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Eine Horrorvision

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Nein, niemand, wirklich niemand, kann gegen ein starkes Spitalzentrum sein. Dumm nur, dass dieses Zentrum in einem offiziell zweisprachigen Kanton gebaut werden soll. Diesem Faktor Rechnung zu tragen, scheint für die Herren Strategen beziehungsweise Visionäre zu kompliziert oder zu unwichtig und nicht einmal am Rande erwähnenswert.

Da nützt es auch nichts, uns die alte, gescheiterte Strategie als «Vision» zu verkaufen. Besser wäre wohl die Bezeichnung «alter Wein in neuen Schläuchen». Denn besser wird dieses aufgewärmte, schon beim ersten Anlauf ungeniessbare Gericht auch dann nicht, wenn man es mit «Samthandschuhen» serviert. Kaum nachvollziehbar ist, wie die FN-Redaktion – ziemlich voreilig – den «richtigen Weg» erkennen will, nachdem sie bereits 2012 die damalige (gescheiterte) Strategie als «Schritt in die richtige Richtung» propagierte.

Rückblickend bestand das Wesen dieser Strategie da­rin, den Standort Tafers mit gezielten Massnahmen zu sabotieren beziehungsweise die Arbeit so zu behindern, dass ein verantwortungsvolles Wirken nur noch mit grossem persönlichem Aufwand möglich war. Aber obwohl die Rechnung nicht aufging, ist man nicht bereit, offen über eine optimale medizinische Versorgung zu diskutieren, und zwar mit einer Strategie, die den berechtigten Anliegen aller Bevölkerungsteile gerecht wird. Es macht keinen Sinn, das einzige deutschsprachige beziehungsweise sogar zweisprachige Spital, nämlich Tafers, so zu schwächen, dass es kaum noch funktionsfähig ist. Es gibt gute, rationale Argumente dafür, dieses Spital als Akutspital zu stärken. Sie wurden alle bereits zur Genüge vorgebracht, doch aus Desinteresse in Freiburg nie ernst genommen. Nun verkauft man das Ganze als Vision – reiner Etikettenschwindel. Kommt dazu, dass «Vision» treffend als übernatürliche Erscheinung, optische Täuschung oder Fata Morgana definiert wird. Von Kanzler Schmidt stammt folgendes Zitat: «Wer Visionen hat, sollte zum Arzt gehen.»

Richtig zynisch wird die neue Strategie, wenn ohne Rücksicht auf sprachliche Gegebenheiten auch die Palliativmedizin nach Freiburg verlegt werden soll. Palliativmedizin ist in ihrem Kern die Begleitung von Menschen im Sterben. Doch nicht einmal hier wird der Notwendigkeit der sprachlichen Verständigung Rechnung getragen. Eine Vision? Nein – eine ­Horrorvision.

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