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Eine Jubiläumsproduktion

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Eine Jubiläumsproduktion

«Die Mausefalle» der Deutschfreiburgischen Theatergruppe

35 Jahre und noch kein bisschen müde – um den hohen Geburtstag gebührend zu feiern, inszeniert die Deutschfreiburgische Theatergruppe DFTG Agatha Christies berühmte «Mausefalle». Premiere ist am Samstag.

Von CHRISTINE CARON-WICKLI

Acht bizarre Personen versammeln sich in einer Pension in Berkshire. Sie sind Gäste in einem kleinen Privathotel. Seine Besitzer, das junge Ehepaar Ralston, sorgen sich nach besten Kräften um das leibliche Wohl und den Komfort der Gäste. Das katastrophale Wetter erschwert den Aufenthalt. Ein Schneesturm tobt, das Telefon funktioniert nicht mehr, das Holz wird knapp und die Stimmung ist gereizt. Als sich zudem ein junger Polizist durch das Schneegestöber kämpft, um einen mysteriösen Mordfall aufzuklären, wird vollends Zwietracht und Verdacht bei allen Beteiligten gesät. Da sinkt auch schon die arme Ms. Boyle, von Mörderhand erwürgt, im dunklen Wohnzimmer zu Boden . . .

Nicht ganz einfache Inszenierung

So beginnt das Kriminalstück «Die Mausefalle», das die Deutschfreiburgische Theatergruppe DFTG in ihrem 35. Spieljahr aufführt. Schon früher einmal habe das Theaterensemble dieses anspruchsvolle Stück aufführen wollen, erklärt Marius Bächler von der DFTG. «Das Buch von Agatha Christie hat einige Zeit, aber immer griffbereit, in meinem Büchergestell gestanden. Dieses Jahr haben sich viele Spieler für eine Inszenierung gemeldet. Zudem war der Regisseur sofort von unserem Vorschlag begeistert», erläutert Bächler, der sich freut, dass die DFTG die «Mausefalle» als Jubiläumsstück auf die Bühne bringt.

In der DFTG spielen unter der Leitung eines professionellen Regisseurs ausschliesslich Laienschauspieler. Dieses Jahr sei der Anteil der Freiburger Spieler – darunter einige, die in der «Mausefalle» ihr Bühnendebut geben – besonders hoch. «Die DFTG will insbesondere bei jungen Menschen das Interesse am Theater wecken und fördern», sagt Bächler.

«Enorme Herausforderung»

Seit Mitte August wird unter der Leitung des Regisseurs und Schauspielers Pascal Gassmann intensiv geprobt. Für Gassmann ist es bereits das zweite Stück, das er mit der DFTG realisiert. Gassmann empfindet es als Ehre, ein so berühmtes Stück in Angriff zu nehmen und auf die Bühne zu bringen: «Die Inszenierung der «Mausefalle» ist für mich eine enorme Herausforderung.»

«Die Mausefalle» der britischen Erfolgsautorin Agatha Christie basiert auf dem Volkslied und der Kurzgeschichte «Three blind mice» (entspricht unseren zehn kleinen Negerlein), was sich auch als Leitmotiv durch die ganze Kriminalgeschichte zieht. Das Stück gilt als der Krimi mit der längsten Laufzeit der Theatergeschichte; es wird seit 1947 pausenlos auf den verschiedensten Bühnen gespielt und ist in 22 Sprachen übersetzt worden.

35 Jahre DFTG

Die Deutschfreiburgische Theatergruppe DFTG – ursprünglich Deutschfreiburgische Laienspielgruppe – besteht seit 1968. Die Namensänderung drängte sich 1973 auf, weil fortan Regie und Bühnenbild mit wenigen Ausnahmen Berufsleute übernahmen. Bis 1995 war die DFTG eine Wandertruppe, die im Raume Deutschfreiburg jährlich ein bis zwei Theaterstücke spielte. Seit 1996 finden die Aufführungen im Kellertheater Kellerpoche Freiburg statt. 1992 erhielt die DFTG den Kulturpreis des Staates Freiburg.

Von Anfang an bemühte sich die DFTG, literarisch wertvolle Texte, professionell inszeniert und mit der Begeisterungsfähigkeit von Laien gespielt, auf die Bühnen Deutschfreiburgs zu bringen. Dazu Marius Bächler: «Wir wollen Stücke spielen, die nicht überall gezeigt werden.» Gespielt werde ausschliesslich hochdeutsch, damit man auch dem französischsprachigen Publikum gerecht werde.

Anspruchsvolles Hobby

Die DFTG zählt heute rund 300 Pas-
sivmitglieder und Gönner sowie etwa 20 Aktive. Das Ensemble ist einem starken personellen Wandel unterworfen. Einzige Bedingung für ein Mitmachen ist, dass die Schauspieler über ein einigermassen gutes Hochdeutsch verfügen.

Bereits ist die DFTG dabei, für die Saison 2004 ein neues Stück und einen geeigneten Regisseur auszusuchen. Marius Bächler: «Theaterspielen ist für viele von uns ein Hobby, das uns das ganze Jahr hindurch beansprucht.»

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