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Eine neue Schule für Deutschfreiburg

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«Die Stärke einer Gesellschaft zeigt sich darin, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht.» Dies sagte Stadtammann Thierry Steiert (SP) an der offiziellen Einweihung des Neubaus der Deutschsprachigen Orientierungsschule Freiburg (DOSF) am Samstag im Juraquartier. «Dass die Stadt Freiburg ein solches Projekt für die deutschsprachigen OS-Schülerinnen und -Schüler realisiert hat, freut mich ganz besonders. Dieses Gebäude symbolisiert auch die Wertschätzung, welche die Stadt der deutschsprachigen Bevölkerung entgegenbringen will.» Über 55 Millionen hat das laut Steiert «wichtigste Bauprojekt der Stadt Freiburg seit Jahren» gekostet. «Das Gebäude hat eine grosse symbolische Bedeutung und stärkt die Identität der Deutschfreiburger Bevölkerung», sagte Erziehungsdirektor Jean-Pierre Siggen (CVP) über das Gebäude.

Fit für den Lehrplan 21

Schön ist er geworden, der neue Betonbau: grosse Räume, viel Licht, ein ansprechendes Farbkonzept mit Petrol- und Limettentönen, Holz­elemente, passendes Mobiliar. Das neue Schulhaus mit zwei Gebäuden kann sich sehen lassen. Geplant wurde es vom Architekturbüro Dettling Péleraux aus Lausanne. Wie ein Augenschein beweist: Auch die Technik ist auf neustem Stand und sorgt für einen zeitgemässen Unterricht in allen Schulzimmern. Per Beamer wird etwa die Wandtafel zu einer Art Touchscreen. Die Finger nehmen die Funktion der Computermaus ein. Diesen interaktiven Unterricht können die Besucher auf einem Rundgang gleich selber ausprobieren. Auf die Tafel sind Subjekte und Verben projiziert: Mit dem Finger bewegt ein Junge die Elemente in die Mitte und bildet so einen korrekten Satz. Richtig gemacht! Er fügt die nächsten Satzelemente zusammen. «Gerade für Grammatik- und Wortschatz-Übungen ist der interaktive Unterricht sehr gut geeignet», sagt Fremdsprachenlehrerin Barbara Mangold. «Es packt die Schüler mehr.» Zahlreiche Funktionen und Programme ermöglichen es auch, auf das Projizierte zu schreiben und es abzuspeichern. Durch eine Tischkamera lassen sich zudem Schülerarbeiten oder Bücherausschnitte an die Tafel beamen. Auch die Turnhalle lädt am Tag der offenen Tür zur Entdeckungstour ein: Diese haben die Kinder und Jugendlichen bereits in Beschlag genommen, ebenso die kleine Kletterhalle und den Fitnessraum, in dem sie statt mit Geräten mit ihrem Eigengewicht trainieren können. Beliebt ist ebenfalls das Musikzimmer, in dem eine komplette Bandausrüstung von der E-Gitarre bis zum Schlagzeug steht. Speziell: Im OS-Schulhaus ist auch ein Kindergarten untergebracht. Das zweite Gebäude beherbergt unter anderem eine Mensa für 160 Personen; dieses Angebot gab es im ehemaligen Schulhaus noch nicht. «Damit ist der Grundstein für eine Schule mit Tagesstruktur gelegt», sagt Schuldirektor Patrick Furter.

Schon im Herbst 2016 hatten die Lehrer und 350 Schüler den Neubau im Juraquartier bezogen. Nach vierjähriger Bauzeit wurden die Arbeiten dieses Jahr nun komplett beendet. Es fehlten etwa noch die Gestaltung der Aussenanlage sowie das neue Mobiliar. Und schon plant die Stadt Freiburg weitere schulische Um- und Neubauten: In die ehemalige Schulanlage der DOSF in der Nähe des Bahnhofs wird nach der Renovierung etwa die CO Jolimont einziehen. Die DOSF soll ferner als Modell für einen Neubau der CO Belluard dienen.

DOSF

Alles unter einem Dach

Gut Ding will Weile haben: Schon vor rund 17 Jahren wurde es klar, dass ein Neubau für die Deutschsprachige Orientierungsschule Freiburg (DOSF) unausweichlich war. Aufgrund der steigenden Schülerzahlen an ihrer einzigen deutschsprachigen OS sah sich die Stadt zu Beginn der 2000er-Jahre gezwungen, Gebäude zu mieten, die zum Teil in bedenklichem Zustand waren, und die Schüler auf mehrere Standorte zu verteilen. Dass der ersehnte Bau nun endlich realisiert wurde, sorgt für strahlende Gesichter. «Es ist der Schlusspunkt nach einem langen Prozess», sagt Schuldirektor Patrick Furter, im Amt seit 2013. Besonders für den Neubau eingesetzt hatte sich der ehemalige Direktor Jürg Küenzi. «Ich freue mich sehr darüber, dass die neue Schule nun endlich da ist.» ea

«Die Stärke einer Gesellschaft zeigt sich darin, wie sie mit ihren Minderheiten umgeht.»

Thierry Steiert

Stadtammann Freiburg

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