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Eine Schafscheid wie aus dem Bilderbuch

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Stahlblauer Himmel, gestochen scharfe Berge, spätsommerliche Temperaturen: Die Jauner hatten dieses Jahr in der Wetterlotterie einen klaren Glückstreffer gelandet. Denn es kann auch anders sein. «Es ist wohl das erste Mal, dass ich hier morgens im T-Shirt an die Schafscheid kommen kann», meinte eine Jaunerin und erinnerte an verregnete oder sogar verschneite Schafscheide.

Schafe wieder im Dorf

Morgens um neun strömten die Besuchermassen bereits durch das 600-Seelen-Dorf. Es war an der Zeit, einen guten Platz auf dem Trottoir zu ergattern, denn das Eintreffen der ersten Schafherde stand unmittelbar bevor. Dicht aneinandergedrängt zogen die Schafe vom Schafberg durch die Jauner Gassen. Angeführt und begleitet wurden sie von ihren Hirten, einer Menge Helfer und ein paar Kindern: allesamt in karierten Hemden, stolz und glücklich.

Nach einer Runde durch das Dorf pferchten die Hirten ihre Schafe in geräumige Gehege neben der Bäckerei ein.

Bis anhin wurde der geschäftliche Teil der Schafscheid unten beim Ferienheim Höfli abgehalten. «Die Lastwagen hatten aber Mühe mit der Zufahrt», erklärte Tourismusleiter Jean-Marie Buchs. Dank der verbreiterten Dorfdurchfahrt konnte man die sympathischen Vierbeiner nun wieder oben im Dorf auf einer Strassenhälfte unterbringen. «So sind sie auch näher bei den Leuten», freute sich Buchs. Den Besucherandrang am Morgen der Schafscheid schätzte der Tourismusleiter als rekordverdächtig ein. «Das Wetter wird die ganze Woche gut sein. Die Leute konnten im Voraus planen, was gut für unsere Besucherzahlen ist», meinte Buchs und schätzte den Andrang auf 2500 bis 3000 Personen.

Nebst der grossen Herde vom Schafberg kamen auch noch zwei andere Herden ins Tal, so dass insgesamt rund 540 Tiere da waren. «Die Ziegenherde ist dieses Jahr leider nicht dabei», bedauerte Jean-Marie Buchs. «Wegen der Trockenheit musste der Bauer seine Tiere dieses Jahr schon früher ins Tal bringen.»

Schafscheid ist Zahltag

Die Schafscheid ist nicht nur das unumgängliche Rendez-vous für Heimweh-Jauner, Touristen und Landwirtschaftsliebhaber; sie ist auch der Zahltag für Schafhüter und Züchter. Die Garage der Bäckerei Buchs wurde für die Schafscheid kurzerhand in einen Kleinviehmarkt umfunktioniert. Wiegen, schätzen, bieten und zahlen: In schnellem Takt wechselten hier die Schafe ihren Besitzer. Alle hatten viel zu tun in dieser Welt, in der Fleischexperten und Viehhändler den Ton angeben.

«Ich habe meine paar Schafe an drei verschiedene Käufer verkauft», erklärte Daniel Mooser und zeigte seine Verkaufsquittungen. Seine zwei Lämmer brachten ihm etwas mehr als 5  Franken pro Kilogramm ein. Ein Preis, der in Vorjahren auch schon besser war. In diesem Jahr wurde der Richtpreis eines mittelfleischigen Schafes der höchsten Klasse bei 5.55 Franken je Kilogramm angesetzt. In der tiefsten Klasse (T1) lag der Richtpreis bei 2.25 Franken.

«Ich habe meine paar Schafe an drei verschiedene Käufer verkauft.»

Daniel Mooser

Schafhirt

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