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Eine Sonde warnt vor Sauerstoffmangel

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Zwischen der Schiffenenstaumauer und der Einmündung der Sense bei Laupen sind Anfang August verendete Fische entdeckt worden (die FN berichteten). Untersuchungen ergaben, dass sie vermutlich an Sauerstoffmangel eingegangen waren. Das Amt für Umwelt bestätigte am Mittwoch die ersten Annahmen für das Fischsterben. Grund dafür sind die hohen Temperaturen im Sommer in Kombination mit dem hohen Nährstoffgehalt und der mangelnden Durchmischung des Seewassers. Dies hat das Wachstum von Algen begünstigt. Die Algenblüten traten in Form eines braunen Teppichs in Erscheinung: Die Pflanze hat sich explosionsartig vermehrt und schwamm zu Milliarden auf dem See. Innert weniger Tage starben sie ab, sanken auf den Grund, wo sie abgebaut wurden. Dieser Prozess habe Sauerstoff verbraucht, so dass der gesamte Sauerstoff der unteren Schicht des Schiffenensees verbraucht worden sei, heisst es in einer Mitteilung. Die im August eingeleiteten Sofortmassnahmen wirken. Groupe E leitet seither einen Teil des Wassers ab. Dadurch kann aber weniger Strom produziert werden: Bis Ende letzter Woche wurden vier Millionen Kubikmeter Wasser freigesetzt, ohne turbiniert zu werden. Diese Massnahme wird beibehalten, bis sich die Werte norma­lisieren.

Wie das Amt für Umwelt mitteilt, wird der Sauerstoffgehalt mehrmals täglich gemessen. Künftig soll eine Sonde in der Saane frühzeitig alarmieren, sollte das Problem nochmals auftreten. Zudem regelt sich die Lage auf natürliche Weise: Die Temperaturen sinken, die Algen werden weniger, das Seewasser vermischt sich, so dass der Sauerstoffgehalt in tieferen Schichten des Sees steigt. Weitere Untersuchungen sollen dazu beitragen, das Funktionieren des Sees im Bezug auf die Stromproduktion besser zu verstehen. Dies werde zeigen, ob Massnahmen nötig seien, um den Nährstoffeintrag zu begrenzen oder den Betrieb des Staudamms anzupassen, wenn in der Tiefe der Sauerstoff knapp wird.

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