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Eine Schweizer Bank, ein neuer Gleiter und angriffige Rivalen

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Auch wenn zwei der drei Rennen dem Schnee zum Opfer gefallen sind und nur eine Abfahrt stattfand, hat der Speed-Auftakt in Lake Louise einige Aufschlüsse und Bestätigungen geliefert. Beat Feuz bleibt die Schweizer Erfolgsgarantie, Marco Odermatt hat ein neues Tool im Werkzeugkasten, die Österreicher präsentieren sich in starker Verfassung. Nachfolgend eine Zusammenstellung in fünf Punkten.

Die Schweizer Erfolgsgarantie

Im Frühling keimten zwischenzeitlich ein paar Unsicherheiten. Die Saison war beendet, der Körper schon einige Wochen ausser Wettkampfbetrieb, da passierte bei Materialtests, was Beat Feuz seit Langem nicht mehr passiert ist: Der 34-Jährige mit dem elfmal operierten Knie spürte im Training den Moment nicht, wann er sich seinem Körper zuliebe zurücknehmen muss. Er unterschätzte bei Tests in St. Moritz die Wirkung der harten Piste auf das sensible Knie, dessen feinste Signale er eigentlich längst zu deuten gelernt hat, dessen schützende Muskulatur aber nicht mehr im Belastungsmodus war. Die Folge: ein Monat Schonzeit, respektive alternatives Training.

Dumm sei das von ihm gewesen und er sei dadurch in der Vorbereitung ein bisschen in Verzug geraten, sagte Feuz. Wenige Monate später baute er im ersten Speedrennen des Winters seine Podest-Serie in der Abfahrt mit einem 3. Platz auf fünf Rennen aus. Fazit: Beat Feuz bleibt die Schweizer Erfolgsgarantie im Schweizer Speedteam. Und das ist gut so. Die Mannschaft ist an der Spitze relativ dünn aufgestellt, in Lake Louise aufgrund der Abwesenheit von Urs Kryenbühl, Mauro Caviezel und Carlo Janka umso mehr. Doch auf den Schweizer Kugelblitz ist Verlass.

Der Neo-Gleiter

2015/16 schnupperte Marco Odermatt ein erstes Mal Weltcup-Luft. In der Saison darauf holte er die ersten Punkte. 2018 fuhr er – nach seinem Vierfachtriumph an der Junioren-WM – zum ersten Mal in die Top 15, und das in drei von drei Rennen am Weltcup-Finale in Are. 2018/19 realisierte er die ersten Podestplätze im Riesenslalom, im Dezember 2019 folgte der erste Sieg im Super-G, 2020/21 schliesslich der 2. Platz im Gesamtweltcup.

“Schritt für Schritt” nennt es der 24-jährige Nidwaldner. Was bringt also 2021/22? Natürlich den nächsten Schritt, jenen in der Abfahrt. Der Anschluss zur Spitze in der schnellsten Disziplin ist das benötigte Puzzleteil auf dem Weg zum Gewinn des Gesamtweltcups. Die erste Abfahrt zeigt, dass sich Odermatts Steigerungslauf wie geplant fortsetzt.

Nach den Plätzen 12, 10, 8 und 5 bei seinen letzten vier Starts im vergangenen Winter fuhr Odermatt in Kanada auf Platz 4. Und das auf einer Strecke, auf der Gleiterfähigkeiten gefragt sind, die hohe Kunst, den Ski laufen zu lassen. “Klar, Beaver Creek sollte mir theoretisch besser liegen”, meinte Odermatt, dem fünf Hundertstel zum Podest und vier Zehntel zum Sieg fehlten. Und: “Eine halbe Sekunde hätte ich schneller sein können.” Wenn das keine glänzenden Aussichten sind.

Das österreichische Imperium

Zweimal hat die Schweiz nach der drei Jahrzehnte währenden österreichischen Dominanz zuletzt die Nationenwertung gewonnen. Nun scheint das ÖSV-Imperium gerüstet für den Gegenschlag. Zwar führt Odermatt den Gesamtweltcup nach erst drei Stationen mit 150 Punkten an, dennoch überzeugten Österreichs Männer vollauf. Im fragwürdigen Parallelrennen in Lech/Zürs (Hirschbühl/Raschner) und in der Abfahrt in Lake Louise (Kriechmayr/Mayer) feierten sie Doppelsiege, im Riesenslalom in Sölden wurde Roland Leitinger hinter Odermatt Zweiter.

Dass die Saison für Leitinger aufgrund eines Kreuzbandrisses bereits beendet ist und auch Slalom-Kugelverteidiger Marco Schwarz einige Wochen ausfällt, schwächt die Österreicher. Und doch scheinen die ÖSV-Männer besser und breiter aufgestellt als die Schweizer. Zudem sind sie hungrig. “Die wollen mir die Abfahrtskugel natürlich um jeden Preis abnehmen und sind bereit, dafür alles zu riskieren”, spürte Beat Feuz in Kanada. “Bei Vinc (Kriechmayr – die Red.) und Mottl (Mayer) passt alles”, stellte Odermatt fest. Ausserdem mischte Max Franz in den beiden Trainings ganz vorne mit.

Kommt hinzu, dass auch die österreichischen Frauen bislang minim besser gepunktet haben als die Schweizerinnen (461:446). Dies, nachdem sie in der Vorsaison noch klar das Nachsehen hatten.

Die guten Ansätze des Zürchers

2020/21 war für Niels Hintermann ein bitterer Winter. Mitte Dezember in Val d’Isère in Bestform unterwegs zu einem absoluten Top-Ergebnis, vielleicht sogar zu seinem ersten Abfahrtssieg, fiel er aus. Wenig später stürzte er auch in Bormio, von der Knorpelverletzung, die er sich dabei zuzog, erholte er sich nicht mehr ausreichend.

“Wortwörtlich in die Netze gesetzt” habe er die letzte Saison, sagt der 26-jährige Zürcher. Jetzt tastet er sich nach guter, verletzungsfreier Vorbereitung wieder nach vorne. Platz 12 in der ersten Abfahrt des Olympia-Winters ist ein vielversprechender Anfang.

Der schmale Grat in der Pandemie

Abermals zeigte sich beim Speed-Auftakt, auf welch schmalem Grat sich der Weltcup-Tross in der Pandemie weiterhin bewegt. Als die Männer am Sonntag von Kanada in die USA nach Beaver Creek weiterreisen wollten, drohte zwischenzeitlich das erste grosse Chaos. Zehn PCR-Tests in der Athleten-Blase fielen positiv aus.

Hätten Nachtests nicht in neun Fällen ein gegenteiliges Resultat geliefert, wäre es um die vier Speedrennen in Colorado von dieser Woche geschehen gewesen. Glücklicherweise handelte es sich um einen Fehlalarm. Aber eben: Corona lauert überall, trotz Impfungen, Tests und Schutzkonzepten.

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