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Eine Partei im Unklaren

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Treffpunkt für die «Vorstandssitzung» der Künstlerpartei war das urige Café du Tilleul. Anwesend waren ihr Präsident Claudio Rugo, seines Zeichens Generalrat der Stadt Freiburg, Grossrats- und Staatsratskandidat. Es waren da Jessica Goodwin, Grossrats- und Staatsratskandidatin, sowie Cosimimo Tumolo und Alfredo Bridon Duvergel, beide Grossratskandidaten, und schliesslich Josiane Brügger, Patronne des Cafés und ebenfalls Vorstandsmitglied.

Die Mitglieder der neuen Partei eint eines: Sie alle scheinen sich durch die etablierte Politik nicht vertreten zu fühlen. Und sie sehen sich als Künstler. Rugo, der Gitarrist, Bridon Duvergel, der Trompeter, Goodwin, die Grafikdesignerin und Sängerin, Tumolo, der Kochkünstler und ehemalige Inhaber einer Crêpes-Bude. Über die Politik, die sie machen wollen, scheinen sich die Parteimitglieder indes nicht ganz einig zu sein. Während die Partei auf französisch Parti des artistes heisst, Partei der Künstler, trifft die deutsche Übersetzung «Künstlerpartei» das Selbstverständnis der Partei wohl besser. Jessica Goodwin sagt es so: «Wir verstehen ‹künstlerisch› eher in einem philosophischen Sinn.» Die Staatsratskandidatin mag sich nicht in ein fixes Raster zwängen lassen. So hat Goodwin, die sich selber dennoch eher rechts sieht, kein Problem damit, dass die BDP offenbar Avancen gemacht hat, die Partei unterstützen zu wollen. Durchaus in populistischer Manier: Je nachdem, von wem wir Zulauf bekommen, wird sich unser Programm schon ergeben.

 Rugo, der sich seinerseits links sieht, gibt unumwunden zu: «Wir haben uns noch keine Gedanken zum Begriff Künstler gemacht.» Er sei auf diesen Namen nur gekommen, weil er im Rahmen eines Streites mit den Stadtbehörden von einem Beamten zu hören bekommen habe. «Ach, ihr Künstler.»

Cosimimo Tumolo will sich in erster Linie von den traditionellen Parteien absetzen und für die Anliegen des kleinen Mannes einsetzen. Ein Schmusekurs mit der BDP kommt für ihn keinesfalls in Frage. Bridon Duvergel meldete sich gar nicht zu Wort.

Ein paar Ziele der Partei wurden dennoch in den Raum geworfen: Ausweitung der ausserschulischen Kulturangebote für alle Kinder im Kanton. Einsatz für die Rechte von Minderheiten, Transparenz in der Politik, Internetfreiheit. Weil alles kann und nichts muss, entschlossen sich die Parteimitglieder schliesslich, keine Empfehlungen für die kommenden eidgenössischen Abstimmungen abzugeben.

Die Grossratskandidaten: Claudio Rugo, Jessica Goodwin, Cosimimo Tumolo und Alfredo Bridon Duvergel.

 

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