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«Eine schicke Baracke»

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«Eine schicke Baracke»

Erstes Minergie-Haus von Jeuss wurde zertifiziert

Wie in anderen Gemeinden auch, spriessen derzeit in Jeuss die Häuser wie Pilze aus dem Boden. Eines, das bald fertiggestellt ist, ist ein so genanntes Minergie-Haus. Es ist das erste dieser Art in Jeuss. Am vergangenen Freitag wurde es mit einem Zertifikat ausgezeichnet.

Von CORINNE AEBERHARD

Als Annelis Steffen sich entschied, ein Haus zu bauen, wollte sie nicht unbedingt ein Minergie-Haus, sondern «eine schicke Baracke». So lautete ihr Wunsch, den sie gegenüber dem Architekten Hans Rudolf Bader äusserte. Das Haus soll für sie eine schützende Hülle sein, die sie unter anderem auch vor Lärm abschirmt. Hinzu kam der ethische Gedanke. Ein verantwortungsvoller Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen liegt ihr am Herzen und sie fühle sich verantwortlich, etwas dafür zu tun. So kamen Bauherrin und Architekt bald überein, dass ein Minergie-Haus etwas für sie sein könnte. Beraten wurden sie dabei vom Energiebüro Grossenbacher in Murten.

Eine Atmosphäre wie
in einem Loft

Innert Kürze wird das Haus am Gässli 33 in Jeuss fertiggestellt sein. Auffallend am schlichten Haus mit der Holzverkleidung sind die vielen grossen Fenster. Der offene Raum im Erdgeschoss vermittelt so etwas wie Loft-Atmosphäre.

Das Herzstück des Hauses ist der Specksteinofen im Erdgeschoss. Gemäss den Bauleuten ist er eine «moderne Version des guten alten Kachelofens aus Grossmutters Zeiten». So funktioniere er auch vom Prinzip her ähnlich wie dieser. Er dient als Vollheizung für das ganze Haus; Radiatoren gibt es keine. Die warme Luft steigt und verteilt sich mit Hilfe der Druckverhältnisse und der Komfortlüftungsanlage im ganzen Gebäude.

Heisser Sommer könnte
Minergie fördern

Das Ganze hat seinen Preis. Das Minergie-Haus in Jeuss kostet rund 15 Prozent mehr als ein herkömmliches. Der tiefere Energieverbrauch (zwei Drittel weniger als bei einem normalen Haus) sowie der Wohnkomfort kompensieren das dann allerdings wieder. Sowohl im Winter wie im Sommer herrsche in den Minergiehäusern eine angenehme Temperatur.

Franz Beyeler von der Minergie-Agentur Bern ist überzeugt, dass gerade nach dem vergangenen heissen Sommer künftig Häuser vermehrt nach Minergie-Richtlinien saniert werden. «Niemand konnte mehr richtig arbeiten, weil es zu heiss war.» Mit einer viel dickeren Isolationsschicht könne man dem abhelfen.

Noch nie etwas davon gehört

Bis zum Zeitpunkt, als Annelis Steffen sich entschied, in Jeuss zu bauen, hatte Gemeindepräsident Ueli Minder noch nie etwas von Minergie-Häusern gehört, wie er anlässlich der Zertifikats-Übergabe sagte. Mittlerweile habe er aber einiges darüber gelesen. Man sei zuerst nicht sehr erfreut gewesen, weil das Haus eine bestimmte Lage haben musste. Aber schliesslich habe man sich gefunden und man gewöhne sich bekanntlich ja an vieles, meinte er.

Dabei nutzte er auch gleich die Gelegenheit, um die neue Einwohnerin in Jeuss willkommen zu heissen. Nebst dem Behördenvertreter und den Bauleuten waren auch die unmittelbaren Nachbarn zur Zertifikatsübergabe erschienen.

Gesamtschweizerisch wurde das Zertifikat bis jetzt 2500 Mal vergeben; im Kanton Freiburg sind es um die 70.

Tag der offenen Tür: Am Freitag, 3. Oktober (16-19 Uhr), sowie am Samstag, 4. Oktober (11-16 Uhr), kann man das Minergie-Haus am Gässli 33 in Jeuss besichtigen.

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