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Eine Investition in die Zukunft

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«Das sieht dann schon ganz anders aus als zu der Zeit, als wir hier zur Schule gegangen sind», sagte eine Frau mittleren Alters beim Anblick des top ausgerüsteten Informatikzimmers. Sie sprach damit aus, was viele der zahlreichen Besucher dachten, die am Tag der offenen Türen vom Samstag einen Rundgang durch den Neu- und Erweiterungsbau der OS Plaffeien machten. Mit der nostalgischen Vorstellung eines Klassenzimmers von früher haben die neuen Räumlichkeiten nun wirklich nichts mehr gemein: CNC-gesteuerte Maschinen im Werkunterricht, interaktive Wandtafeln, überall Beamer, iPads und andere moderne Technik, helle Zimmer und verstellbares Mobiliar. Die neue Schulanlage besticht durch ihre Kompaktheit. Weil aber die einzelnen Gebäude versetzt stehen und in eineinander übergehen, braucht es schon ein wenig Orientierungssinn, bis man weiss, was unten und oben ist.

Chancengleichheit für alle

«Unten – oben» so hiess auch das Siegerprojekt des Architekturbüros Grobéty-Fasel aus Freiburg für die Metamorphose der alten zur neuen OS Plaffeien. Zwischen dem Entscheid des Sensler OS-Verbandes, statt eines reinen Renovations- ein umfassendes Erweiterungsprojekt zu planen, und der Einweihungsfeier liegen fast zwölf Jahre. Dass dieser politische Schritt richtig war, daran zweifelte an der Feier vom Samstag niemand. Die lange und aufwendige Bauphase und die Kosten kamen zwar in den Ansprachen zur Sprache. Vor allem aber waren sich alle Redner einig, dass mit dem grössten Bauvorhaben im Sense-Oberland in etwas investiert worden war, wofür sich jeder Rappen lohnt: in die Jugend und damit in die Zukunft. «Wir investieren in Bildung, weil es uns wichtig ist», sagte etwa Christa Bürgy-Schubnell, Präsidentin des OS-Verbandes. «Es ist uns wichtig, dass alle Schülerinnen und Schüler im Bezirk die gleich guten Bedingungen in der Schule vorfinden.» Sie verhehlte nicht, dass viele Diskussionen nötig waren, um zum Ziel zu kommen. Das habe sich aber gelohnt, «denn das Ergebnis soll für eine möglichst lange Zeit halten und zukunftsgerichtet sein.»

Schuldirektor Bernhard Schafer verglich den Prozess für den Schulhausbau mit dem langen und steinigen Weg, den das neue Schulgesetz zurücklegen musste. Nun seien die Voraussetzungen gegeben, den Jugendlichen spannenden, motivierenden und herausfordernden Unterricht zu geben, damit sie gewappnet seien für die Zeit nach der OS. Für Staatsrat Jean-Pierre Siggen steht das neue Kleid der OS für etwas viel Grösseres, «nämlich für die Bildung der heutigen und zukünftigen Schüler im Einzugsgebiets der OS Plaffeien». Die Einweihung habe einen grossen symbolischen Wert mit positiver Ausstrahlung. Sie sei der Beginn einer neuen Ära und ein markantes Zeichen dafür, dass sich Beharrlichkeit, Kooperation, Mut und Investitionen zugunsten der Bedürfnisse der Schüler im Sinne von nachhaltiger Bildung und Erziehung lohnten. Das Warten habe sich bezahlt gemacht. «Viele Wünsche sind mit diesem Projekt in Erfüllung gegangen – auch wenn der eine oder andere Schüler vielleicht eine automatische Hausaufgabenerledigungsmaschine oder einen Raum, in dem das Lernen von selber geht, vermisst», sagte der Erziehungsdirektor.

Die Frage nach den Kosten ist Baukommissionspräsident Otto Lötscher in den letzten Wochen wohl oft gestellt worden. «Gemäss letzten Kostenprognosen sind wir zwei Prozent unter dem Kostendach – inklusive begehbares Dach der Doppelturnhalle», sagt er dazu am Samstag (siehe auch FN vom 21. Juni). Er setzte mit der Übergabe eines Schlüssels an Schuldirektor Bernhard Schafer symbolisch einen Schlusspunkt unter seine Aufgabe in der Baukommission. Die Pfarrherren Niklaus Kessler und Ernst Schäfer stellten das Bauwerk unter den Schutz des Herrgotts. Ernst Schäfer erinnerte an das Gleichnis von Matthäus, wonach es schlecht sei, auf Sand zu bauen. Es sei genau so schlecht, «auf Altlasten zu bauen».

«Es fehlt Farbe»

OS-Jugendliche haben die Feier musikalisch umrahmt. Für ein paar erfrischende Akzente sorgten die Schülerinnen Alessia Piller, Rahel Schafer und Dunja Buchs mit ihrer Sicht auf die Umbauphase. «Das alte Schulhaus hatte Charakter», meinte die eine, während die anderen von der ständigen Brise erzählte, die durch ein Loch in der Wand zu spüren war. «Dem neuen Schulhaus fehlt Farbe, es ist etwas eintönig», sagten die Mädchen und griffen damit jenen Kritikpunkt auf, der auch beim Rundgang oft zu hören war.

Kritische Worte fielen auch am Rande der Feier: Moritz Boschung und das «Initiativkomitee gegen staatlich/politisch anerkannte Dummheit» verteilten Flugblätter, in denen sie den Neubau als «Schandfleck» und «Missbauwerk» bezeichneten.

Zahlen und Fakten

Ein Volumen von 43 Einfamilienhäusern

Die neue OS Plaffeien kostet rund 36 Millionen Franken. Der ursprüngliche Kredit, über den die Sensler Bevölkerung am 7. März 2010 abgestimmt hat, belief sich auf knapp 34 Millionen Franken. Rund 1,2 Millionen Franken Mehrkosten kamen durch Altlasten dazu; ausserdem wurden mehr zusätzliche Arbeiten ausgeführt, wie etwa das begehbare Dach der Doppelturnhalle. Architekt Cyrille Fasel nannte ein paar Zahlen rund um das Plaffeier Schulprojekt: 43 000 Kubikmeter, also 43 Einfamilienhäuser, an Volumen wurden verbaut, 8700 Quadratmeter beträgt die Nutzfläche der Schulanlage, was zwei Fussballfeldern entspricht.

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