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Eine Niederlage als Druck- und Mutmacher für Deutschland

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Deutschland ist nach dem 0:1 gegen Frankreich hin- und hergerissen. Der Auftritt gegen den Weltmeister macht Mut, die Niederlage erhöht aber auch den Druck auf die DFB-Elf.

Beinahe hätte die Szene in der 54. Minute das Ergebnis auf den Kopf gestellt. Flanke Robin Gosens, Direktabnahme Gnabry. In gebogener Flugkurve kam der Ball via Boden gefährlich aufs Tor, doch er landete auf dem Tor und nicht darin.

Es wäre ein schmeichelhafter Ausgleich gewesen für die Deutschen, die sich im Vergleich zu verschiedenen konfusen Auftritten in den letzten Monaten stark verbessert zeigten, aber nicht gut genug, um den «Weltmeister im Verteidigen» (DFB-Trainer Joachim Löw) in grosse Nöte zu bringen. Die Deutschen hatten mehr Ballbesitz (59 Prozent) und schossen öfter, doch nur einmal musste Goalie Hugo Lloris eingreifen. Drei Tore erzielten die defensiv perfekt organisierten Franzosen im ersten richtigen Top-Spiel des Turniers. Wegen Abseits zählten die Treffer von Kylian Mbappé und Karim Benzema nicht.

Während Frankreich wie eine gut geölte Maschine im Kollektiv verteidigte und den pfeilschnellen Mbappé mehrmals mit gefährlichen Bällen auf die Reise schickte, taten sich die Deutschen mit den Abläufen schwer. Was auch darum nicht überraschte, weil die Mannschaft von Joachim Löw erst zum zweiten Mal in dieser Formation auflief.

Rüdigers Übermut, Hummels‘ Pech

Gegen die massierte französische Verteidigung mit einer Viererkette ganz hinten und dem Dreier-Mittelfeld von N’Golo Kanté, Paul Pogba und Adrien Rabiot als weitere Barriere fanden Müller, Gnabry und Kai Havertz keine Wege. Ohne Ball stimmte die Abstimmung mitunter beim Gegentreffer nicht, bei dem Antonio Rüdiger nach einem Einwurf zu offensiv verteidigte und Pogba damit den Platz für den öffnenden Aussenrist-Pass zu Lucas Hernandez bekam. Hernandez’ Hereingabe beförderte Mats Hummels schliesslich vor dem einschussbereiten Mbappé mit dem Schienbein unglücklich ins eigene Tor. Seinen Übermut offenbarte Rüdiger auch mit einem angedeuteten Biss in den Rücken von Pogba.

«Frankreichs Spiel war flüssig und nahtlos. Es zeigte, warum die Franzosen Titelfavorit bei der EM sind, während Deutschland noch versucht, seine Spielstrategie in den Griff zu bekommen», urteilte die «Daily Mail». Der «Guardian» befand: «All das Talent, all die Erwartungen, und am Ende lief es auf ein Eigentor von Mats Hummels in der ersten Halbzeit hinaus.»

«Vom Kopf her» sei das natürlich blöd, dass man nun von Final zu Final hechle, meinte ZDF-Experte Christoph Kramer. «Jetzt bist du gegen Portugal unter Druck, du musst von Anfang an, Portugal muss nicht von Anfang an. Hättest du einen Punkt geholt, wäre die Stimmung eine andere», so der 30-jährige Weltmeister von Borussia Mönchengladbach. Paul Breitner bezeichnete das Spiel der DFB-Elf sogar als «Altherrenfussball». «Zu lieb, zu nett, zu brav» seien die Deutschen gewesen, befand der 69-jährige deutsche Ex-Internationale.

Löws Optimismus

Doch Experten wie Involvierte sahen in dem verbesserten Auftritt der Deutschen auch Positives. Löw selbst, der auf die immensen Qualitäten des Gegners verwies, sprach von einem «extrem intensiven, spannenden und auch sehr, sehr guten Spiel beider Mannschaften». Natürlich habe man nicht alle Konter der Franzosen unterbinden können. «Trotzdem haben wir es überwiegend sehr gut gemacht.» Wie von Löw erhofft, kamen die Deutschen auch zu einigen Freistössen aus vielversprechenden Positionen.

Noch sei nichts verloren, schrieb die Deutsche Presseagentur DPA auch mit Verweis darauf, dass sich vier der sechs Gruppendritten für die K.-o.-Phase qualifizieren. Anders als bei der WM vor drei Jahren, als das spätere Turnier-Aus schon im zweiten Spiel gegen Schweden drohte, wäre das Scheitern bei einer weiteren Niederlage gegen Titelverteidiger Portugal am Samstagabend noch nicht besiegelt. Der Druck ist gross bei den Deutschen, der Glaube ans Weiterkommen aber auch.

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