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Eine russische Meisterpianistin

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Autor: Hubert Reidy

Freiburg Das zweite Klavierkonzert von Pjotr Iljitsch Tschaikowski steht im Schatten des populären ersten Konzertes. Zwar birgt es melodiöses Themenmaterial, zahlreiche überzeugende Episoden, doch die Einzelheiten verschmelzen kaum zu einem überzeugenden Ganzen.

Die langen beiden ersten Sätze sind in ihrer Anlage durchaus originell. Im ersten Satz verbinden drei ausgedehnte Klavier-Kadenzen die Gliederungspunkte eines Sonatenhauptsatzes. Und der zweite Satz trägt den Charakter eines Tripelkonzerts: Der Konzertmeister und der Solocellist werden zu gleichberechtigten Partnern der Pianistin.

Elisabeth Leonskaya spielte die lyrischen Stellen mit warmem, differenziertem Anschlag, sehr musikalisch. Das effektvolle, manchmal etwas «leere», überaus virtuose Passagenwerk meisterte die russische Pianistin meist souverän, billige Effekte meidend.

Schuberts Welt

In eine ganz andere Welt wurde das Publikum beim Hören der Grossen C-dur-Sinfonie von Franz Schubert (D 944) versetzt. Robert Schumann hat die Sinfonie 1839 bei Ferdinand Schubert, einem Bruder Franz Schuberts, entdeckt und war sofort fasziniert.

Das Berner Sinfonieorchester unter Günther Herbig hat viele Aspekte der Sinfonie gültig dargestellt: kontrapunktische Durchsichtigkeit, sensible Klangbalance, Wärme, Steigerungen, die sich allmählich entwickeln, ein eher schlanker Orchesterklang, eine meist natürliche Darstellung.

Im ersten Satz vielleicht etwas wenig Mysterium, die «Mendelssohnschen», wiederholten Holzbläserakkorde nicht immer ganz präzise, die Spannung nicht bis zum Schluss durchgehalten.

Der zweite Satz hingegen wird klangschön musiziert, die Übergänge werden sachte retardiert, der Höhepunkt ins dreifache Forte geschickt vorbereitet, die Spannung zum nachfolgenden Pianissimo glückt allerdings nicht vollends.

Überzeugende Leistung

Fast keine Abstriche im dritten und vierten Satz: Das Scherzo fliesst tänzerisch, äusserst natürlich. Der Finalsatz schliesslich schwungvoll, leichtfüssig, der Klang durchsichtig – eine überzeugende Leistung des Orchesters und des Dirigenten.

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