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Eine Kollektiv- und Willensleistung

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Am Freitag eine ernüchternde 2:6-Pleite in Bern, 24 Stunden später ein überzeugender und absolut verdienter 3:0-Heimsieg gegen denselben Gegner: «Eishockey ist manchmal ein lustiges Spiel», unternahm der Kanadier Jacob Micflikier einen Versuch, den Wandel Gottérons über Nacht zu erklären. «Mit Emotionen gelingt es eben auch, diesen SC Bern zu kontrollieren.» Nachdem die Freiburger schon im Cup-Achtelfinal am vorletzten Sonntag eine 1:6-Klatsche eingefangen hatten, wollten sie am Samstag vor eigenem Anhang unter allen Umständen eine Reaktion zeigen – auch um in der Tabelle nicht den Anschluss an das vordere Mittelfeld zu verlieren. «Der Cup war eine ziemliche Blamage, und am Freitag war es ähnlich. Wir alle waren uns einig, dass es nicht noch einmal so gehen kann», analysierte Torhüter Reto Berra, der 36 Paraden zeigen musste, um seinen zweiten Shutout der Saison feiern zu können. Jeder sei mit der richtigen Einstellung in die Partie gestiegen. «Und mit Checks haben wir die Fans hinter uns gebracht, so waren wir schnell im Flow.»

Tadelloses Boxplay

Tatsächlich spielte der Heimvorteil am Samstag eine nicht unwesentliche Rolle. Fehlte zuletzt in den Derbys gegen Bern des Öfteren der Pfeffer im Spiel, so wogten am Samstag die Emotionen immer wieder hoch. «Es war eine tolle Atmosphäre und eine insgesamt kompetitive Partie», freute sich Gottéron-Trainer Mark French. «Zu Hause braucht es diese Emotionen. Es war eines dieser Spiele, bei dem die Bindung zwischen den Fans und den Spielern wirklich stark war.»

Die Energie von den Zuschauerrängen wirkte sich positiv auf das Geschehen auf dem Eis aus. Die Freiburger Mannschaft präsentierte sich kämpferisch und scheute keinen Körpereinsatz. 22 blockierte Schüsse belegen die Opferbereitschaft. «Jeder ist für den anderen eingestanden», anerkannte Jacob Micflikier. Augenscheinlich war das besonders im Boxplay. Hatte Gottéron am Freitag gleich vier Powerplaytore der Berner kassiert, überstanden sie tags darauf alle sieben Unterzahlsituationen schadlos. «Das Penaltykilling war sicherlich ein Aspekt, den wir zwischen den beiden Partien klar angesprochen haben», erklärt French. «Das Boxplay war heute exzellent und das Resultat der Bereitschaft, alles zu geben.»

Herrlich herausgespielte Tore

Dass Gottéron die Berner in die Schranken weisen konnte, lag aber nicht einzig an dessen Kampfbereitschaft. Die Freiburger führten auch spielerisch die feinere Klinge. Von Beginn weg setzten sie mit einfachem, geradlinigem Spiel den Gegner unter Druck. Nachdem im Startabschnitt die Führung trotz guter Möglichkeiten noch verpasst wurde, fiel die Entscheidung zwischen der 31. und 36. Minute, als Gottéron drei Treffer markieren konnte. Alle Freiburger Tore hatten etwas gemeinsam: Sie waren herrlich herausgespielt. Beim 1:0 bediente Nathan Marchon den im Slot frei stehenden Killian Mottet, der unhaltbar für SCB-Hüter Leonardo Genoni in die hohe Ecke traf. Das 2:0 Matthias Rossis war das Resultat eines Zuckerpasses von Micflikier von hinter dem Tor, und beim dritten Treffer Gottérons setzte Andrew Miller, der sich gegenüber dem Vortag massiv steigern konnte, Flavio Schmutz mustergültig ins Szene. «Alle unsere Tore waren tatsächlich sehr schön anzuschauen», nahm sie French mit sichtlicher Genugtuung zur Kenntnis. Hätte nicht weniger als viermal das Aluminium für den geschlagenen Genoni gerettet, hätten es gar noch mehr Treffer der phasenweise entfesselten Gastgeber sein können.

Überzeugender Schneeberger

Der Freiburger Sieg war einer des Kollektivs. Anders als noch am Freitag in Bern gab es in den Spielerreihen keine Leistungsausfälle zu verzeichnen. Selbst der von Ajoie ausgeliehene Verteidiger Dan Weisskopf fiel nicht ab. So konnte die Absenz Philippe Furrers gut verkraftet werden. «Verletzungen bieten immer anderen Spielern die Chance, sich aufzudrängen», weiss French. Allen voran Noah Schneeberger, der wohl seine bisher beste Vorstellung im Dress von Gottéron zeigte, und der zuletzt meist überzählige Marco Forrer sprangen gegen die Berner, die am Samstag wohl noch Stunden ohne zu markieren hätten anrennen können, in der Verteidigung in die Bresche. «Wir hätten uns besser das eine oder andere Tor vom Freitag für dieses Spiel aufgehoben», haderte Berns Topskorer Andrew Ebbett, der dabei Berra ein Sonderlob ausstellte.

Wie lange fällt Furrer aus?

Während Sebastian Schilt, der kurzfristig für die Doppelrunde vom Wochenende ausgefallen war, morgen in Zug wieder mit dabei sein können sollte, wird Furrer ganz sicher fehlen. «Er wird sich am Montag einer MRI-Untersuchung unterziehen. Dann werden wir mehr über die Dauer seiner Absenz erfahren», informierte French. Spielen die Freiburger so solidarisch und engagiert wie am Samstag, ist auch ein solcher Verlust weitestgehend zu kompensieren. Das ist wohl die wichtigste Erkenntnis, die Gottéron in die kommenden Aufgaben mitnehmen kann.

Telegramm

Gottéron – Bern 3:0 (0:0, 3:0, 0:0)

6345 Zuschauer. – SR Lemelin/Tscherrig, Wüst/Altmann. Tore: 31. Mottet (Marchon) 1:0. 34. Rossi (Micflikier, Schneeberger) 2:0. 36. Schmutz (Miller) 3:0. Strafen: 6-mal 2 plus 10 Minuten (Rossi) gegen Gottéron, 4-mal 2 Minuten gegen Bern.

Freiburg-Gottéron: Berra; Abplanalp, Stalder; Holos, Chavaillaz; Forrer, Schneeberger; Weisskopf; Mottet, Slater, Marchon; Rossi, Bykow, Micflikier; Sprunger, Walser, Miller; Lhotak, Schmutz, Vauclair; Meunier.

SC Bern: Genoni; Burren, Almquist; Krueger, Blum; Andersson, Beat Gerber; Kamerzin; Rüfenacht, Arcobello, Moser; Mursak, Ebbett, Bieber; Sciaroni, Haas, Scherwey; Berger, Heim, Kämpf; Grassi.

Bemerkungen: Gottéron ohne Birner, Furrer und Schilt (alle verletzt), Bern ohne Marti und Untersander (beide verletzt). – Pfosten: 18. Sprunger, 34. Micflikier, 35. Sprunger. – Bern ab 57:11 ohne Torhüter.

Die FN-Besten: Schneeberger, Mursak.

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