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Eine Herkulesaufgabe gegen den Europameister

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Vier Stammspieler fehlen der Schweiz am Sonntag in Basel im WM-Qualifikationsspiel gegen Europameister Italien. Das erste Pflichtspiel wird für den neuen Nationaltrainer Murat Yakin zur Herkulesaufgabe. Dabei wäre die Ausgangslage durchaus vielversprechend.

Die gute Kunde kam am späten Donnerstagabend. Weil Italien gegen Bulgarien nur 1:1 spielte, steht die Schweiz in der Gruppe C der WM-Qualifikation nach Verlustpunkten nun vor dem Europameister. Ein Erfolg am Sonntag in Basel würde sie der direkten Qualifikation einen grossen Schritt näher bringen. Sie müsste dann «nur» noch die Siege in den Pflichtspielen gegen Nordirland, Litauen und Bulgarien in trockene Tücher bringen.

Die Nachricht aus Florenz tat den Schweizern und ihrem neuen Trainer Murat Yakin gut. Denn selber konnten sie in den Tagen zuvor aus ihrem Camp in Basel nicht gerade viel Positives vermelden. Am Montag wurde bekannt, dass Kevin Mbabu verletzt ist. Am Dienstag reisten mit Xherdan Shaqiri und Breel Embolo (beide Trainingsrückstand) sowie Mario Gavranovic (verletzt) gleich drei von vier EM-Torschützen ab. Und am Mittwoch folgte der Tiefpunkt mit dem positiven Covid-Test des ungeimpften Captains Granit Xhaka.

Keiner spricht mehr von Revanche

Da war der 2:1-Sieg in einem harmlosen Testspiel gegen Griechenland im Vergleich nahezu bedeutungslos. Die Stimmung rund um die SFV-Auswahl ist zwei Monate nach den euphorischen EM-Tagen merklich abgekühlt – und die Erwartungen scheinen auch intern gesunken zu sein. Yakin redete davon, dass es darum gehe, den Spielern bis zum Anpfiff Selbstvertrauen zu vermitteln. «Wir schauen, was bis zum Spiel noch passiert, und machen das Beste daraus», sagte er nach seinem siegreichen Einstand am Mittwoch gegen Griechenland.

Verteidiger Nico Elvedi meinte: «Wenn wir mutig spielen, können wir Italien ärgern.» Das Beste daraus machen, Italien ärgern. 77 Tage nach der schmachvollen 0:3-Niederlage gegen Italien im zweiten EM-Vorrundenspiel in Rom spricht keiner mehr von Revanche. Eine Kampfansage an den Europameister tönt anders.

Viele Fragezeichen bei der Schweiz

Yakin, der gewiefte Taktiker, der zu seiner Zeit im FC Basel sein Team in der Champions League zu zwei Siegen gegen José Mourinhos Chelsea coachte, kann vor dem Duell mit Italien nicht an Details arbeiten. Statt taktischer Kniffe studiert Yakin in diesen Tagen die Leistungsdaten der Spieler. Wer bringt genug Erfahrung mit, dass er Insigne, Chiesa & Co. stoppen kann? Wer ist so weit im Rhythmus, dass er gegen Jorginho, Verratti & Co. besteht? Wer hat die Qualität, sich gegen Bonucci, Chiellini & Co. durchzusetzen?

Die Antworten muss Yakin mehr aus dem Hut zaubern, als dass sie ihm auf dem Silbertablett präsentiert würden. Denn die Personaldecke ist durch die Ausfälle der Stammkräfte Xhaka, Remo Freuler (gesperrt), Shaqiri und Embolo dünn geworden. Ausserdem fehlt in der Offensive der Joker Gavranovic, und der Mittelstürmer Haris Seferovic hat kaum Spielpraxis.

Erfahrung und Qualität gingen verloren

Gegen Italien ist die Schweiz personell so geschwächt wie lange nicht mehr in einem Pflichtspiel. Es dürfte die Aufgabe von Denis Zakaria, Djibril Sow, Renato Steffen und Ruben Vargas sein, das prominente Quartett zu ersetzen. Was das für die SFV-Auswahl bezüglich Erfahrung und Qualität bedeutet, illustrieren diese Zahlen: Die vier vereinen zusammen 85 Länderspiele und damit weniger als Xhaka (98) oder Shaqiri (96) allein. Und während Xhaka, Freuler, Shaqiri und Embolo gemeinsam 47 Tore für die Schweiz erzielt haben, kommen Zakaria, Sow, Steffen und Vargas auf ganze 5. Die Tor-Quote im Nationalteam ist bei den vier Statthaltern fast drei Mal tiefer als bei den Stammkräften.

In dieser Besetzung ist am Sonntag mehr denn je gefragt, was gegen Italien in Rom an der EM so sehr gefehlt hat: die Bereitschaft, für den Mitspieler zu kämpfen. Die Bereitschaft, mehr zu rennen als der Gegner. Die Bereitschaft, im Kollektiv zu arbeiten. Elvedi: «Der Teamgeist hat uns im Verlauf der EM stark gemacht. Das müssen wir in die WM-Qualifikation mitnehmen.»

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