestellte in die Feuerwehren einzuteilen.fa

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