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Eine Nummer für zwei Kantone

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Ein Notruf bei Telefon 144 kann Leben retten. Früher als geplant ist die entsprechende gemeinsame Sanitätsnotrufzentrale für die Kantone Freiburg und Jura seit Montagmorgen, 9 Uhr, voll betriebsfähig. Die Zentrale des Kantons Jura hat nämlich ihre Leistungen an diejenige des Kantons Freiburg übergeben. Dies teilen die Freiburger Direktion für Gesundheit und Soziales sowie die Jurassische Staatskanzlei in einem gemeinsamen Communiqué mit. Von nun an beantwortet die Telefonnummer 144 sämtliche Notrufe aus beiden Kantonen, und zwar auf Deutsch oder Französisch. Die jurassische Regierung fällte im vergangenen Dezember einen entsprechenden Entscheid. Vor kurzem bestätigte auch der Freiburger Staatsrat eine diesbezügliche Gesetzesänderung. Mit diesem Zusammenschluss kann der Kanton Jura markante Einsparungen realisieren. Laut Nicolas Pétremand, dem dortigen Vorsteher des Amts für Gesundheit, liegen diese bei rund 200 000 Franken. Für den Kanton Freiburg ist das Ganze gemäss dem hiesigen Vorsteher des Amts für Gesundheit, Patrice Zurich, ein Nullsummenspiel. Allerdings werde die Position der Notrufzentrale als interkantonale Institution gestärkt.

100 000 Anrufe pro Jahr

Die Arbeiten zur Umsetzung dieser Fusion wurden unter der Leitung eines Lenkungsausschusses durchgeführt. Präsidiert wurde dieser von den Vorstehern der beiden Gesundheitsämter. In erster Linie mussten die technischen Kommunikationsmittel angepasst, die Kartografie ausgeweitet, die Prozesse vereinheitlicht sowie zusätzliche Mitarbeitende eingestellt werden. Die neue Zusammenarbeit wird in einem Leistungsvertrag ratifiziert. Die Zentrale des Kantons Jura verwaltete zuvor jährlich ungefähr 7000 Anrufe an die Nummer 144, 15 000 Anrufe an den kantonalen medizinischen Bereitschaftsdienst und fast 20 000 Anrufe zu Transporten zwischen Spitälern. Alle diese Arbeiten werden nun von der Freiburger Zentrale übernommen, mit Ausnahme der internen Transporte, für die das Hôpital du Jura zuständig ist. Die Anzahl der Anrufe in Freiburg lag 2016 bei 30 000 Notrufen, 37 000 Anrufen an den medizinischen und pharmazeutischen Bereitschaftsdienst sowie 3300 Aufträgen für Transporte. Die neue Zentrale wird also fast 100 000 Anrufe pro Jahr bearbeiten müssen. Allen Mitarbeitenden der jurassischen Zentrale wurden Lösungen vorgeschlagen, um im Spital, bei der Kantonspolizei oder in einer anderen Einrichtung eine neue Anstellung zu finden.

jcg

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