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Eine Gesellschaft braucht Freiwillige

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Autor: Karin Aebischer

Rund sieben Millionen Franken würde es die Gemeinde Düdingen kosten, wenn sie alle ihre Freiwilligen entlöhnen würde. Dies zeigte Charles Giroud, Direktor der «B’VM Bern», einer Beraterfirma für Non-Profit-Organisationen in Bern, am Freitagabend im Podium Düdingen auf. Auf Einladung der Düdinger Jugend-, Sozial- und Kulturkommission waren die entsprechenden Vereine auch gekommen, um von Charles Giroud alles rund um ihre freiwilligen Dienste zu erfahren.

600 Vereine allein in der Agglomeration

Allein in den zehn Gemeinden der Agglomeration Freiburg gibt es über 600 aktive Vereine. «Pro 100 Einwohner existiert ein aktiver Verein», veranschaulichte Giroud diese hohe Dichte. Eine Untersuchung habe ergeben, dass der Spass an der Tätigkeit, gefolgt vom Willen, etwas bewegen zu wollen, und vom Bedürfnis, anderen Menschen zu helfen, die Hauptmotivationen für Freiwilligenarbeit seien. Charles Giroud rief die Vereinsvertreterinnen und Vertreter dazu auf, von ihren Vereinsmitgliedern ruhig auch etwas zu verlangen. «Wer sich heute engagiert, will etwas bewegen, verändern und gestalten», so seine Begründung.

Immer auf der Suche

Den Vereinen, die ständig auf der Suche nach Nachfolgern für abtretende Mitglieder sind, rät Giroud, die Nachfolgeplanung mittelfristig auszurichten und eventuell eine Amtszeitbeschränkung als Motor der Erneuerung einzuführen. Er legte den Vereinen auch ans Herz, qualifizierte Leute zu suchen und nicht die Erstbesten zu nehmen. Eine Ausschreibung im Mitteilungsblatt oder auf der Homepage sowie eine vereinsübergreifende «Freiwilligenbörse» würden oft auch zum gewünschten Resultat führen.

Seien die Neuen einmal da, dürfe man sie nicht einfach ins kalte Wasser werfen. «Jeder Verein sollte ein Einarbeitungsprogramm festlegen», so sein Rat. Dazu gehöre auch ein Gespräch mit den Vorgängern oder Vorgesetzten. Ein Verein oder Verband dürfe auch die persönliche Förderung der Freiwilligen nicht vergessen. Dabei sei das Wissen um deren Motivation oder Erwartungen unverzichtbar.

«Oft will man viel mehr, als man tatsächlich erreichen kann», so Giroud. Dies wirke sich längerfristig frustrierend und demotivierend auf die Freiwilligenarbeit aus. «Vereinbart ehrgeizige Ziele. Doch nicht solche, die überfordern.» Anerkennung und Wertschätzung seien ebenfalls wichtig. «Gerade im ehrenamtlichen oder freiwilligen Bereich sind Leistungen nicht selbstverständlich.» Dies ist auch dem Düdinger Gemeinderat nicht entgangen. «Wir schätzen eure Arbeit sehr und rechnen euch euren Einsatz hoch an», betonte Gemeinderat Niklaus Mäder zum Schluss. Mit diesem Abend wolle der Gemeinderat Danke sagen.

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