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«Eine gewisse Basisinfrastruktur gehört einfach zu einer Tourismusregion»

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Autor: Imelda Ruffieux

«Man darf die Situation nicht dramatisieren, aber man muss sie ernst nehmen, sehr ernst sogar», erklärt Alfons Piller, SVP-Grossrat und Gemeinderat von Plaffeien. Eine Zentralisierung von Laden, Post sowie der Möglichkeit, regionale Produkte zu verkaufen, wäre für ihn eine gangbare Lösung. Er erhofft sich von der angekündigten Studie, dass sie einen dringenden Handlungsbedarf aufzeigt.

Flexibler sein

«Wir müssen flexibler werden, uns noch mehr den Bedürfnissen der Kunden anpassen», sagt er. Als Beispiel nennt er die Käserei von Le Mouret, die auch am Sonntagnachmittag geöffnet ist und mit ihren Käsespezialitäten ein sehr gutes Geschäft macht. «Auch wir haben sehr gute Käseproduzenten im Tal. Wir sollten eine Möglichkeit finden, dass hungrige Gäste nach dem Skifahren bei uns einkaufen können.»

Vollkommen unverständlich ist für Alfons Piller die geplante Schliessung der Post. «Zu einer Tourismusregion von kantonaler Bedeutung gehört einfach eine Post.» Eine Agentur könne nie die gleiche Dienstleistung erbringen. Er hofft, dass die Intervention der Freiburger Parlamentarier in Bern diesbezüglich Erfolg bringt.

Zu wenig Zusammenarbeit

Schwarzsee habe viel Potenzial. «Eine Investition in Schwarzsee lohnt sich allemal», führt der Grossrat aus. Das Sportgeschäft Side-Cut und das Restaurant «Schwarzsee Stärn» würden zeigen, dass eine erfolgreiche Existenz im Tal möglich sei. «Auch wenn viele dies bezweifelt haben.» Ein Grund, warum in Schwarzsee viele Initiativen scheitern, nennt Alfons Piller beim Namen: «Zu vielen Leuten ist die eigene Profilierung wichtiger als die gesamte Entwicklung.» An dieser Haltung scheitere eine bessere Zusammenarbeit im Tal schon seit Jahren.

Aufbruchstimmung

Diese Behauptung kann Felix Bürdel, Verwaltungsratspräsident der Kaiseregg-Bahnen AG, nicht akzeptieren: «In den letzten fünf Jahren sind in Schwarzsee Investitionen zwischen 15 und 20 Millionen Franken getätigt worden: Parkplatz, Parkplatzbewirtschaftung, zwei neue Restaurants, Erneuerung der «Hostellerie», Rodelbahn usw. – da kann man nicht behaupten, dass nichts geht.» Es herrsche eine Aufbruchstimmung im Tal, die Ihresgleichen suchen müsse.

Die Schwierigkeiten der beiden Läden sei ein akutes Problem, das es zu lösen gelte. «Der Verwaltungsrat der Kaiseregg-Bahnen ist überzeugt, dass eine Basisinfrastruktur unbedingt nötig ist», führt er aus. «Wir sind bereit, Hand zu bieten für eine Lösung. Wir sind in Besitz von Land, das wir allenfalls zur Verfügung stellen könnten.» Das Unternehmen sei mit der Gemeinde in Kontakt, dies auch, um die Details zum geplanten multifunktionalen Gebäude auf dem Gypsera-Areal zu besprechen.

Gemeinde soll koordinieren

Ein Ladenzentrum, in dem auch die Post und Läden integriert sind, könnte auch er sich gut vorstellen. «Ich bin der Meinung, dass die Gemeinde es an die Hand nehmen muss. Wer soll es sonst koordinieren?», stellt Felix Bürdel die Frage. Allenfalls ergebe sich die Möglichkeit, die nötigen Investitionen aus den Einnahmen der Parkplatzbewirtschaftung zu finanzieren. «Wenn die vorhandenen Lokalitäten geschickt genützt werden, sind keine Millionen notwendig. Es muss nur jemand da sein, der es macht», ist er überzeugt.

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