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Eine Schlüsselfigur der venezianischen Glaskunst

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«Diese Ausstellung ist eine einmalige Chance für uns», sagt Direktor Stefan Trümpler über die aktuelle Sonderausstellung des Vitromusée. Die Schau rund um ­Paolo Venini (1895–1959) und seine Glasmanufaktur auf der Insel Murano bei Venedig ist eine Zusammenarbeit mit Le Stanze del Vetro in Venedig. Das Zentrum für Glaskunst, das von der Schweizer Pentagram-Stiftung und der italienischen Cini Foundation getragen wird, hat 2016 eine grosse Ausstellung über Paolo Venini gezeigt. Ein Teil davon, eine Auswahl von rund 100 Objekten, ist jetzt in Romont zu sehen. «Alle diese Objekte stammen aus einer einzigartigen, privaten Sammlung, zu der man sonst kaum Zugang hat», sagt Konservatorin Elisa Ambrosio.

Paolo Venini gilt als Schlüsselfigur der venezianischen Glaskunst nach dem Ersten Weltkrieg. Die jahrhundertealte Glasmachertradition der Insel Murano erlebte damals eine Erneuerung, für die ab 1921 die Glasmanufaktur Cappellin Venini & C. wegweisend war. Gegründet hatten diese der Anwalt Paolo Venini und der Antiquitätenhändler Giacomo Cappellin. Nach wenigen Jahren trennten sich die beiden, und Veninis Manufaktur hiess ab 1929 schlicht Venini &  C. Interessant an Venini sei, dass er gleichzeitig Gründer, Leiter und schöpferischer Kopf gewesen sei, sagt Konservatorin Astrid Kaiser. «Er achtete sehr auf die Kreativität und auf die Technik.» Die vielseitige Rolle Veninis illustrieren in der Ausstellung vier Originalzeichnungen aus seiner Hand mit Entwürfen für sogenannte Zanfirici-Objekte. Die Zeichnungen zeigen, was der Firmengründer seinen Glasmeistern vorgab und wie viel Freiraum diesen trotzdem noch blieb.

Die Ausstellung präsentiert die Glasobjekte nach Techniken geordnet und gibt so einen Einblick in verschiedene traditionelle Herstellungsverfahren. Da sind etwa die Zanfirici, die aus langen Glasfäden entstehen, die Murrine mit ihren geometrischen Formen, deren Ursprünge über 4000 Jahre zurückreichen, oder die ­Diamante mit ihrem charakteristischen Flechtmuster und dem aussergewöhnlichen Glanz. «Die Objekte zeigen, wie Venini Tradition und Innovation vereinte», so Astrid Kaiser.

cs

Vitromusée, Romont. Bis 11. November. Di. bis So. 10 bis 13 und 14 bis 18 Uhr.

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