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Eine Saison mit Hochs und Tiefs

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Den Sprung ins Schweizer A-Kader–hinter dem Nationalteam die zweithöchste Stufe von Swiss Freeski–hatte Nando Lehmann im letzten Jahr knapp verpasst. So startete der 19-jährige Oberschroter zwar als Mitglied des drittklassigen Challenger-Teams in die Saison, der Verband hatte ihm allerdings erlaubt, heuer mit dem Schweizer Nationalteam mitzutrainieren. «Davon habe ich viel profitiert», sagt Nando Lehmann rückblickend. «Bereits im Sommertraining konnte ich einige neue Tricks lernen.» Die Voraussetzungen waren ideal, damit Lehmann sein grosses Ziel, den Sprung ins A-Kader, hätte erreichen können–geklappt hat es am Ende aber doch nicht. Gestern hat Nando Lehmann die offizielle Bestätigung erhalten: Er bleibt ein weiteres Jahr im Challenger-Team von Swiss Freeski. «Ich habe es erwartet. Meine Leistungen waren zu wenig konstant, um mich ernsthaft aufzudrängen.»

Wetterkapriolen und eine Verletzung

Nach viel Grundlagentraining (Kraft, Beweglichkeit, Trampolin, Slackline) ging es für Nando Lehmann im Juni in der Indoor-Skihalle in Hamburg mit dem Schneetraining los. Ab Juli konnte er seine Tricks und Sprünge auf dem Gletscher von Saas-Fee trainieren, ehe er im August zusammen mit dem Team Swiss Freeski für zwei Wochen an die Winter Games (Weltcup im Slopestyle) nach Neuseeland reiste. In Wanaka holte Lehmann trotz einem kleinen Fehler–er musste bei der Landung mit der Hand in den Schnee greifen–als 28. seine ersten Weltcup-Punkte der Saison. Auch beim Sommer-Pro-Freestyle-Event in Den Haag wusste der Sensler zu überzeugen und qualifizierte sich für den Final der besten Zehn. Den Finaldurchgang erreichte Lehmann auch im Oktober am Swiss Freeski Open Glacier 3000. Dort gelang ihm mit Rang 13 zwar nicht die erhoffte Steigerung, dennoch durfte er vertrauensvoll nach vorne schauen. Seine Zuversicht wuchs nach weiteren sehr intensiven Trainingswochen in Saas-Fee, in Österreich und in Laax weiter.

 «Im Dezember fing allerdings das grosse Desaster an», blickt Nando Lehmann zurück. «Entweder konnten die Wettkämpfe wegen mangelndem Schnee gar nicht durchgeführt werden, oder aber das Wetter machte mir jeweils einen Strich durch die Rechnung.»

Beim SFR-Tourstopp im französischen Vars sprang der Sensler in der Qualifikation des Slopestyle-Contests auf Rang neun. Am Finaltag lief es ihm allerdings weniger gut. «Als ich an der Reihe war, zogen Wolken auf und es fing stark an zu winden. Die Bedingungen waren sehr schwierig, viele Fahrer sind gestürzt, auch ich.» So resultierte am Ende nur der 13. Rang für den Freiburger.

 Eine Enttäuschung gab es für Lehmann auch beim Weltcup-Event im südkoreanischen Pyeong Cheong. Im Bokwang Phoenix Park, in dem 2018 die olympischen Wettkämpfe im Freestyle-Skiing stattfinden werden, musste er sich mit Rang 33 zufriedengeben.

Versöhnlicher Saisonabschluss

 Einen Aufsteller gab es für den Sensler beim European Open in Laax. 120 Riders–alles, was im Freeski Rang und Namen hat–ging in Graubünden an den Start. Lehmann zeigte einen starken Qualifikationsrun (83.33 Punkte) und zog als Dritter seiner Gruppe in den Halbfinal der besten 20 ein. Dort gelang ihm–bei besten äusseren Bedingungen–erneut ein guter Lauf, angesichts der übermächtigen Konkurrenz reichte es dennoch nicht für den Final der Top 10.

Nach dem Lichtblick in Laax folgte in Andorra allerdings bereits der nächste Rückschlag. «Bei einem üblen Sturz im Training zog ich mir eine Verletzung an der Hüfte zu. Sie war vom Aufprall dermassen verschlagen und lädiert, dass ich nicht zum Wettkampf antreten konnte.»

Nach einer Woche Pause und intensiver Physiotherapie schaffte es Nando Lehmann rechtzeitig für die Schweizer Meisterschaften zurück auf die Skier. In Silvaplana sorgte er am vergangenen Wochenende für einen versöhnlichen Saisonabschluss, indem er im Slopestyle hinter Jonas Hunziker, Colin Wili und Luca Schuler Vierter wurde. Am Ende fehlten Lehmann 1.7 Punkte zum Sprung auf das Podest. «Mit der zweiten Saisonhälfte bin ich zufrieden, von der ersten habe ich mir mehr erhofft», zieht Nando Lehmann Bilanz. Und mit einem Lachen fügt er an: «Ich bin wohl zu sehr Schönwetterfahrer.»

Ein erneuter Anlauf

Dass er den Sprung ins A- Kader von Swiss Freeski nicht geschafft hat, wurmt ihn «ein bisschen». Nächste Saison will Lehmann aber einen neuen Anlauf nehmen, um möglichst viele FIS- und AFP-Punkte zu sammeln. Sie sind im weiteren Verlauf seiner Karriere dafür entscheidend, ob der Sprung in ein höheres Kader gelingt.

 «Nando hat die besten Voraussetzungen, um nächstes Jahr den Sprung ins A-Team oder ins Nationalteam zu schaffen», sagt Freeski- Cheftrainer Misra Noto. «Er ist sehr motiviert und hat dieses Jahr einen riesigen Schritt nach vorne gemacht. Bei den Sprüngen hat er inzwischen das Niveau erreicht, das es braucht, um an den Weltcuprennen mithalten zu können. An den Rails muss er aber noch mehr Gas geben.»

Gas geben im Sport und zugleich die Ausbildung absolvieren–für Nando Lehmann ein schwieriger Spagat. «Mein Onkel, bei dem ich die Lehre mache, ist sehr verständnisvoll, wenn ich wegen Trainings oder Wettkämpfen nicht zur Arbeit erscheine», sagt der 19-Jährige, der im dritten Lehrjahr als Spengler steht. «In der Schule habe ich dieses Jahr aber sehr oft gefehlt. Eigentlich hätte ich im Sommer die Lehrabschlussprüfung machen sollen. Es macht aber wenig Sinn, wenn ich da antrete. Das Problem ist, dass es nächstes Jahr kaum besser wird. Ich werde wieder viel unterwegs sein. Deshalb bin ich am Überlegen, die Lehre für ein weiteres Jahr zu unterbrechen.»

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