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Eine Schale mit Steinen und Sternen

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Am Anfang des Gottesdienstes war die Schale leer, am Ende war sie voll. Mitglieder des Synodalrats (der Exekutive der evangelisch-reformierten Kantonalkirche) füllten sie mit verschiedenen Dingen–etwa mit Wasser. «Wasser verbindet uns mit Gott und untereinander», sagte Synodalratspräsident Pierre-Philippe Blaser. Murmeln wurden als Symbol für die Vielfalt der Menschen reingelegt, ein Stein als Symbol des Vertrauens, ein Stern für eine bessere Welt, eine Blume für die Liebe. Und ein buntes Tuch als Symbol für einen Regenbogen, der einen über die eigene Gemeinde herausschauen lasse.

Seine Gaben einsetzen

Gestern wurden in der Deutschen Kirche Murten die Kirchgemeinderäte der 16 reformierten Kirchgemeinden des Kantons Freiburg am Inpflichtnahmegottesdienst für die Legislatur 2013 bis 2017 vereidigt. Pfarrer Andreas Hess rief die Anwesenden dazu auf, sich bewusst zu werden, was man gut könne. Es sei schwieriger, seine Fehler zu benennen als seine Talente aufzuzählen. «Aber von diesen Gaben leben wir.» Dass alle Menschen so unterschiedlich seien, sei eine Chance, sagte Pierre-Philippe Blaser. «Wir können unsere Fähigkeiten für die anderen einsetzen.»

«Leute haben keine Zeit»

Der gestrige Gottesdienst ist der symbolische Startschuss für die Amtsausführung in den nächsten vier Jahren. Noch sind nicht alle Kirchgemeinderäte vollständig besetzt (siehe Kasten). In der Kirchgemeinde Murten wurden bis anhin sieben Sitze besetzt, zwei sind noch vakant. Man sei weiterhin auf der Suche, sagte die Murtner Kirchgemeindepräsidentin Franziska Wirz vor dem Gottesdienst. Eigentlich sollten im Kirchgemeinderat die Sitze in einem geografischen Verhältnis verteilt werden. Aber weil man laut Wirz bis jetzt niemanden von den kleineren Dörfern rund um Murten gefunden habe, sei man froh um jeden Interessierten. «Ein Amt bringt Verpflichtungen wie Sitzungen mit sich, und dafür haben viele keine Zeit mehr», sagte sie. Sie sei aber zuversichtlich, doch noch gute Leute zu finden.

Auch Synodalratspräsident Pierre-Philippe Blaser sagte vor dem Gottesdienst, dass sich eigentlich genügend Personen als Kirchgemeinderäte engagieren wollten, aber dass es teilweise am zeitlichen Aufwand scheitere. Die Arbeit sei aber auch heute noch wichtig, meinte Blaser. «Die reformierte Kirchgemeinde ist im Kanton Freiburg in einer Wachstumsphase.» Das Personal und die Strukturen seien deshalb einem steten Wandel unterworfen.

Reformierte Zuwanderer

Blaser glaubt, dass die reformierten Zuwanderer, die dieses Wachstum verantworten, aktive Kirchenmitglieder sind. «Im katholischen Umfeld des Kantons Freiburg werden sie sich ihrer Religion noch mehr bewusst.»

Zahlen und Fakten

Die Frauen sind leicht in der Überzahl

Die evangelisch-reformierte Kirche des Kantons Freiburg ist in 16 Kirchgemeinden aufgeteilt–zehn Kirchgemeinden sind deutschsprachig, sechs französischsprachig. Insgesamt amten in diesen 16 Kirchgemeinden 99 Kirchgemeinderäte. Bis zur gestrigen Inpflichtnahme in der Deutschen Kirche Murten konnten 95 Räte gewählt werden. Das Geschlechterverhältnis der Gewählten ist fast ausgeglichen: 52 Frauen und 43 Männer sitzen in den Räten. Vier Sitze sind noch nicht besetzt: Zwei in der Kirchgemeinde Murten, einer in Môtier und einer in La Glâne/ Romont. Der Kirchgemeinderat besteht normalerweise aus sieben Mitgliedern, darunter auch die gewählten Pfarrerinnen und Pfarrer. Laut Kirchenordnung kann im Reglement die Zahl der Kirchgemeinderatsmitglieder zwischen 5 und 15 festgelegt werden. Freiburg und Murten sind mit je neun Räten die beiden grössten Kirchgemeinden des Kantons.hs

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