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Eine Liebesgeschichte kurz vor dem Aus

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Corinne Wirth

Schon als Knabe hat Andreas Sahli seine Liebe zu den Tieren entdeckt. Als Bäckerlehrling verbrachte er früher seine Freizeit fast ausschliesslich in einem Ponystall in Courgevaux. Heute trifft man ihn bei seinen eigenen Tieren, sieben Tage die Woche, von morgens früh bis abends spät.

Vor 25 Jahren konnte sich Andreas Sahli seinen grossen Traum verwirklichen und eigene Pferde anschaffen. Keine normalen Pferde, sondern die niedlichen, kleinen Mini-Shetlandponys. Die haben ihm nämlich schon immer gefallen. Und er züchtet sie mit Liebe und Passion. Er, der noch nie selber auf einem Pferd gesessen ist. Er, der nicht reiten kann. Aber er, der die Mini-Shetlandponys liebt wie kein Zweiter.

Mister Schweiz im Stall

Angefangen hatte damals alles auf dem Kanonenmätteli. Seit 1995 sind die Mini-Shetlandponys nun in der Ölimatt Löwenberg daheim. «Amor von Landdorf» heisst Sahlis Superstar. Es ist der amtierende Mister Schweiz der Mini-Shetlandponys. «An der Shetlandpony-Show in Bern wurde Amor von Landdorf letztes Jahr zum nationalen Meister gekürt», erzählt Sahli mit glänzenden Augen und voller Stolz.

Die Pferde sind aber nicht sein einziges Hobby, er züchtet auch noch Rex-Kaninchen. Das sind die mit dem ultrakurzen, samtweichen Fell. 15 Stück sind es heute, davon sind gerade neun trächtig. Die Anzahl Kaninchen kann sich also täglich ändern. Schon dreimal sei bei ihm wegen der Rex-Kaninchen eingebrochen worden, berichtet Sahli. Das letzte Mal vor einem Jahr. Da wurden ihm ein Zuchtrammler und eine Zuchtzibbe entwendet. Andreas Sahli ist überzeugt: «Das kann kein Zufall sein.»

Beste Therapie

Im Bauernhaus der Ölimatt wohnen ausserdem noch an die 15 Schafe und zig Kanarienvögel. Die Schafe tragen alle einen Namen, und zwar meist einen von den zahlreichen fleissigen Helferinnen, den Pony-Mädchen, die sich an Mittwoch- und Samstagnachmittagen um Sahlis Ponys kümmern und sie reiten oder mit ihnen spazieren gehen. Denn dazu fehlt IV-Bezüger Sahli oftmals die Kraft. Seit seiner Mehlallergie als Bäcker bezieht er eine kleine Invalidenrente und seit seinem Herzinfarkt dauert alles dreimal länger. Alles sei viel anstrengender als früher und er sei deshalb sehr froh um die vielen jungen Helfer, die ihn unterstützen.

Ein Leben ohne seine Tiere kann Andreas Sahli sich bei bestem Willen nicht vorstellen. Sie seien seine beste Therapie, meint er. Aber Ende Mai soll diese Liebesgeschichte nun enden. Denn bis Ende Monat muss er das Bauernhaus geräumt haben, seine Tiere müssen raus. Denn der Gemeinderat hat beschlossen, das in die Jahre gekommene Haus abzureissen. Es bestehe Einsturzgefahr, schrieb die Gemeinde Murten in ihrem Brief an Sahli.

Wie weiter?

Verzweifelt sucht Andreas Sahli nun ein neues Zuhause für seine Tiere, sogar per Zeitungsinserat hat er es schon versucht. Am liebsten würde er aber da bleiben, wo er heute ist. Vor Ort möchte er für seine Tiere einen neuen, kleineren, eventuell auch mobilen Stall anstelle des Bauernhauses bauen. Ob die Gemeinde Murten ihm dies zugestehen wird, ist im Moment noch nicht bekannt. Es bleibt also abzuwarten, ob die Liebesgeschichte zu guter Letzt doch noch ein Happy End findet, oder ob sie nach 25 Jahren abrupt enden muss.

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