Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Eine Jugend ohne Gott?

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Tamara T. Widmer/Miro Zbinden

Junge Menschen sträuben sich vor dem allsonntäglichen Gang in die Kirche. Es graust ihnen vor den endloslangen Messen, deren Inhalt viel zu lebensfern erscheint. Der Jugendliche schläft viel lieber aus, als sein kuschliges Bett gegen die harte Kirchenbank zu tauschen. Realität oder Klischee?

«Wie stehst den du zu Gott?»

Das haben wir uns auch gefragt und einmal bei Jugendlichen nachgehakt: «Wie stehst denn du zu Gott?» Eine schöne kleine Umfrage kam dabei raus, deren Resultate aufhorchen lassen.

Dem jungen Menschen ist die Religion, summa summarum, eine Nebensächlichkeit. Er ist zwar (in unseren Breitengraden jedenfalls) Katholik oder Protestant, aber kein überzeugter. Über 60 Prozent der 50 zufällig befragten Jugendlichen gaben demnach an, dass ihnen die Religion ziemlich unwichtig sei.

Nur eine verschwindende Minderheit dagegen sagt, dass Religion einen wichtigen Platz in ihrem Leben einnehme. Nicht minder interessant ist der Fakt, dass unsere befragten Mitjugendlichen sich ganz und gar uneinig sind, ob sie an «Gott» glauben sollen.

Unschlüssige Jugend

Die Voten gleichen sich beinahe völlig aus. Ja, nein, vielleicht: Die Jugend weiss nie, was sie will, widerlegt damit aber das gängige Bild des jungen Atheisten. Viel eher könnte man die Resultate als Glaubenskrise bezeichnen.

Durch Kriege, neue Technologien und die Zeit hat sich der menschliche Verstand verändert und damit auch die Auffassung von Religion und Glaube.

Kritisch gegenüber religiösen Fragen

Wie auch die Umfrage zeigt, ist man gegenüber religiösen Fragen kritisch geworden und glaubt nicht mehr an alles, was einem gesagt wird. Es ist eine Tatsache, dass es immer wieder Konflikte gab, die durch die Religion verursacht, finanziert und geschürt wurden.

Ein Beispiel, das immer wieder für Aufregung sorgt, ist die Krise zwischen Katholiken und Reformierten in Irland. Ein Grund also, wieso junge Menschen religiöse Institutionen meiden: Die Kirche denkt zu oft in alten Mustern, was zu zahlreichen Problemen führt. Macht es wirklich Sinn, Kondome zu verteufeln, wenn Tausende Menschen weltweit täglich an Aids sterben? Ist das Zölibat noch zeitgemäss? Muss man sich vorschreiben lassen, wie und was man glauben soll? Wären kritische Generationen nicht wünschenswerter, die selber entscheiden, an etwas zu glauben, ohne bedingungslos einer Religion zu folgen und deren Lehren allesamt als richtig zu akzeptieren?

Die hier repräsentierte junge Generation ist eine solche. Aus den Antworten geht hervor, dass sie alle Religionen als eine grosse Gemeinschaft und den Menschen als Individuum betrachten, das sich frei zwischen ihnen bewegen kann.

Hoffen auf die Chance zur Identifikation

Es ist unmöglich vorauszusagen, in welche Richtung sich die Religionen dieser Welt entwickeln werden. Es bleibt aber zu hoffen, dass sie nicht stehen bleiben, um damit der Jugend gerechter zu werden. Denn eines ist gewiss: So wie es einmal war, so wird es nie wieder, und es wäre nur gerecht, wenn wir wenigstens die Chance bekämen, uns mit ihnen besser zu identifizieren.

Mehr zum Thema