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Eine positive Bilanz trotz Rückgang

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Rund 70 000 Zuschauer haben das zweite Murtner Lichtfestival besucht. Das entspricht einem Rückgang von rund 10 000 Besuchern gegenüber der ersten Ausgabe 2016. Diese Zahlen schätzten gestern die Organisatoren vor dem letzten Festivalabend. Trotzdem zogen sie im Gespräch mit den FN eine positive Bilanz. Der Rückgang sei durch das schlechte Wetter zu Beginn erklärbar, sagte Projektleiter Simon Neuhaus. So sorgten in den ersten Tagen des Festivals Schneefälle und ein Sturm für garstige Bedingungen.

Innenräume bewährten sich

Für Simon Neuhaus haben sich vor allem die künstlerischen Neuerungen bewährt. Er erwähnt namentlich die didaktische Ausstellung zum Thema Licht im Museum sowie das Klangspektakel Universe of Sound in der deutschen Kirche. «Die Besucher konnten dadurch zwei Arteplages in geschlossenen Räumen besuchen und sich aufwärmen.» Das Festival werde sicher nicht mehr weiter wachsen, hält Neuhaus fest. «36 Arteplages waren für die Organisatoren nicht einfach zu bewältigen.» Und OK-Präsidentin Marianne Siegen­thaler ergänzt: «Mit so vielen Arteplages wird es schwierig, alles an einem Abend zu sehen.» Dadurch erhielten die einzelnen Arteplages nicht mehr die Aufmerksamkeit, die sie verdienten. Neuhaus geht deshalb davon aus, dass das nächste Lichtfestival etwas kleiner ausfallen wird.

Vereinzelt war von Besuchern zu hören, das Festival habe den Charme der ersten Ausgabe verloren. «Es mag sein, dass das Improvisierte dem ersten Festival einen besonderen Charme verliehen hat», meint Neuhaus. Dauerhaft sei die Improvisation aber kein sinnvoller Weg. «Wenn wir unsere Organisation nicht professionalisieren, könnten langfristig Besucher ausbleiben, weil zu vieles nicht richtig funktioniert.» Und OK-Mitglied Lara Risch meint: «Trotz der professionelleren Organisation bleibt der Charme des Städtchens und des Lichtes ja erhalten.»

Eine Herausforderung bleiben die Finanzen. «Wir werden sicher ein Defizit haben», stellt Neuhaus fest. Für genaue Zahlen sei es aber noch zu früh. Vor dem Festival hatten die Organisatoren bei Einnahmen von knapp 580 000 Franken noch einen Gewinn von 26 000 Franken budgetiert. Der Verkauf von Souvenirs, die Eintritte für das Universe of Sound, der Verkauf von VIP-Packages und der Beitrag der Gastronomen hätten zwar wertvolle Einnahmen eingebracht. «Wir müssen uns aber neue Lösungen überlegen», sagt Neuhaus. Die Organisatoren würden gerne auf Eintritte verzichten. «Garantieren können wir das aber zum jetzigen Zeitpunkt nicht.»

Das nächste Lichtfestival werde ähnlich aussehen wie dieses Jahr. Didaktische Ausstellungen sollen ebenso zum Festivals gehören wie die Verbindung von Musik und Licht.

Kaum Verkehrsprobleme

Eine positive Bilanz des Festivals zieht auch Bruno Bandi, Stadtschreiber von Murten. «Das Verkehrskonzept hat viel besser funktioniert als im vergangenen Jahr.» 2016 seien vor allem an den Wochenenden grössere Verkehrsprobleme entstanden. Dieses Jahr hat der Shuttlebus die Strassen entlastet. Die zusätzlich eingerichteten Parkfelder seien gut benutzt worden.

Medizinisch habe das Festival keine grösseren Ereignisse verzeichnet. «Wir hatten einige Vorfälle, die rasch und gut versorgt werden konnten.» Trotz der Menschenmassen habe es keine ernsthaften Auseinandersetzungen gegeben. «Die Besucher des Lichtfestivals sind ein friedfertiges Volk.»

Zahlen und Fakten

6000 Laternen auf dem See ausgesetzt

An den zwölf Festivaltagen strömten rund 70 000 Menschen in die Altstadt und an das Seeufer. Die Organisatoren hatten sich zwischen 50 000 und 100 000 Menschen zum Ziel gesetzt. Spitzentage waren wie erwartet die beiden Samstage mit 12 000 beziehungsweise 15 000 Besuchern. Für die 38 Aufführungen des Klangspektakels Universe of Sounds verkauften die Organisatoren rund 8000 Eintritte. Zudem wurden 6000 Laternen auf dem Murtensee ausgesetzt.

sos

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