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Einen Bubentraum verwirklicht

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Josef Jungo

«Das Land Kanada hat mich schon seit meiner Kindheit fasziniert», erzählte Junglandwirt Mario Zosso. «Dieses grosse Land zu sehen und zu erleben, wie man dort wirtschaftet, war für mich die Motivation, den Jugendtraum umzusetzen.» Als er in einer landwirtschaftlichen Fachzeitung ein Inserat fand, in dem ein Farmer einen jungen Mitarbeiter suchte, sah er seine Chance. Er packte seinen Koffer und trat am 31. März 2009 seine Stelle im entfernten Kanada an.

An der Generalversammlung des Vereins ehemaliger Landwirtschaftsschüler des See- und Sensebezirks vom 13. Dezember in Düdingen berichtete er über seinen Aufenthalt (siehe Kasten).

Schweizer Auswanderer

«Einen solchen Betrieb mit 75 Hektaren topfebenen, fruchtbaren Landes rund um den Hof muss man gesehen haben», schwärmte der Junglandwirt. Der Betrieb liegt in Agassiz, 20 Minuten von Chilliwack (Region Vancouver) entfernt. Er gehört der Schweizer Familie Stephan und Rosmarie Spaeti mit ihren vier Kindern. Es war Vater Spaeti, der 1994 mit seiner Familie nach Kanada auswanderte, um dort eine neue Existenz aufzubauen. Die Region liegt 19 Meter über dem Meeresspiegel. In einer Entfernung von nur etwa fünf, sechs Kilometern erhebt sich ein Berg mit einer Höhe von 2500 m. In diesem Gebiet leben mehrere Farmer mit europäischen Wurzeln.

Zu teuer für Ackerbau

Der Betrieb hat sich auf die Milchproduktion spezialisiert. In den drei Abteilungen der Stallungen stehen 140 Milchkühe, von denen jeweils etwa 120 in Laktation stehen. Es bestehen zwei Melkstände. In jedem werden jeweils zehn Kühe gleichzeitig gemolken. Die Milchmenge ist mit dem Verarbeiter vereinbart. Der Milchpreis pro Quote beträgt 78 Rappen. Im Gegensatz zu Abmelkbetrieben zieht Spaeti die Jungtiere selbst auf. Insgesamt sind dies etwa 190 Tiere.

Auf der Farm wird nur Futterbau mit Kunstwiesen, Luzerne und Silomais betrieben. Für die Grün- und Dürrfutterbergung stehen riesige Erntemaschinen und Wagen zur Verfügung. Familie Spaeti hat sich für diese Betriebsform entschieden, denn der Boden sei zu teuer, um Ackerbau zu betreiben, erklärte der Betriebsleiter dem Praktikanten aus der Schweiz. «Ich war jeweils erstaunt, wie rasch das Gras aus dem Boden schoss», berichtete Zosso. Und er habe noch nie so grosse Maispflanzen gesehen, die gegen fünf Meter Höhe erreichten.

Seine positive Schlussfolgerung: Die Arbeitstage waren lang. Und es musste viel gearbeitet werden. Aber die Kanadier nehmen es gelassener, stellte Zosso fest. Leider ging die Zeit zu rasch vorbei. «Es hat mir dort so gut gefallen, ich wäre gerne geblieben», fasste er seinen Bericht zusammen.

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