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Eine Kinderwelt von oben betrachtet

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Das war ganz schön fies: Da wollte der damals 5-jährige Matthias Kedros im Europapark in ein Boot des Nivea-Kinderlands steigen, und er durfte nicht, weil er zu gross war.

Entschädigt wurde er dafür, als er bei seinen nächsten Besuchen Bahnen benutzen durfte, für die Gleichaltrige normalerweise noch zu klein sind. Für die Zukunft macht sich Matthias aber wieder seine Gedanken: «Ein Kollege hat gesagt, im Europapark gebe es Bahnen, auf denen man mit über 1,95 Meter nicht mehr fahren darf. Das würde mich schon stören.»

Matthias Kedros hat soeben die Primarschule beendet; nächsten Monat wird er 13-jährig. Mit zuletzt gemessenen 1,83 Metern war er der grösste Schüler der Primarschule Murten. Bereits als Fünftklässler war er der Grösste gewesen. Während Kleider in seiner Grösse noch zu finden sind, wird der Schuhkauf langsam schwierig, seufzt seine Mutter Sylvia. Unterdessen kauft sie ihm Schuhe der Grösse 47.

Es liegt in der Familie

Matthias Kedros macht sich wenig Gedanken über seine Grösse. «Eine Wunschgrösse habe ich nicht. Ich will sicher nicht der Grösste der Welt werden, vielleicht maximal zwei Meter.» Diskussionen zum Thema kann er nicht nachvollziehen. «Ich fühle mich ganz normal. Ich weiss ja gar nicht, wie es ist, wenn man nicht so gross ist.»

Seine Eltern bestätigen, dass sich ihr Sohn mit dem Wachstum nicht schwer tut. Schübe von bis zu 15 Zentimetern pro Jahr hätten Matthias zum Beispiel nie Rückenschmerzen bereitet, und mit 70 Kilo scheint die Grösse auch gut verteilt. Einen guten Appetit habe er, am liebsten Pizza und Spaghetti Carbonara, «aber nicht zusammen», wie Matthias Kedros präzisiert.

Tatsächlich liegt körperliche Grösse in der Familie. Vater Peter misst 1,94 Meter, und auch die 11-jährige Schwester hat bereits 1,60 Meter erreicht. Peter Kedros weiss, dass vor vielen Jahren der Grossvater in seinem Haus Türen eingebaut hatte, die höher waren, als die Norm.

Übers Ganze gesehen halten sich für Matthias Kedros die Vor- und Nachteile seiner Grösse die Waage. Häufiger als seine Altersgenossen muss der Schüler seinen Ausweis mitnehmen. Sonst hätte man ihm beim letzten Wake and Jam den Gratiseintritt für Kinder wohl nicht gewährt. Auch im Turnunterricht sind Übungen wie durch einen Reifen schlüpfen für ihn nicht so einfach.

 Begabung in den Fingern

Andererseits wählen seine Kameraden natürlich am ehesten Matthias, wenn es gilt, eine Mannschaft für das Handballspiel zusammenzustellen. Handball ist die Sportart, die er sich für den Kadettensport in Murten ausgesucht hat.

 Kein Thema ist die Grösse beim Spielen mit seinen Kameraden. Matthias’ bester Freund ist zwar dessen Klassenkollege, aber fast zwei Köpfe kleiner. Und auch für die berufliche Zukunft vermutet der Schüler, dass seine Grösse keinen Einfluss haben wird. «Als Pilot oder bei gewissen Bereichen im Militär könnte Matthias vielleicht zu gross sein», sagt Vater Kedros. Aber Matthias hat sowieso andere Pläne: «Am liebsten etwas, wo man Geschicklichkeit braucht.» Zum Beweis seiner Fingerfertigkeit demonstriert Matthias Kedros, wie er mit dem Lego-System «Mindstorms» Roboter konstruiert und programmiert.

Wachstum: Prognose mit fünf Jahren

M atthias war schon als Kleiner sehr gross», sagt sein Vater Peter Kedros. Mit fünf Jahren hat der Kinderarzt anhand des Mittelhandknochens die zukünftige Grösse berechnen lassen. Er ist zum Schluss gekommen, dass der Knabe einmal rund 1,95 Meter gross werden würde. Fünf Jahre später hat der Arzt die Schätzung nach oben korrigiert: Der Junge würde wohl zwischen 1,95 und 2,05 Meter gross werden, hiess es nun.

Zu diesem Zeitpunkt setzte sich auch die Familie Kedros mit der Frage einer Hormonbehandlung auseinander, um das Wachstum des Jungen zu bremsen. «Doch der Arzt sagte uns, dazu sei es schon zu spät. Matthias war bereits in der Pubertät», erinnert sich der Vater. «Als 11-Jähriger hatte er ein Knochenalter wie ein 15-Jähriger.» Doch auch anderes sprach gegen eine Hormonbehandlung. «Wir erfuhren, dass die Belastungen einer Hormonbehandlung extrem seien. Unter 2,08 Meter mache man deshalb nichts.» uh

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