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«Eine wichtige Weichenstellung»

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«Das war eine wichtige Weichenstellung für den Kanton Freiburg, die auch den Zielen des Kantonalen Richtplans voll und ganz entspricht», sagt Staatsrat Jean-François Steiert (SP). Die Rede ist vom gestrigen einstimmigen Ja im Ständerat zum Bahn-Ausbauschritt 2035 und den zusätzlichen Projekten.

Dank eines Minderheitsantrags

Die milliardenschwere Beschleunigung der Linie Bern–Freiburg–Lausanne wird zwar nicht mehr im Rahmen des 2035er Ausbauschrittes realisiert, doch gemeinsam mit dem Ausbau der Strecke Winterthur–St. Gallen in die Planung des nächsten Ausbauschrittes aufgenommen. «Der Bundesrat muss nun bis 2026 eine entsprechende Botschaft für die Strecke Bern–Lausanne vorlegen», sagt Ständerat Beat Vonlanthen (CVP).

Die Kommissionsmehrheit hatte sich vorgängig gegen die Integration dieser beiden Projekte in die Vorlage ausgesprochen, doch das Ratsplenum hiess einen Minderheitsantrag des Waadtländer FDP-Ständerats Olivier Français gegen den Willen des Bundesrats mit 22 zu 17 Stimmen gut. Es nahm die beiden Ausbauprojekte ins Gesamtpaket auf. Die Kleine Kammer hiess dieses schliesslich einstimmig gut und überwies es an den Nationalrat.

Zehn Minuten Zeitgewinn

«Ich hatte mich zusammen mit meinen Kollegen aus anderen Kantonen das ganze letzte Jahr hindurch dafür starkgemacht, dass dieser Ausbau zwischen Bern und Lausanne ein Teil des Gesamtpakets wird», so Jean-François Steiert. «Er ist für unseren Kanton sehr wichtig, auch wenn er nicht mehr in den Ausbauschritt 2035 einfliesst.»

Steiert ist wie Vonlanthen zuversichtlich, dass auch der Nationalrat – vermutlich in der kommenden Sommersession – dieser Bahnvorlage zustimmen wird. «Dann können die nötigen Vorbereitungsarbeiten weitergeführt werden», sagt Vonlanthen. Denn für die Einzonungen und den Umgang mit allfälligen Beschwerden müsse viel Reservezeit einberechnet werden. Den Zeitgewinn zwischen Bern und Lausanne, «eine der langsamsten Strecken auf der West-Ost-Achse», schätzt Steiert auf insgesamt zehn Minuten. Die Fahrzeit zwischen den beiden Kantonshauptstädten würde sich von heute einer Stunde sechs Minuten auf 56 Minuten verkürzen. Erreicht werden solle dies vor ­allem durch mehrere Tunnels, wobei Details dazu noch nicht bekannt gegeben werden könnten.

Man könne technisch gesehen mit zwei langen oder sieben kurzen Tunnels grundsätzlich die gleichen Ziele erreichen, allerdings seien weniger, aber dafür lange Tunnels finanziell gesehen erheblich günstiger.

Wann diese Beschleunigung Tatsache werden könnte, sei ebenfalls noch nicht endgültig geklärt. Man spreche aber derzeit von den Jahren zwischen 2040 und 2043 und von Gesamtkosten für den Ausbau der Strecke Bern–Lausanne von 1,5 bis 2,5 Milliarden Franken.

«Von diesem verbesserten Angebot wird der ganze Kanton Freiburg profitieren», so Steiert. «Denn nur mit einem solchen Angebot und einem entsprechenden Takt bewegt man mehr Menschen dazu, vom Auto auf die Schiene umzusteigen.» Davon profitiere nicht zuletzt auch die Umwelt. Wichtig seien in diesem Kontext aber auch gute Weiterverbindungen in Bern und Lausanne. Für die Freiburger S-Bahn habe dieser Ausbau laut dem Raumplanungsdirektor hingegen weniger direkte Auswirkungen. Dort seien andere Massnahmen vorgesehen.

«Nicht stiefmütterlich»

Ohne den Schulterschluss mit den Ständeratskollegen aus der Ostschweiz wäre diese Lösung nicht möglich gewesen, betont seinerseits ­Beat Vonlanthen. In der gestrigen Debatte habe er sich indes wie auch der zweite Freiburger Ständerat Christian Levrat (SP) bewusst zurückgehalten, zumal die beiden auch nicht Mitglieder der vorberatenden Kommission seien.

«In den letzten Jahrzehnten wurde vor allem in die Nord-Süd-Verbindung von Basel nach Lugano investiert», so der CVP-Ständerat. «Nun geht es darum, dass auch die West-Ost-Verbindung nicht stiefmütterlich behandelt wird.» Nun bemühe er sich vor allem darum, auch bei den Nationalräten die entsprechende Überzeugungsarbeit zu leisten.

Vorlage

Insgesamt knapp 12 Milliarden

Für knapp 12 Milliarden Franken will der Bundes­rat das Bahnnetz ausbauen. Der Ständerat unterstützt den Ausbauschritt 2035, möchte aber zusätzliche Projekte realisieren. Die Mehrkosten betragen 919 Millionen Franken. Bei der Linie Neuenburg– La Chaux-de-Fonds beschloss der Ständerat den Neubau einer Direktverbindung statt der vom Bundesrat geplanten Modernisierung der bestehenden Strecke. Der Rat stimmte auch der Verlängerung der Linie Aigle-Leysin bis zur Seilbahnstation und dem Ausbau der Strecke Locarno-Intragna zu, ebenso dem Doppelspurausbau in der Stadt Rorschach. Weiter stehen zusätzliche Verbindungen mit Halb- und Viertelstundentakt, Verbesserungen für den Güterverkehr und der Ausbau des Lötschberg-Basistunnels auf der Liste.

sda

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