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Eine Reise in die Zeit der Helvetier

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«Innerhalb von drei Jahren haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter drei Stockwerke des Gebäudes nach und nach umgestaltet», sagte Direktor Denis Genequand, als er diese Woche Medienvertreter durch das Römermusem Avenches führte. Der Umbau hatte unter seiner Vorgängerin Marie-France Meylan-Krause begonnen. Der zweite Stock des Museums war bereits im September vergangenen Jahres von ihr eröffnet worden. Er zeigt die historische Stadt Aventicum als ein politisches, religiöses und wirtschaftliches Machtzentrum.

«Sehr, sehr selten entdeckt»

In dieser Woche wurde das dritte Stockwerk für Besucher geöffnet. Damit sind die Arbeiten für die neue Dauerausstellung abgeschlossen. Die dritte Etage stellt die Bevölkerung der Stadt Aventicum von der keltischen Zeit bis in die Spätantike in den Mittelpunkt. Die Exponate geben einen Einblick in das Leben der reichen Elite, der einfachen Bevölkerung und der Kinder. Von der Elite sind unter anderem ein Kalkstein-Porträt eines Kopfes, eine Amphore für Datteln, die selten und exotisch waren, und eine Inschrift in einer Marmorplatte zu sehen.

Die Relikte der einfachen Bevölkerung, die das Römermuseum Avenches ausstellt, seien sehr selten in Museen zu finden, sagte die Konservatorin Sophie Bärtschi. Dazu gehört ein Holzkästchen, von dem nur noch die Metallbeschläge und der Inhalt erhalten sind: Knochenreste und Werkzeuge wie eine Säge und eine Zange. Es handle sich um das Grab eines Zimmermanns, erklärte Bärtschi. Die ausgestellte Holzsandale und die genagelten Ledersohlen seien organische Gegenstände, und solche «werden nur sehr, sehr selten entdeckt».

Die Dauerausstellung umfasse 120 Objekte, so die Konservatorin. «Wir haben die wichtigsten und die aussergewöhnlichsten Gegenstände ausgewählt.» Die gesamte Sammlung des Museums zähle 200 000 Objekte. Aus Platzgründen könne nur ein winziger Teil ausgestellt werden.

Informationen zu den Exponaten gibt es in einer handlichen Broschüre aus Papier und auf festinstallierten Tablets. So können sich die Besucherinnen und Besucher auf Deutsch, Französisch und Englisch über die Exponate informieren und auch dazu passende Fotos oder kurze Videos anschauen.

Bereits seit einem Jahr zu sehen – und immer noch das moderne Highlight der Dauerausstellung – ist das massstabgetreue Landschaftsmodell von Avenches und Umgebung. Da­rauf wird der Siedlungsplan der früheren Stadt Aventicum projiziert. Die Museumsbesucher sehen, wie die Stadt im Laufe der Zeit wächst. Parallel dazu läuft auf einem Bildschirm ein Trickfilm, der zeigt, wie die Gebäude aussahen und wie die Bewohner lebten.

Der erste Stock ist neu für Wechselausstellungen reserviert (siehe Kasten). Nicht verändert wurde das Erdgeschoss, wo sehr schwere Exponate aus Stein stehen.

An der neuen Gestaltung der Dauerausstellung hätten rund 30 Personen mitgewirkt, sagte Bärtschi. Dass das Museum während der Umbauarbeiten geöffnet blieb, sei eine grosse Herausforderung für das Team gewesen.

Infos: www.aventicum.org

Wechselausstellung

Museum zeigt Originalauszüge der Comicserie Alix

Die erste Wechselausstellung im neu gestalteten ersten Stockwerk des Römermuseums Avenches befasst sich mit der Comicserie Alix. Der gleichnamige Held der Serie lebt zur Zeit von Julius Cäsar. Alix ist ein junger Sklave gallischer Herkunft, der zum Adoptivsohn eines reichen Römers wird und verschiedene Abenteuer erlebt.

Im 38. Band «Les Helvètes», der Ende November erscheint, reist Alix von Italien in das Gebiet der heutigen Schweiz. Marc Jailloux und Mathieu Bréda haben diese Geschichte entworfen und gezeichnet. Die Wechselausstellung in Avenches zeigt bis Mitte März mehrere Originalauszüge aus dem neuen Comic. Die Serie erfunden hat 1948 der Zeichner Jacques Martin.

Zudem sind Auszüge eines zweiten dokumentarischen Comics, «L’Helvétie», zu sehen. Dieses thematisiert die Geschichte Helvetiens. Gestaltet wurde dieses Comic vom Archäologen Christophe Goumand und dem Zeichner Marco Venanzi.

jmw

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