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Eine Messe zum Anfassen

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Isabelle vonlanthen

In Scharen strömten die Besucher am Wochenende an die Energissima im Freiburger Forum. Ob die Investition ins eigene umweltfreundliche Heim, das Ausprobieren von motorbetriebenen Fahrrädern oder das Basteln von Solaröfen, ihnen wurden vielfältige Beratung und Aktivitäten geboten.

Während bei einigen Messen der Andrang der Besucher oft am Anfang zögerlich ist und sich erst im Laufe des Tages entwickelt, war an der Energissima, der Schweizer Messe der erneuerbaren Energien und neuen Technologien im Forum in Freiburg, die Halle ab der Türöffnung um 10 Uhr gut gefüllt. Das Interesse der Freiburger an erneuerbarer Energie scheint gross zu sein.

Viele kamen, um sich zu umweltfreundlichen Baumassnahmen oder Renovierungen des Eigenheims, der Firma oder des landwirtschaftlichen Betriebs zu erkundigen. Die Auswahl der Stände war weit gespannt: vom Stand der Agrarwirtschaft, auf dem nach umweltfreundlichen Massnahmen umgebaute Bauernhöfe und Anlagen präsentiert wurden (am Beispiel des Modells einer solchen Biogasanlage in Bösingen), über Solarenergiesysteme, Holzheizungen, Ökostrom, Wasserkraft und vieles andere.

Sparen im Kleinen

Im Konferenzsaal informierten am Morgen verschiedene Referenten über Energiesparmöglichkeiten – im Grossen wie im Kleinen. Vertreter von WFF und dem VCS sprachen über Massnahmen zur Reduktion des CO2-Ausstosses und den sinnvollen Umgang mit Verkehrsmitteln. Marc Tillmanns, Leiter von Minergie in der Westschweiz und in Frankreich, stellte Wege zur Optimierung im Gebäudebau und der Renovation von alten Gebäuden vor. Der Bau eines Hauses nach Minergie-Standard (Minergie wurde als Marke für Passivhaus-Standards 2002 eingeführt) sei nur etwa 5% teurer als ein «normaler» Bau, langfristig aber sehr viel günstiger, da bis zu 50% und mehr Energie gespart wird und die Betriebskosten tiefer seien. Als Kernpunkte dieses nachhaltigen Bauens nannte Tillmanns eine gute Isolierung der Gebäudehülle, absolut dichte Fenster und den Rückgriff auf erneuerbare Energien wie Solarenergie.

Wie man im Haushalt im Kleinen Energie sparen kann, ohne an Komfort einzubüssen, erläuterte Christa Mutter von der Schweizerischen Agentur für Energieeffizienz. Am Beispiel eines durchschnittlichen Haushaltes zeigte sie auf, welche Geräte wie viel Energie verbrauchen und wo man vor allem einsparen kann. Das Kochen zum Beispiel fällt mit 8% überraschend wenig ins Gewicht und bietet wenig Einsparmöglichkeiten – ein grosser Energieverbrauchfaktor ist aber die Beleuchtung mit 17%. Hier liesse sich sehr viel machen mit dem konsequenten Kauf von Sparlampen, die zwar teurer sind als die herkömmlichen, dafür aber fünfmal weniger Strom verbrauchen und eine bis zu zehnfach höhere Lebensdauer haben. Stromfresser seien auch auf stand-by gelassene Geräte (neben Computern, Fernseher etc. zum Beispiel auch Kaffeemaschinen) – ein solches Gerät verbraucht mit 11 Watt gleichviel Strom wie eine eingeschaltete Lampe. Auch beim Waschen, das 20% des Stromverbrauchs im Haushalt ausmacht, liesse sich einiges machen. Dabei gibt es sogar Unterstützung von offizieller Seite – der Kanton Bern subventioniert jeden Ankauf eines Wäschetrockners mit Wärmepumpe mit einem Beitrag von 100 Franken.

Probieren geht über studieren

Neben Theorie wurde den Messebesuchern auch viel Praxis geboten. Am Stand der WattWorld konnten elektrische Fahrräder, Mini-Scooter und Segways zu Probefahrten ausgeliehen werden. Die elektrischen Fahrräder, die mit einem Motor mit aufladbarer Batterie ausgestattet sind, bieten im Alltag eine Alternative zum Auto und erreichen eine Geschwindigkeit von bis zu 25 km/h. Der Absatz sei in den letzten Jahren sehr gewachsen meinte ein Verkäufer, «der Preis ist zwar nicht billig, aber dafür sparen Sie am Fitness-Abo und kommen erst noch nicht verschwitzt ins Büro.»

Die Sensibilisierung für nachhaltige Energie kann nicht früh genug anfangen – auffallend viele Familien mit kleinen Kindern waren unter den Messebesuchern. Diese wurden auf spielerische Art an das Thema herangeführt. Schon nur die an den Ständen ausgestellten Motoren, Elektroautos, Turbinen u. a. interessierten die Kleinen. Begeistert aber waren sie von der Bastelecke, wo sie Windräder, ein windbetriebenes Fahrzeug oder einen kleinen Solarofen bauen konnten. Für den Solarofen brauchte es eine Kartonschachtel, Alufolie, Isolationsmaterial, eine kleine Scheibe Glas und die geduldige Hilfe der Bastelleiter. Geduld werden die Kinder dann selbst bei der Inbetriebnahme brauchen – die Kochzeit eines Eis beträgt in dem Ofen zwei Stunden. Aber den konzentrierten und gespannten Gesichtern nach scheint sie das nicht gross zu stören.

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