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«Eine Perle unseres Kulturgutes»

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Vernissage des Freiburger Volkskalenders 2008 in Giffers

Autor: Von KARIN AEBISCHER

Zum 27. Mal redigierte der Düdinger Moritz Boschung den traditionellen Kalender. «Die diesjährige Ausgabe ist gleich wie die vom letzten Jahr, aber doch ganz anders», betonte Boschung gestern an der Vernissage in Giffers.Ruedi Vonlanthen, Gemeindepräsident von Giffers, dankte dem Redaktor für seinen unermüdlichen Einsatz und gratulierte zur gelungenen Ausgabe von 2008. «Der Freiburger Volkskalender ist eine Perle des Kulturgutes im deutschsprachigen Teil des Kantons. Was Harry Potter für die Welt bedeutet, ist der Volkskalender für Deutschfreiburg», hielt Vonlanthen fest.Der Kalender blickt voraus, etwa im Saatkalender und im Hundertjährigen Kalender für 2008. Er schaut aber im Chronikteil, der die wichtigsten Ereignisse aus dem Kanton, den Bezirken, Gemeinden und Pfarreien Deutschfreiburgs zusammenfasst, auch zurück.

Rekord an Beiträgen

Mit 24 Originalbeiträgen erreicht die 99. Ausgabe des Volkskalenders sein bisheriges Maximum. Autoren aus Deutschfreiburg wecken mit vorher unveröffentlichten Texten in den verschiedensten Themenbereichen das Interesse der Leserinnen und Leser. «Im Freiburger Volkskalender ist für jedermann etwas drin», erklärte Boschung.Vom Schmittner Arzt Robert Schwaller erfährt man, wann die letzte reinrassige Freiburger Kuh gestorben ist. Er beschäftigt sich in seiner Freizeit seit Jahren mit landwirtschaftlichen Themen. In seinem Beitrag «Wer muht auf unseren Matten?» erklärt er unter anderem, wieso die Kühe im Verlauf der Jahrtausende immer kleiner wurden und jetzt wieder wachsen.Der Physiker Bruno Vaucher aus Düdingen war viele Jahre stellvertretender Direktor des Bundesamtes für Metrologie Metas. Für den Beitrag des Kalenders setzte er sich mit dem Thema Zeitmessung auseinander. Vom ältesten Messgerät, der Schattennadel, bis zu den heutigen Atomuhren zeigt er in seinem Text den Wandel der Zeitmessung auf. «Je genauer wir die Zeit kennen, desto weniger können wir mit ihr umgehen», so Vaucher zur heutigen Lebensweise, ja nichts verpassen zu wollen.Weitere 22 Originalbeiträge berichten etwa von den ersten Jägern und Sammlern im Jauntal und auf dem Euschels, was für Instrumente die Zahnärzte im 18. Jahrhundert in Freiburg einsetzten und was zu einer richtigen «Cheessùppa» gehört.

Ab heute erhältlich

Der Kalender mit einem Umfang von 208 Seiten und einer Auflage von knapp 7000 Exemplaren ist ab heute in den Buchhandlungen, Papeterien, Kiosken, vielen Tankstellenshops, Raiffeisenbanken und Dorfläden zum Preis von 18 Franken erhältlich. «Vieles hat sich verändert, doch der Preis ist der gleiche geblieben», scherzte Moritz Boschung.

Alljährliche Autorensuche

«Es ist jedes Jahr ein Abenteuer, die Autoren für die Originalbeiträge zu finden», erklärte der Redaktor. Man müsse die Augen und Ohren jederzeit offen halten. Für die 100. Ausgabe des Kalenders, der seit 1910 ohne Unterbruch erschienen ist, konnte der Kalendermann bereits zehn Autoren mobilisieren. Die Jubiläumsausgabe soll nebst den üblichen Inhalten mit einem Rückblick auf 100 Jahre Freiburger Volkskalender und Meinungen aus der Bevölkerung aufwarten.

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