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Eine neue Schule mit 86000 Löchern

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Es ist Ferienzeit. Für zwei Wochen sind das Lachen und das Schreien der Kinder bei der Primarschule Jura in Freiburg verstummt. Ganz still ist es auf dem Gelände aber nicht: Metall, das aufeinandertrifft, Maschinenlärm und Männerstimmen sind zu hören. Die Arbeiten für die neue Deutschsprachige Orientierungsschule Freiburg (DOSF) sind in vollem Gang.

Im August seien die Betonarbeiten beendet worden, erklärt Architekt Jean-Marc Péléraux bei einem Rundgang durch die Baustelle. Radiomusik hallt durch das kleinere Gebäude, wo der Speisesaal, die Aula und Spezialzimmer untergebracht werden. Von der kahlen Betondecke herab hängen farbige Schläuche und Kabel, am Boden stehen Leitern, Kübel und Flaschen mit Mineralwasser, dazwischen gehen orange und blau gekleidete Männer fleissig ihrer Arbeit nach. Zurzeit seien etwa vierzig Arbeiter auf der Baustelle, sagt Péléraux. «Das braucht einiges an Koordination.» Denn neben dem Einbau der Fenster werden im Moment auch die Hülle und die Fassade gemacht, die Gebäude abgedichtet und die technischen Anlagen installiert. Bis Anfang 2016 sind diese Arbeiten beendet, dann beginnt die Innenausstattung.

Wenig Offerten

Bisher seien die Bauarbeiten sowohl was den Zeitplan als auch was das Budget angeht gut auf Kurs. 55 Millionen Franken wir die neue DOSF voraussichtlich kosten, ab Schulbeginn 2016 soll sie bereit sein. «Diese Frist müssen wir unbedingt einhalten. Deshalb braucht es eine gute Planung», sagt David Python von der städtischen Baudirektion.

Grosse Probleme hat es laut Péléraux bisher nicht gegeben. «Wir sind bisher vor bösen Überraschungen verschont geblieben», sagt der Architekt und spielt damit auf den Untergrund an. Trotz Stichproben könne es sein, dass man erst bei den Bauarbeiten hartes Gestein oder Wasser im Boden entdecke. «Wir hatten zum Glück jedoch nur relativ weiche Molasse.»

Mehr Schwierigkeiten habe es überraschenderweise bei den Ausschreibungen gegeben. Für manche Arbeiten, etwa die Fassaden, sei nur eine–nicht zufriedenstellende–Offerte eingereicht worden. «Ich weiss auch nicht, warum das so war, aber auf gewissen Märkten gab es keine Konkurrenz. Deshalb mussten wir einige Arbeiten nochmals ausschreiben, um ein besseres Resultat zu erzielen.» Dabei sei es zu Verzögerungen von bis zu vier Monaten gekommen. «Wir haben unsere Marge ausgenutzt», sagt Péléraux. Mittlerweile seien aber 90 Prozent der Arbeiten vergeben.

Nach dem Rundgang im kleineren Gebäude geht es über eine Passerelle hinüber zum grösseren, wo 24 Schulzimmer und eine Dreifachturnhalle entstehen.

Die Passerelle gehört zum besonderen Sicherheitskonzept, das auf der DOSF-Baustelle gilt. Neben einer sorgfältigen Absperrung sorgt auch ein Wachmann dafür, dass die Lastwagen rein- und rausfahren können, ohne die Kinder zu gefährden.

Wie im kleineren fallen auch im grossen Gebäude die Löcher auf, welche die Decke zieren. Diese–insgesamt 86 000– mit einer Art Plastikbecher gefüllten Löcher dienten der Akustik, sagt Péléraux, und erklärt: «Mit der DOSF müssen wir auf diesem Areal Gebäude von etwa demselben Volumen erstellen, wie es hier bereits vorhanden ist.» Um möglichst viel vom Park zu erhalten, seien die neuen Gebäude nahe an den bestehenden Schulhäusern geplant worden. Damit insbesondere das grosse Gebäude gegenüber dem alten Schulhaus nicht zu mächtig wirke, habe er versucht, dieses möglich tief zu halten. «Deswegen verzichteten wir auf schwimmende Unterlagsböden und Zwischendecken, die zwar den Lärm absorbiert, aber auch den Bau erhöht hätten.» Und trotz der vielen Löcher bezeugt Péléraux: «Es hält.»

Eine der nächsten grossen Arbeiten ist der Einbau der Fenster.Die Löcher in der Decke sorgen für eine bessere Akustik.

Zahlen und Fakten

Eine Schule für 55 Millionen Franken

Eine neue Orientierungsschule für die Deutschsprachigen in Freiburg ist schon länger ein Thema: Im Jahr 2007 wählte die Stadt den künftigen Standort aus und lancierte einen Architekturwettbewerb. Im Oktober 2013 sprach der Freiburger Generalrat den Kredit für den insgesamt 55 Millionen Franken teuren Bau. Rund elf Millionen Franken übernimmt der Kanton. Erstellt werden zwei Gebäude. Das kleinere umfasst einen Speisesaal, die Aula und Spezialräume, das grössere unter anderem Klassenzimmer und eine Dreifachturnhalle. Das ursprüngliche Projekt sah Ausgaben von 70 Millionen Franken vor. Um Kosten zu sparen, verzichtet das aktuelle Projekt unter anderem auf ein unterirdisches Parking. Die Arbeiten haben im Herbst 2013 begonnen, ab Schulbeginn 2016 sollen die Räume bereit sein.rb

 

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