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Eine Lobby für die Natur

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Eine Lobby für die Natur

75 Jahre Ornithologischer Verein Kerzers und Umgebung

Am Samstag, 15. Mai, feiern die sehr aktiven Mitglieder des Ornithologischen Vereins Kerzers und Umgebung (OVK) das 75-jährige Bestehen der Organisation.

Von UELI GUTKNECHT

Der Verein muss seine Existenzberechtigung nicht mehr beweisen. Die traditionelle Ausstellung im Zwei-Jahres-Rhythmus in der Seelandhalle, Exkursionen mit Kindern und Erwachsenen, jährliche Pflege der Röligrabenhecken in Ried, Schaffung und Pflege von Nistgelegenheiten für Vögel: Das sind nur einige der vielen Leistungsausweise. Damit werden die Ornithologen von der breiten Öffentlichkeit in hohem Masse wahrgenommen und geniessen viel moralischen Kredit.

Drei Schwerpunkte

Ziel der Kleintierzucht ist, das Wissen und die Fachkenntnisse für eine optimale Rassenreinheit bei Kaninchen, Hühnern, Tauben, Enten, Gänsen usw. weiterzugeben.

Viel Zeit und Energie investieren die Mitglieder für die Vogelwelt. Schaffung und Pflege von Nisthilfen für gefährdete Vogelarten ist das eine, Verbesserung der natürlichen Umgebung, Futterangebot und Rückzugsmöglichkeiten zu schaffen das andere.

Im Protokoll der Hauptversammlung vom 1. März 1932 steht: «… Viel zu reden gibt das Anzünden der Börder (Böschungen) …». Der Umweltschutz ist das dritte grosse Anliegen des Vereins. Das Grundsatzpapier vom Dezember 1999 hält dazu fest: « . . . Im Rahmen der Vernunft bemühen wir uns,
die Umwelt lebenswert zu erhalten und an die nächste Generation weiterzugeben …»

Zwei Rappen pro Ei . . .

Robert von Känel hat aus den Protokollen nebst wichtigen Daten, Berichten über Kurse, Ausstellungen, Marksteinen und Gegebenheiten aus heutiger Sicht auch Erheiterndes zuhanden des Präsidenten Lorenz Maurer für seine Festansprache zusammengetragen.

Initianten der Vereinsgründung und Vorstandsmitglieder der ersten Stunde waren der Sattler Fritz Johner und der Lehrer August Spillhofer. Vereinsziele waren die Verbesserung der Hühnerzucht, des Vogelschutzes und des Eierabsatzes. Es wurde eine Eiersammelstelle eingerichtet. Die Besoldung des Sammlers wurde mit zwei Rappen je Ei festgelegt. 1937 sank die Zahl der gesammelten Eier von 50 000 auf 38 000 Stück.

«Einige Liebhaber des Vogelschutzes unternahmen eine Exkursion übers Moos zum Murtenseestrand und haben über 44 Vogelarten beobachtet. Danach kehrten sie mit dem Zug von Galmiz nach Kerzers zurück», hält ein Protokoll aus dem Jahr 1928 fest. Im gleichen Jahr besuchte der Vorstand die nationale Geflügelfarm in Solothurn. « . . . es stellten das Auto zur Verfügung: Hans Mäder, Fritz Rentsch und Jakob Imhof (Tierarzt)». 1928 wurden an der Fellsammelstelle 77 Kaninchenfelle abgegeben und 1929 liess sich der Präsident vom Vorstand die Ermächtigung zum Kauf eines Briefordners geben. 1932 betrugen die Einnahmen 7900 Franken und die Ausgaben 6100.

1979 engagierte sich der OVK im Rahmen der Rodungen und Baumfällaktionen der Güterzusammenlegung für mehr Rücksicht gegenüber der Natur. Gleichzeitig übernahm er nach dem Bau der Autobahn die jährlich wiederkehrende Pflege der Hecken im Röligraben Ried.

«Chutzehütte» und Schleiereulen

1986 erwarb der Verein das heutige, eigene Vereinslokal «Chutzehütte» in der Industriezone. Die Mitglieder zerlegten die Baubaracke in Fronarbeit, transportierten die Teile nach Kerzers und bauten sie wieder auf.

Ein weiterer Meilenstein aus dieser Zeit ist das sehr erfolgreiche Projekt «Schleiereulen» zur Aufzucht und Auswilderung junger Schleiereulen. Dank der Presse erhielt der Verein dafür namhafte Beiträge von einer gut betuchten Dame aus Bern.

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