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Eine Grossfamilie fürs dritte Alter

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Eine Grossfamilie fürs dritte Alter

Die Tagesstätte «les Platanes» in Jeuss wird eröffnet

Im Pflegeheim Jeuss werden vom kommenden ersten Dezember an auch Tagesgäste betreut. In der neu gestalteten Drei-Zimmer-Wohnung mit angrenzendem Garten können fünf alte, pflegebedürftige Menschen tageweise wohnen.

Von ELISABETH SCHWAB-SALZMANN

«Wir stellen nicht nur die körperlich oder seelisch kranken Menschen ins Zentrum unserer Bemühungen. Für uns ist es genauso wichtig, dass die Familien, die bei sich zuhause einen Angehörigen pflegen und betreuen, einmal ausspannen können. Deshalb wird unsere Tagesstätte auch eine Entlastung für Familien sein», sagt Pierre-André Aufranc, der Direktor des Pflegeheims Jeuss, im Gespräch mit den FN. Seine Lebenspartnerin, Regula Obrist, gelernte Krankenschwester, wird die neue Tagesstätte leiten.

Bisher gibt es erst zwei Tagesstätten im Kanton Freiburg, in denen alte und kranke Pflegebedürftige für einen oder mehrere Tage vorübergehend wohnen können, im Altersheim «le Gibloux» in Farvagny und in Römerswil. Der Verein «Familie im Garten» in Römerswil betreut speziell Demenzkranke (s. FN vom 15. Oktober 2004). Gemäss René Thomet, Präsident der Freiburger Alterseinrichtungen, bestehen Projekte für weitere Tagesstätten in den Bezirken.

Eine Alters-WG im Grünen

Regula Obrist freut sich auf ihre Tagesgäste. Im Personalwohnhaus, das ans Pflegeheim angrenzt, spielten bis vor kurzem Spielgruppenkinder mit ihren Betreuerinnen. Nach ihrem Wegzug wurde seit dem Sommer um-und angebaut. Es entstand eine helle Drei-Zimmer-Wohnung mit Kochnische, Wintergarten und offenem Garten mit Hochbeeten, in denen die Bewohner Blumen pflücken und Erdbeeren naschen können. Mit einfachen Mitteln entstand eine solide Infrastruktur. Rund 75 000 Franken kosteten die baulichen Anpassungen, die Loterie Romande unterstützte das Projekt mit 30 000 Franken. Fünf Personen finden gleichzeitig Platz in der Tagesstätte.

«Wir werden zusammen den Tag verbringen, so wie es die Kräfte der Gäste zulassen. Gemeinsam Kaffee trinken, vielleicht einmal Kuchen backen, einen Spaziergang zum Tierpark oder Begegnungen mit den Heimbewohnern, alles wird möglich sein, wir werden eine Art Grossfamilie sein», meint die Fachfrau. Synergien werden sich ergeben mit den Angestellten des Pflegeheimes. Auch die Mahlzeiten holt Obrist von der grossen Küche nebenan. Wenn nötig stehen Pflegepersonen oder ein Arzt zur Seite. Für diejenigen, die eine Siesta brauchen, stehen Ruhebetten bereit.

Hilfe für die Helfenden

Niemand muss ein schlechtes Gewissen haben, sein Familienmitglied tageweise in die Tagesstätte Jeuss zu bringen. Zu oft komme es vor, dass die Pflegenden erschöpft oder depressiv werden, weil die Betreuung einen unaufhörlichen Einsatz, eine stete Aufmerksamkeit verlange, sagt Aufranc. Pflegebedürftige, die im Seebezirk wohnen, können in Jeuss aufgenommen werden. Die Tagesstätte ist staatlich anerkannt. An den Kosten von 150 Franken pro Tag beteiligt sich der Kanton mit 30 Prozent, 20 Prozent übernimmt der Bund und die Betroffenen zahlen die restlichen 75 Franken.

Die Tagesstätte nimmt am ersten Dezember 2004 ihren Betrieb auf. Vorläufig ist sie am Dienstag und Donnerstag zwischen 9 und 17 Uhr offen. Am 19. und 20. November öffnet die Tagesstätte zwischen 10 und17 Uhr ihre Türen zur Besichtigung.

Pflegeheim Jeuss, Pierre-André Aufranc, 1793 Jeuss, Telefon 026 674 96 00 und 026 674 96 19.

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