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Eine kleine Musikgesellschaft stellt sich einer grossen Herausforderung

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Es ist Sonntag, neun Uhr morgens. Rund 100 Musikinteressierte haben Platz genommen im Mehrzweckgebäude von Plaffeien – hinter ihnen die Experten, vor ihnen die Bühne mit leeren Stühlen. Nach und nach treffen die Mitglieder der Musikgesellschaft Ueberstorf für ihren Konzertvortrag am Bezirksmusikfest Sense ein. Einige Musiker richten ihren Blick starr auf das Notenpult, andere wiederum beobachten die Leute im Publikum. Es dauert ein wenig, bis die Musikgesellschaft ihr geprobtes Werk präsentieren darf – die Nervosität steigt. Doch dann gilt es ernst mit der Präsentation: Dirigent Stefan Jenni erhebt seinen Dirigentenstab, die Musiker setzen sich aufrecht hin und halten das Instrument bereit. Die ersten Klänge ertönen. Die Musiker beginnen mit den sanften und leisen Tönen des ausgewählten Werks «Towards a New Horizon» von Steven Reineke. Es wird immer lauter, bis das gesamte Orchester gewaltige Klangwellen erzeugt. Am Ende gibt es Applaus, den Musikanten ist die Erleichterung ins Gesicht geschrieben. Auch der Dirigent zeigt sich zufrieden: «Zu Beginn hat das Stück ein wenig gewackelt, doch im Grossen und Ganzen hat es gut geklappt», sagt er.

Die Musikgesellschaft Ueberstorf hatte sich entschieden, in der dritten Klasse Harmonie zu spielen und dementsprechend das Werk angepasst, wie Stefan Jenni vor dem Konzertvortrag erklärt. Das Orchester ist mit 28 Musikern eines der kleineren, die in Plaffeien teilnehmen. Das Gefälle von schwächeren und besseren Musikanten sei bei ihnen deshalb grösser, sagt Jenni. «Wir mussten besonders an der Intonation und Stimmung arbeiten. Die Technik klappt aber ganz gut.» Bei den letzten Proben vor dem Bezirksmusikfest hätten sie stets versucht, das komplette Stück durchzuspielen. Lampenfieber sei aber immer ein Thema, so Jenni. «Die Musiker freuen sich dennoch auf den Anlass. Es ist schön, auf etwas hinzuarbeiten.»

Mehr Mut und Selbstvertrauen

«Es gab spannende Momente. In dieser kleinen Besetzung ist es nicht immer einfach», gratuliert die Expertin Isabelle Ruf-Weber dem Ueberstorfer Verein zu seiner Darbietung. In einem ruhigen Raum erklärt die Expertin den Musikantinnen und Musikanten, bei welchen Passagen sie noch etwas Übung benötigen und bei welchen sie gut spielten. Mit einem derart kleinen Orchester sei eine gute Organisation unumgänglich, besonders da einige Register nur einzeln besetzt seien, sagt Isabelle Ruf-Weber. Sie ruft die Musiker deshalb zu mehr Mut auf: «Habt Selbstvertrauen und spielt überzeugend!» Der Expertin hat die Auflösung bei einer bestimmten Passage besonders gut gefallen. «Die Klarinetten waren da toll. Wer hat die Passage gespielt?», fragt Ruf-Weber in die Runde, und eine junge Frau hebt die Hand. Die Expertin ist begeistert. Die Kritik sei nach seinen Erwartungen ausgefallen, sagt Jenni nach der Besprechung. «Es ist ein anspruchsvolles Stück. Die Kritik der Expertin hilft uns einen Schritt weiter», zeigt sich auch die Präsidentin der Musikgesellschaft, Irène ­Majo, überzeugt.

«Zu Beginn hat das Stück ein wenig gewackelt, doch im Grossen und Ganzen hat es gut geklappt.»

Stefan Jenni

Dirigent der Musikgesellschaft Ueberstorf

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