Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Eine Welle als Symbol für die Migration

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Vor 100 Jahren wurde eine Heldenstatue errichtet, um der Gründung der Stadt Nova Friburgo 1818 im brasilianischen Bundesstaat Rio de Janeiro zu gedenken. Zum 200. Gründungstag ist es nun eine scheinbar schwebende Welle aus Beton, die an die Auswanderer aus der Schweiz und insbesondere aus Freiburg erinnert.

Flüsse und Wasserfälle

Der Künstler Mario Moreira aus Nova Friburgo liess sich von der Zahl 200 inspirieren. Über diese zog er eine Linie, die nun wie eine Welle daherkommt. Es symbolisiere die Flüsse und Wasserfälle der Umgebung, die Berge um die Stadt, aber auch die abenteuerliche Überfahrt der Stadtgründer über den Atlantik vor 200 Jahren, sagte er.

«Das Kunstwerk repräsentiert sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft Nova Friburgos.»

Dominique de Buman

Nationalratspräsident

 

Die Einweihung dieser Plastik bildete den Auftakt zum «Bicentenario»: den Feierlichkeiten zum Stadt-Jubiläum während dieser Woche. Eine rund 140-köpfige Delegation mit zahlreichen Freiburgern legte am Sonntagmorgen den Weg von Rio de Janeiro nach Nova Friburgo zurück, der sich den Vorfahren in den Jahren 1819 und 1820 noch als unbesiedeltes Land dargeboten hatte.

«Keine Kolonie»

Die Gäste aus der Schweiz trafen gerade rechtzeitig ein, um der Einweihung der Plastik beizuwohnen. Bürgermeister Renato Bravo äusserte den Schweizern seine Anerkennung für ihre Verbundenheit zu ihrem Ableger in Brasilien. Bravo benutzte mehrfach das Wort «Kolonie».

Doch der anwesende Schweizer Botschafter Andrea Semadeni sagte, er gebrauche diesen Ausdruck nicht, weil die Schweiz nie eine Kolonialmacht gewesen sei.

Der Freiburger Nationalratspräsident Dominique de Buman (CVP) sagte in seiner Ansprache, das eingeweihte Kunstwerk repräsentiere für ihn sowohl die Vergangenheit als auch die Zukunft Nova Friburgos und dessen Beziehungen zur Schweiz und zu Freiburg. Es sei somit auch als ein Symbol der Solidarität zu sehen.

Eine Hymne für die Stadt

Zum feierlichen Anlass wurden die Hymnen Brasiliens und der Schweiz sowie diejenige der Stadt Nova Friburgo gespielt. In dieser sind notabene die Schweizer Auswanderer vor nunmehr zwei Jahrhunderten das zentrale Thema.

«Ein Jahrhundert ist vorbei, Zeit sich zu erinnern», heisst es in der Hymne. Nun wäre eigentlich der Moment gekommen, auch diese Hymne zu erneuern.

Galaabend

Neben Samba-Rhythmen erklang «Le Vieux Châlet»

Zum Eröffnungsabend der Jubiläumsfeierlichkeiten in Nova Friburgo luden die brasilianischen Gastgeber die Schweizer Delegation zu einem Galaabend ein. Vor rund 1000 Besuchern stellten sich erst die Treichler aus La Roche, die Amis de la Gruyère und das Blasorchester des Kollegiums St. Michael mit Kurzauftritten vor.

Danach bot das offizielle Orchester der Stadt Nova Friburgo zusammen mit einer renommierten Tanzschule der Stadt ein Showprogramm dar, das die Traditionen der Vorfahren aus der Schweiz mit der Kultur der neuen Heimat bestens verband. Das mitreissende musikalische und tänzerische Programm mündete in eine Karnevalsfeier, zu deren heissblütigen Samba-Rhythmen sich schliesslich auch die Würdenträger aus der Schweiz mitreissen liessen.

uh

 

Mehr zum Thema