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Eine Shopping-Mall für Finanzfragen

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Die schmucke alte Villa hinter der Post in Schwarzenburg ist zurzeit eine grosse Baustelle. Die Regionalbank Gantrisch hat das alte «Notariatsgebäude» im letzten Frühling übernommen und beschlossen, es zu einem regionalen Dienstleistungszentrum (DLZ) für Finanzgeschäfte aller Art umzubauen. Buchstäblich unter einem Dach sollen nach der Renovation Dienstleistungen im Immobilien-, Treuhand-, Steuer-, Informatik-, Recht- und Finanzberatungsbereich angeboten werden.

Mit dem Berner Mimo Pfander zieht zudem ein junger Notar ins neue DLZ ein, er wird der vierte im Traditionshaus sein. Er zieht als von der Betriebsgesellschaft unabhängiger Notar – das Gesetz schreibt diesen Status vor – als Mieter in die Liegenschaft ein. Er ist aber auch Mitglied der dreiköpfigen Direktionscrew (siehe Kasten). Und er wird sein Büro in jenem Raum haben, in dem schon die anderen Notare ihrer Arbeit nachgegangen sind.

Denkmalpflege redete mit

Gemäss Bankleiter Daniel Hauert ist das bereichsübergreifende Konzept zwar in gros­sen Städten wie Bern nichts Neues. Für eine Landregion wie Schwarzenburg jedoch sei es einzigartig und eine Innovation. Es sei unter anderem als Reaktion auf die zunehmende Konzentration von Finanzgeschäften in den Städten und den Wegzug von Dienstleistern aus peripheren Wirtschaftsregionen wie dem Gantrischgebiet zu verstehen. «Wir haben uns gefragt, was noch an Angebot fehlt hier in der Region», erklärte Hauert während einer Besichtigung auf der Baustelle den FN. Notare gebe es wie Steuerberater und Informatiker auch in der Umgebung, «doch nirgends gibt es alles unter einem Dach.»

Der Architekt Samuel Vifian stellte die verschiedenen Arbeiten am Gebäude vor: Es wird von Grund auf renoviert, die ganze Haustechnik – also sanitäre Anlagen, Wasser, Strom – werden erneuert, der Keller wird isoliert und nutzbar gemacht, eine Küche wird im Untergeschoss eingebaut, und das Gebäude erhält erstmals einen Lift. «Das war wegen der Statik zuerst nicht ganz einfach, aber nun sehen wir, dass es funktioniert.» Schliesslich wird das historische Gebäude an das Fernheizsystem angeschlossen. Im Dachgeschoss schliesslich richten die Verantwortlichen einen Meeting- und Seminarraum ein.

«Wir gingen von den Originalplänen von 1916 aus», sagte Vifian weiter. Sogar die ursprünglichen Farbschichten wurden freigelegt, um die damalige Gestaltung wieder hervorzuholen. «Das hat die Denkmalpflege verlangt.» Zum geschützten Teil des Hauses gehört auch die Mauer, die den malerischen Garten abgrenzt. Im Gegensatz zur Familie Stampbach (siehe Kasten) werden die DLZ-Verantwortlichen das Gebäude nicht als Wohnhaus gebrauchen.

Von der Bank unabhängig

Für Hauert ist es wichtig, dass das Zentrum unabhängig von der Bank läuft. Gerade bei der Finanzberatung bestehe dabei allerdings ein Konkurrenzpotenzial. Deshalb habe sich die Leitung der Bank auch überlegt, wie die beiden Gesellschaften in ihrem geschäftlichen Alltag aneinander vorbeikommen. Die Idee: Die Bank kümmert sich um Routinefragen des breiten Publikums, das Dienstleistungszentrum ist zuständig für komplexere Geldgeschäfte und Anliegen von Geschäftspartnern, die noch nicht Kunden der Bank sind.

Die Verantwortlichen wollen, dass die Kunden – namentlich Private und KMU – für ihre Bedürfnisse nicht nach Bern müssen und von Leuten bedient werden, die sie kennen. «Denn wir können das hier auch», zeigt sich Hauert überzeugt. Für den Betrieb wurde letzte Woche die «Dienstleistungszentrum Villa Gantrisch AG» gegründet, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Bank Gantrisch, aber im Betrieb unabhängig, wie Hauert betont. Auch eine Internetseite wurde eingerichtet. Das Ziel sei es, die Angebote des Dienstleistungszentrums laufend zu erweitert. In den nächsten Monaten werden bis zu sieben neue Mitarbeitende und weitere Partner an Bord geholt.

Zum Projekt

Eine hundert Jahre alte Herrschaftsvilla

Das Gebäude an der Postgasse 8, das in Zukunft Villa Gantrisch heissen soll, wurde 1916 als Sitz des damaligen Notars erstellt und seither ausschliesslich zu diesem Zweck verwendet. Als Letztes wohnte und arbeitete der Notar Heinz Stampbach im alten Haus. Im Frühling 2016 erwarb die Bank Gantrisch die Liegenschaft und baute es für total rund 2,6 Millionen Franken um. Im Juni 2017 soll sie bezugsbereit sein. Die operative Führung des Zentrums haben Notar Mimo Pfander, Ruth Binggeli und Anna Rohrbach inne.

fca

www.dienstleistungszentrum.ch

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