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Einen Angebotsausbau gibts erst 2015

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Der Fahrplanentwurf 2013 hat Anfang Juli in der Region Murten für Verwirrung gesorgt: Im Entwurf war tagsüber ein durchgehender Halbstundentakt zwischen Murten und Bern vorgesehen. Recherchen der FN zeigten aber auf, dass der Kanton dies gar nicht umsetzen will (siehe Kasten). Das hat der Staatsrat nun in seiner Antwort auf einen parlamentarischen Vorstoss von Grossrätin Bernadette Hänni (SP, Murten) und Grossrat Ralph Schmid (GLP, Lugnorre) bestätigt. «Der Staatsrat sieht in seiner Planung vor, dass das Angebot der Strecke Murten–Bern im Rahmen der zweiten Etappe der RER Fribourg/Freiburg und somit ab Dezember 2014 ausgebaut wird», schreibt der Staatsrat. Und an dieser Planung will die Regierung und damit auch das zuständige Amt für Mobilität trotz des Fehlers im Fahrplanentwurf (siehe Kasten) festhalten.

Bessere Anbindung als Ziel

Konkret heisst das, dass die Einführung des Halbstundentakts für die Seebezirkler vorerst ein schöner Traum bleibt. Vorerst deshalb, weil der Staatsrat die Umsetzung der zweiten S-Bahn, welche auch die Linie Freiburg–Murten–Neuenburg/Kerzers betrifft, für den Fahrplan 2015 verspricht. Zwar wird der Halbstundentakt Richtung Bern nicht erwähnt, der Staatsrat verspricht aber klare Verbesserungen für die Anbindung an Bern: «Die Verkürzung der Reisezeit und die Erhöhung der Frequenz auf den Linien, die den Seebezirk mit Bern verbinden, gehören zu den Zielen des Kantons», heisst es in der Antwort.

Ralph Schmid beurteilt die Antwort des Staatsrats als «verhalten positiv». Er habe nicht ernsthaft damit gerechnet, dass der Halbstundentakt nun aufgrund eines «peinlichen Fehlers» sofort eingeführt werde, «auch wenn das schön gewesen wäre». Ihm sei es mit dem Vorstoss vor allem darum gegangen, dass der Staatsrat sich bezüglich künftiger Verbesserungen festlege. Und das habe die Regierung aus seiner Sicht nun getan: «Dieser deutliche Fahrplan für den Fahrplan 2015 ist verbindlich», so Schmid.

Für Bernadette Hänni geht alles ein bisschen zu langsam. «Auf unsere absolut dringenden Bedürfnisse im Seebezirk gibt der Staatsrat keine Antwort, er hält einfach an seiner Planung fest.» Diese hinke jedoch den tatsächlichen Verhältnissen hinterher. Sie hoffe aber, dass zumindest die für den Fahrplanentwurf 2015 angekündigten Verbesserungen auch den Halbstundentakt nach Bern beinhalten werden.

 

Vorgeschichte: Missverständnis zwischen Kanton und BLS

D ie Freude über den Fahrplanentwurf 2013 war gross im Seebezirk: Er sah die Einführung des Halbstundentakts zwischen Murten und Bern von früh morgens bis 19 Uhr vor. Doch wie die FN aufdeckten, war diese im Seebezirk herbeigesehnte Verbesserung gar nicht geplant. Der Kanton liess verlauten, dass entgegen dem Entwurf für Murten – Bern keine Änderungen vorgesehen seien. Die BLS habe das Angebot ohne Absprache integriert, hiess es vonseiten des Kantons. Die BLS sprach von einem Missverständnis. Im Seebezirk machten sich darauf Grossräte, die Gemeinde Murten und der Gemeindeverband für die Einführung des Halbstundentakts stark. luk

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