Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Eine Orgel für die Liebfrauenkirche

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

«Es ist die Krönung nach zwanzig Jahren Arbeit.» Das sagt der Architekt Antoine Vianin über das Projekt einer Orgel für die Liebfrauenkirche im Freiburger Burgquartier. Zwischen 1991 und 2011 wurde die Basilika für zwölf Millionen Franken innen und aussen restauriert; für eine Orgel reichte das Geld damals allerdings nicht mehr. Das wollen der Stiftungsrat, der für die Kirche verantwortlich ist, und der Verein der Freunde der Liebfrauenbasilika jetzt ändern: Gestern haben sie den Medien ihre Pläne für eine neue Orgel vorgestellt, die sie komplett privat finanzieren wollen.

«Ambitionierter Plan»

Das 4,5 Tonnen schwere Instrument mit 2048 Pfeifen soll auf der in Richtung Murtengasse gelegenen Empore zu stehen kommen. Das Budget für das Projekt beläuft sich auf 880 000 Franken: 730 000 Franken für die Orgel und 150 000 Franken für bauliche Massnahmen. Das Geld müssten Stiftungsrat und Freundesverein selber aufbringen, da im Gegensatz zur Restaurierung einer historischen Orgel für ein neues Instrument keine Subventionen zu erwarten seien, erklärte Abbé Arnaud Evrat, Rektor der Liebfrauenbasilika. Der Finanzierungsplan sieht vor, dass Beiträge von Unternehmen und Institutionen rund 580 000 Franken decken sollen, wobei die Verantwortlichen auch auf einen Beitrag der Loterie Romande hoffen. 200 000 Franken sollen von privaten Stiftungen kommen und 100 000 Franken von Privatpersonen.

Der Plan sei ambitioniert, aber nicht unrealistisch, betonte Dominique Dreyer, Präsident der Freunde der Basilika. «Wir sind nicht unter Druck und nehmen uns die notwendige Zeit, um das Geld zu finden.» Er rechne damit, dass es etwa ein Jahr dauern werde, bis der Betrag beisammen sei. Der Aufwand lohne sich in mehrfacher Hinsicht: Die neue Orgel sei ein Instrument für Generationen; sie werde die Basilika aufwerten, und sie werde die reiche Freiburger Orgellandschaft perfekt ergänzen, da es hier bisher kein vergleichbares Instrument gebe.

Eine Elsässer Manufaktur

Bauen soll die neue Orgel die Elsässer Manufaktur Blumenroeder, die auch mit Schweizer Spezialisten zusammenarbeiten wird. Quentin Blumenroeder arbeitet nach der wiederentdeckten Technik des Elsässer Orgelbauers Jean-André Silbermann (1712–1783). Das sei mit ein Grund, warum die Wahl auf diese Manufaktur gefallen sei, erklärte Jean-Yves Haymoz, Mitglied der Orgelkommission und selber Organist. «Unsere Orgel wird den tiefen Klang der Silbermann-Orgeln haben.» Das passe sowohl zur Grösse und Akustik der Kirche als auch zu den Anforderungen der Liturgie, die in der Liebfrauenkirche viel Chorgesang aus dem 16., 17. und 18. Jahrhundert beinhalte.

Die Arbeiten an der Orgel beginnen erst, wenn die Finanzierung gesichert ist. Der Bau des Instruments wird laut Architekt Antoine Vianin rund ein Jahr dauern und zehn Personen beschäftigen. Während neun Monaten wird im Elsässer Atelier gearbeitet, während drei Monaten vor Ort in der Liebfrauenkirche.

In der Basilika sind ausserdem einige bauliche Massnahmen nötig, um den Einbau der Orgel zu ermöglichen: Es brauche Verstärkungen wegen des Gewichts der Orgel und Isolationen wegen der Sonneneinstrahlung und der damit einhergehenden Temperaturschwankungen, so Vianin.

Wer für die neue Orgel spenden möchte, kann dies ab sofort tun. Nebst herkömmlichen Spenden ist es auch möglich, Patenschaften für Orgelpfeifen zu übernehmen und den eigenen Namen in die Pfeifen eingravieren zu lassen. Infos: www.orguesnotredame.ch.

Geschichte

Die Basilika hatte schon mehrere Orgeln

Die Liebfrauenkirche aus der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts ist eine der ältesten Kirchen Freiburgs. Im Laufe der Jahrhunderte erfuhr sie viele bauliche Veränderungen und Restaurierungen. Schon um 1501 gab es gemäss der Überlieferung eine Orgel. Als die Kirche in den Jahren 1785 bis 1787 umgebaut wurde, erhielt sie eine Orgel von Joseph Anton Mooser, dem Vater des berühmten Orgelbauers Aloys Mooser. 1916 wurde das Instrument durch eine Orgel von Henri Wolf-Giusto ersetzt. Diese wurde 1948 ausgebaut, weil man gemäss der damaligen Mode auf eine neue elektronische Orgel setzte. Diese überdauerte jedoch nicht lange und musste mehrmals ersetzt werden.

cs

Mehr zum Thema