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Eine islamische Weihnachtstradition

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Eine islamische Weihnachtstradition

Seit dem 10. Jahrhundert besteht im Inneren des südöstlichen Eckturms der riesigen Esplanade, auf der die Aqsa-Moschee und der Felsendom stehen, eine Moschee, in welcher nach islamischer Tradition die «Wiege Jesu» gestanden hat.

Der persische Pilger Nasir-i Chusraw berichtet im Jahr 1047 erstmals und ausführlich von der «Wiege Jesu.» Er beschreibt ein unterirdisches Gebetshaus mit einer steinernen Wiege, die am Boden befestigt sei. An der Ostseite des Raumes befinde sich die Gebetsnische Marias, eine andere sei dem Zacharias gewidmet, über ihnen seien die Koranverse geschrieben, die über Zacharias und Maria geoffenbart worden sind. An einer Säule erkenne man «zwei Fingerabdrücke, die aussehen, als habe jemand die Säule mit zwei Fingern angefasst. Maria soll im Augenblicke des Gebärens dahin gegriffen haben».Diese erstaunliche Lokalisierung einer Wiege des Jesuskindes in den Substrukturen des ehemaligen herodianischen Tempelplatzes hängt mit der Koran-Sure 19, die den Titel «Maria» trägt, zusammen, nach welcher Maria sich «an einen östlichen» Ort zurückzieht, wo in ihr durch göttlichen Beschluss «zum Zeichen für die Menschen und zum Erweis der Barmherzigkeit» das Kind entsteht.Nach der Geburt Jesu, die an einem «fernen Ort» unter einer Palme erfolgt, kehrt Maria wieder unter die Menschen zurück. Da diese sie als Hure schelten, beginnt das neugeborene Kind aus der Wiege heraus zu ihnen zu sprechen und seine Mutter zu verteidigen.Diese eigenartige Lokaltradition wird in vielfachen Varianten von den Christen der Kreuzfahrerzeit (12. Jahrhundert) übernommen. Sie verehren an diesem Ort die Wiege, das Wännchen Jesu und das Bett Marias. Nach ihren Erzähltraditionen war hier auch das Haus des greisen Simeon, der nach Lk 2,25-35 bei der Darstellung des Jesuskindes im Tempel voll prophetischen Geistes auftrat. Ähnliche Traditionen haben sich durch die Jahrhunderte bis heute gehalten.Diese «Wiege Jesu» ist zurzeit nur durch die so genannten Ställe Salomos, heute die Marwan-Moschee, zu erreichen. Dort führt in der südöstlichen Ecke eine Treppe ca. drei Meter zur kleinen Moschee hinauf. Dieser rechteckige Raum liegt auf der Höhe der Fenster der Ostmauer aus herodianischer Zeit. An der Südwand erhebt sich ein kleiner Kuppelbau, der allerdings erst in der 2. Hälfte des 19. Jh. errichtet wurde. Darunter liegt der von Nasir-i-Chusraw erwähnte Steinblock, der leicht konkav und mit einer Konche versehen ist und als Wiege Jesu verehrt wird.mk(Genauere Angaben in: M. Küchler, Jerusalem, S. 191f).

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