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Eine gute und eine schlechte Nachricht

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Die Durchschnittsprämie für die obligatorische Kranken-Grundversicherungwird 2015 im Kanton Freiburg um 3,8 Prozent oder rund 14 Franken pro Monat auf neu rund 386 Franken steigen. Das haben Gesundheitsminister Alain Berset und der Direktor des Bundesamtes für Gesundheit (BAG), Pascal Strupler, gestern vor der Presse bekannt gegeben (siehe Kasten unten). Schweizweit beträgt der Anstieg nächstes Jahr vier Prozent–die Prämie steigt von rund 396 auf neu 412 Franken. Freiburg liege weiterhin unter dem Schweizer Schnitt und gehöre zu den günstigsten Kantonen der Westschweiz, schrieb die kantonale Gesundheitsdirektion in einer Mitteilung. Nur im Wallis liegen die Prämien 2015 noch tiefer.

Während die Jugendlichen im Alter von 19 bis 25 Jahren im Schweizer Schnitt einen höheren Prämienanstieg verkraften müssen, ist der Wert im Kanton Freiburg mit 3,9 Prozent fast identisch wie derjenige der Erwachsenen ab 26 Jahren. Zum Vergleich: In den Jahren 2010 und 2011 betrug die Erhöhung der Prämien jeweils rund elf Prozent. Zu erklären ist dieser Effekt damit, dass ein hoher Anteil dieser Prämiengelder in den Risikoausgleich fliesst und die Versicherer Rabatte für die Jungen kürzen. Auch die Prämien der Kinder im Kanton Freiburg steigen um 3,9 Prozent–was in etwa dem nationalen Schnitt entspricht.

 Kann Budget auch belasten

Für die Freiburger Gesundheitsdirektorin Anne-Claude Demierre (SP) enthält die aktuelle Prämienrunde eine gute und eine schlechte Nachricht. Eine gute, weil Freiburg weiterhin unter dem nationalen Schnitt liegt und weil Präventionskampagnen sowie die Massnahmen zur Eindämmung der Kosten im Spitalwesen zu greifen scheinen. Und eine schlechte, weil auch die 14 Franken pro Kopf und Monat einschenken können. «Das kann für ein knappes Budget eine grosse Belastung sein.» Dies gelte namentlich für Familien, betont sie.

Demierre empfiehlt den Versicherten, die neuen Prämien ihrer Krankenversicherungen genau anzuschauen (Kasten rechts) und gegebenenfalls ihre Kasse zu wechseln. Sie macht auf die Fristen aufmerksam: Bis Ende November muss der Wechsel vollzogen sein. Ausserdem weist Demierre darauf hin, dass der Kanton die Prämien für Wenigverdienende verbilligt. Im Jahr zuvor profitieren über 80 000 Freiburger von dieser Möglichkeit.

Prämien fliessen zurück

Schliesslich hat auch der Bund eine gute Nachricht für die Freiburger bereit. Voraussichtlich im nächsten Juni erhalten Versicherte, die in den vergangenen Jahren zu viel Prämien einbezahlt haben, in einer ersten Tranche wieder einen Teil des Geldes zurück. Der Beitrag wird von der Prämie abgezogen oder separat ausbezahlt. Der konkrete Betrag steht erst im Februar 2015 fest.

Wollen Sie die Krankenkasse wechseln? Die FN lancieren auf www.freiburger-nachrichten.ch eineOnline-Umfrage.

Alain Berset: Es gibt keine probate Medizin gegen höhere Prämien

H err und Frau Schweizer müssen nächstes Jahr für die Krankenkasse im Schnitt vier Prozent oder 16 Franken mehr bezahlen. In den letzten drei Jahren lag die Prämiensteigerung zwischen 1,5 und 2,2 Prozent. Der durchschnittliche Anstieg seit der Einführung des Krankenversicherungsgesetzes im Jahre 1996 betrug 4,7 Prozent (siehe Grafik oben). Nid- und Obwalden verzeichnen 2015 das höchste Plus – allerdings gehören sie noch immer zu den Kantonen mit den tiefsten Prämien. Die niedrigste Zunahme betrifft zwar den Kanton Bern. Doch weil dort die Prämie an sich hoch ist, müssen die Versicherten trotzdem tiefer in die Tasche greifen als zum Beispiel die Freiburger.

Werden weiter steigen

Die ständigen Prämienerhöhungen gehen mit steigenden Gesundheitskosten einher, sagte gestern Bundesrat Alain Berset vor der Presse anlässlich der Präsentation der Prämien des nächsten Jahres. Eine baldige Trendwende sei trotz politischer Bemühungen um Kostensenkungen nicht zu erwarten, so Berset: «Die Entwicklung wird so weitergehen.» Dies, weil geburtenstarke Jahrgänge ins Alter kommen, mehr Leistungen in Anspruch nehmen und höhere Gesundheitskosten verursachen und weil der technische Fortschritt in der Medizin viel Geld koste, zum Beispiel die Entwicklung neuer Krebsmedikamente. Die hohe Qualität des Schweizer Gesundheitswesens habe ihren Preis.

Erste positive Effekte seien in zwei Bereichen sichtbar: bei den ambulanten Behandlungen wegen der Zulassungssteuerung und bei den Medikamenten aufgrund von politisch verordneten Preissenkungen in der Höhe von total 200 Millionen Franken. Und das sei erst die erste Senkungsrunde bei den Medikamenten, so Berset. fca/sda

Kassenwechsel: Informationen des Kantons

W ie in den Vorjahren schaltet der Kanton Freiburg Informationen auf der Website der Gesundheitsdirektion unter www.fr.ch/gsd auf, damit Versicherte ihre Situation analysieren und allenfalls die Kasse wechseln können. Zudem wird unter 026 305 29 38 eine Hotline eingerichtet. Am 5. und 12. November findet von 9 bis 13 Uhr eine Informationsveranstaltung in der Anlaufstelle «Freiburg für alle» statt. Dabei ist wichtig zu wissen: Nur wenige sind mit dem Standardmodell mit 300 Franken Franchise versichert. Die individuelle Prämie kann stark vom Durchschnittswert abweichen, abhängig von Versicherung, Alter und Modell. Viele Versicherte bevorzugen alternative Modelle mit höheren Franchisen oder einem Hausarztmodell. Allerdings lassen diese sich schwieriger vergleichen. fca

Prämienberechnungstools: www.priminfo.ch, www.bonus.ch, www.comparis.ch

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