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«Eine Schlange ist weder böse noch schlau»

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Vorsichtig, aber ohne Angst, sogar mit einer gewissen Zärtlichkeit, hält Chris­tophe Rotzetter die 2,5 Meter lange Schlange Bartek in den Händen, eine Boa constrictor. Die Kinder weichen unwillkürlich zurück angesichts des eindrücklichen Tieres. Viele lassen es aber nach einer Weile kichernd zu, dass sich die Schlange auf ihre Schultern legt. Der Schlangenliebhaber hält in seiner Wohnung in Givisiez 32 Schlangen. Er war immer schon begeistert von diesen Reptilien und hält sie seit fast 20 Jahren. Als Gymnasiallehrer führt er sie immer mal wieder seinen Schülern vor, um ihnen so die Angst vor Schlangen zu nehmen.

Symbolik und Realität trennen

Als praktizierender und engagierter Katholik bedauert er, dass die Schlange in der jüdisch-christlichen Tradition in einem schlechten Licht dasteht. «Natürlich ist die Schlange in dieser Tradition ein Symbol für das Böse. Aber Christen sollen zwischen Symbolik und Realität unterscheiden.» In vielen Traditionen spiele die Schlange eine positive Rolle, etwa als Symbol für Weisheit oder Fruchtbarkeit. Die negative Konnotation, die man ihr im Westen zuschreibe, sei somit nicht allgemeingültig. Rotzetter betont, dass Schlangen diese Vorurteile nicht verdienten. Deshalb hebt er bei seinen Präsentationen ihre Schönheit und ihre faszinierende Wildheit hervor. Für den Freiburger liegt es an der kriechenden Fortbewegung des Tieres, das sich also nah an der Erde und weit weg vom Himmel bewegt, dass es zum Gegenpol des Göttlichen wurde. Auch die Tatsache, dass die Schlange ihre Augen nicht schliessen und dass ihr Biss giftig sein kann, hätten das schlechte Image befördert.

Rotzetter glaubt, dass die Angst vor Schlangen bei vielen Menschen unbewusst von diesem biblischen Bild herrühre. Er bemüht sich daher zu zeigen, dass das reale Tier ganz anders ist, als die Heiligen Schriften es beschreiben. «Die Menschen projizieren ihre Vorstellungen des Bösen und des Leidens auf die Schlange.»

Ihr Verhalten werde durch Konditionierung und externe Reize gesteuert. Von Schlauheit oder Bösartigkeit könne keine Rede sein, denn diese Eigenschaften müssten an ein höher entwickeltes Bewusstsein gebunden sein. Eine Schlange reagiere nur dann aggressiv auf einen Menschen, wenn sie sich bedroht fühle oder wenn sie irrtümlicherweise meine, eine Beute vor sich zu haben. Sie beisse nur im Notfall. Gift zu verspritzen bedeute einen hohen Energieverlust für das Tier, so dass seine Überlebenschancen kleiner würden.

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