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Eine Komödie mit Happy End

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Wenn Gottéron nach Rapperswil reist sind Kopfschüttelmomente für die Freiburger Fans vorprogrammiert. Immer wieder passieren unerwartete bis amüsante Dinge. Das begann letzten Januar, als die Freiburger nicht nur 0:3 verloren, sondern sich zum Gespött der Eishockey-Schweiz machten, weil Jim Slater seine Ausrüstung nicht dabei hatte und deshalb erst mit Verspätung eingreifen konnte. Es ging weiter, als Gottéron im November völlig neben sich stand, nur knapp um ein Stängeli herumkam und 4:9 unterging. Und trotz knappem Sieg wurden die mitgereisten Fans auch gestern nicht vom Kopfschütteln verschont.

Berras Schlittschuh-Probleme

Bis zur 27. Minute schien Gottéron auf dem Weg zu einem ungefährdeten Sieg zu sein. Nach einem von beiden Teams schwachen Startdrittel beendete Verteidiger Jérémie Kamerzin in der 22. Minute mit einem platzierten Handgelenkschuss unter die Latte die 176 Minuten anhaltende Torlosigkeit Gottérons. Das gab den Freiburgern sichtlich Auftrieb und Selbstvertrauen. Nur drei Minuten später doppelte Kil­lian Mottet nach.

Freiburg hatte das Spiel nun im Griff, drückte sogar auf den dritten Treffer – bis erneut ein Ausrüstungs-Missgeschick passierte. Wegen Problemen mit den Schlittschuhen musste der gewohnt überzeugende Freiburg-Goalie Reto Berra in der 27. Minute vorübergehend in die Kabine. Als er acht Minuten später zurückkam, stand es 2:2. Es wäre allerdings falsch, dem bedauernswerten Ludovic Waeber die Schuld in die Schuhe zu schieben, auch wenn er zwei der acht Rapperswiler Schüsse auf ihn passieren liess, während Berra sämtliche 23  Versuche des Gegners parierte. «Wir können Ludovic nichts vorwerfen», sagte auch Trainer Christian Dubé nach dem Spiel.

Vielmehr schien Berras unfreiwillige Pause Freiburgs Feldspieler völlig aus dem Konzept zu bringen. Zunächst stand der Paradesturm um Topskorer David Desharnais, der gestern überraschend bereits wieder zum Einsatz gelangte, kurz vor Spielmitte viel zu weit von Roman Cervenka entfernt, der aus dem Slot mit seinem gefürchteten Handgelenkschuss den Anschlusstreffer erzielte. Kurz danach liessen die Gäste beim ersten Rapperswiler Powerplay – bei Gottéron waren zu viele Feldspieler auf dem Eis gestanden – Andrew Rowe völlig alleine vor dem Tor, so dass dieser den perfekt getimten Pass des überragenden Cervenka mühelos zum 2:2 versenken konnte. «Das waren zwei blöde Gegentore, die natürlich so nicht passieren dürfen», sprach Got­téron-Verteidiger Philippe Furrer nach dem Spiel Klartext.

Gottéron stark bei 3 gegen 3

Mit Berras Rückkehr ins Tor glich sich das Spiel wieder aus. Im Schlussdrittel hatten beide Mannschaften ihre Chancen auf den Siegtreffer. Auf Freiburger Seite hatte der seit einigen Spielen enttäuschende Viktor Stalberg die beste, als er in der 47. Minute alleine auf Melvin Nyffeler zog, aber scheiterte. Rapperswil seinerseits war immer gefährlich, wenn der Ausländersturm um Cervenka, Rowe und Kevin Clark auf dem Eis stand. Das Trio war Freiburgs Paradesturm im Direktduell insgesamt klar überlegen.

Da in der regulären Spielzeit aber keine Tore mehr fielen, wurde das Spiel in der Verlängerung entschieden. Und bei 3  gegen 3 ist Freiburg in dieser Saison eine Macht. In seiner fünften Verlängerung ging Gottéron gestern zum fünften Mal als Sieger vom Eis. Es war Doppeltorschütze Mottet, der in der 64. Minute Nyffeler mit einem Schlenzer bezwang.

Weihnachtsfluch besiegt

Mit diesem erknorzten, aber äusserst wichtigen Erfolg hat Gottéron auch seinen Weihnachtsfluch besiegt. Als Gottéron letztmals einen Vorweihnachtsmatch gewonnen hatte, spielten Pavel Rosa und Christian Dubé noch in der ersten Sturmreihe. 2011 gegen Kloten war das, der Tscheche erzielte damals sogar den Siegtreffer. Seither hatte Freiburg am 23.  Dezember bis gestern einmal nicht gespielt und sechsmal verloren. Nun also bilden Rosa und Dubé das Trainer-Duo, das wie die Spieler Gottérons endlich wieder einmal mit einem guten Gefühl in die Weihnachtspause gehen kann. Eine Pause, die gemäss Furrer trotz des gestrigen Siegs nach zuletzt durchzogenen Leistungen zum richtigen Zeitpunkt kommt. «Die Pause kommt sehr gelegen. Wir müssen an zwei, drei Dingen extrem arbeiten und viel besser in das neue Jahr starten. Wir müssen nun endlich einmal eine richtige Siegesserie hinlegen, sonst kommen wir nie vom Fleck.»

Weiter geht es für die Freiburger ab dem 2. Januar, wenn gegen Zug, Lugano und Langnau gleich drei Spiele innert vier Tagen auf dem Programm stehen werden.

Telegramm

Rapperswil – Gottéron 2:3 n.V. (0:0, 2:2, 0:0, 0:1)

4019 Zuschauer. – SR Dipietro/Nikolic; Kaderli/Dreyfus. Tore: 22. Kamerzin (Bykow) 0:1. 25. Mottet (Sprunger, Desharnais) 0:2. 30. (29:19) Cervenka (Rowe) 1:2. 31. (30:56) Rowe (Cervenka, Wellman/Ausschluss Mottet) 2:2. 64. Mottet (Furrer) 2:3. Strafen: 1-mal 2  Minuten gegen die Rapperswil-Jona Lakers, 2-mal 2 Minuten gegen Freiburg-Gottéron.

Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Egli, Randegger; Vukovic, Schmuckli; Hächler, Maier; Gurtner, Dufner; Clark, Rowe, Cervenka; Wellman, Dünner, Eggenberger; Loosli, Schlagenhauf, Sandro Forrer; Hüsler, Ness, Rehak.

Freiburg-Gottéron: Berra/Waeber (27. bis 35.); Gunderson, Stalder; Kamerzin, Furrer; Abplanalp, Chavaillaz; Gähler, Marti; Sprunger, Desharnais, Stalberg; Brodin, Bykow, Mottet; Marchon, Walser, Lhotak; Lauper, Mojonnier, Vauclair.

Bemerkungen: Rapperswil-Jona Lakers ohne Schneeberger (gesperrt), Kristo (überzähliger Ausländer), Casutt, Mosimann, Profico, Simek, Hollenstein und Schweri. Gottéron ohne Marco Forrer, Schmutz, Rossi (alle verletzt) und Schmid (U20-WM). – Timeout Lakers (54.). –  Schussstatistik: 31:28.

Die FN-Besten: Cervenka, Berra.

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