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Einer mit Emotionen und Energie?

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Einer mit Emotionen und Energie?

Gottéron holt den kanadischen Stürmer Trevor Letowski

Gottéron weist 115 Gegentore auf, mit der zweitschlechtesten Abwehr der Liga, dies obwohl man als einziger Klub mit zwei ausländischen Verteidigern spielt. Gottérons Führung sucht nach Lösungen. Gestern gab der Club das Engagement Trevor Letowski bekannt. Der 28-jährige Kanadier ist von Columbus Blue Jackets (Ohio USA).

Von GUIDO BIELMANN

Gottéron ist in Bedrängnis. Es geht auf die Playouts zu. Der vorletzte Tabellenrang, acht Punkte vom Strich, ist nicht gerade verheissungsvoll. Deshalb holte der Club Trevor Letowski. Der 178 cm grosse und 95 kg schwere Spieler hat 399 NHL-Spiele bei Phoenix, Vancouver und Columbus in den Beinen. Heute Samstag um 11.00 Uhr kommt Letowski in der Schweiz an, zusammen mit seiner Verlobten Ami Commenda. Da wird das Paar vorerst einen Schock erleben, denn zuletzt war es in ihrer Herkunftsstadt Columbus minus 38 Grad kalt.

Ob Letowski bereits heute Abend spielen wird, ist wohl wegen den
administrativen Abläufen eher unwahrscheinlich. «Wir hoffen, dass er morgen Sonntag spielt», sagt Gottérons TK-Chef Roland von Ment-len. Letowski wird die Nummer
55 tragen. Bei Columbus trägt er die 10.

Mit dem Engagement von Letowski drückt Gottérons TK-Chef Roland von Mentlen das Saisonziel aus: «Auch wenn es fast unmöglich erscheint – unser Ziel sind nach wie vor die Playoffs.»

Gottéron-Trainer Mike Mc Parland kam zu Letowski via einen Trainerkollegen in Atlanta: «Wir haben ihm den Auftrag gegeben ein paar Spieler anzuschauen. So sind wir auf Letowski gekommen.»

Ein Puncher

Letowski soll die Torquote Gottérons anheben helfen. Ob Gottéron jetzt mit mit drei ausländischen Stürmern spielen wird, wollte Trainer McParland nicht bestätigen: «Nein, vorläufig weiterhin mit zwei. Aber wir müssen sehen, wie sich die Sa-
che entwickelt. Aber es ist eine Option.»

Auch auf die Frage, ob Trevor Letowski einen anderen Spieler verdrängen werde, wollte McParland nicht antworten: «Wenn einer eine leichte Verletzung hat, wird Letowski dessen Platz einnehmen.» Könnte es sein, dass er anstelle von Karlberg in die Center-Position tritt? «Geplant
ist dies überhaupt nicht», meinte McParland.

Der Trainer bezeichnet Letowski gemäss den Angaben seines Kollegen in Atlanta als Puncher: «Er ist sicher ein Spieler, der Frechheit ins Team bringt. Und er ist läuferisch überdurchschnittlich stark. Vom Typ her ist er wie Hentunen. Wir brauchen einen Spieler wie Letowski, der Energie und Emotionen ins Team bringt. Und er ist fit. Unsere Strategie ist es, bis zum letzten Spiel immer besser zu werden.»

Wie immer bleibt abzuwarten, ob Letowski all diese Attribute auch umsetzen und bestätigen kann.
1500 pro Spiel

Trevor Letowski kostet Gottéron pro Spiel 1500 Franken. Das Engagement widerspricht Gottérons Strategie von Anfang Saison, als man sich finanziell sehr eingeengt und limitiert gab: «Wir haben schon lange gesehen, dass wir eine Lösung anstreben müssen. Zusammen mit dem Verwaltungsrat sind wir nun zu diesem Entscheid gekommen. Die Finanzierung funktioniert über das Engagement von drei Sponsoringpartnern und ist voll abgedeckt. Deshalb haben wir die Strategie von Anfang Saison total geändert.» Mit der Finanzierung durch die Sponsoren belaste Gottéron das Budget nicht, erkärt von Mentlen.

Letowski ist im Übrigen ein billiger Spieler in der NHL. Dort verdient er nämlich «nur» 725 000 Franken. Damit ist er einer der wenigen, die unter einer Million verdienen. bi

In der Linie mit Nash

Trevor Letowski von den Columbus Blue Jackets unterschreibt bei Gottéron einen Vertrag bis Ende Saison. Falls die Lockouts beendet werden, geht er sofort zurück. Trevor Letowski kam in der NHL in den drei Clubs auf 147 Skorerpunkte (63 Tore und 84 Assists). Der slowakische Gottéron-Verteidiger Richard Lintner kennt Letowski übrigens. Und der bei Davos stürmende Amerikaner Rick Nash bildet mit Letowski bei Columbus eine Sturmlinie. bi

Neininger?

Gottéron hat sechs Spieler bei seinem NLB-Partnerteam La Chaux-de-Fonds. Es stellt sich zum Beispiel die Frage, ob man nicht mal Goalgetter Neininger nach Freiburg holen könnte: «Das ist keine Option», stellt TK-Direktor von Mentlen fest. «Es ist so: Ausgerechnet Freiburg muss in dieser schwierigen Situation drei Spieler in die U23-Nati geben. Das ist ein Problem. Aber wir sind darauf auch stolz.» bi

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