Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Einfach einmal

Share on facebook
Share on twitter
Share on linkedin
Share on print

Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Vielleicht sollten wir uns einfach einmal trauen mutig zu sein. Einfach mal das Rückgrat haben zu sagen: Hier stehe ich und kann nicht anders. Und dann einfach mal raus damit. Nicht aufs Maul hocken, wie sonst immer. Sondern einfach einmal Klartext twittern. Dem anderen ins Gesicht schauen und sagen, was man schon immer sagen wollte. Was sich aufgestaut hat über die Jahre.

Ungeschönt. Unverblümt. Einfach mal raus damit. Die ungeschminkte Wahrheit, whamm, mitten ins Gesicht. Scheiss auf die Konsequenzen. Ungefiltert einfach mal Herzklappe auf und Hirnschleuse hoch und rauslassen, was raus muss. Davon träumen wir doch alle. Oder? Der Chefin, dem Mann, den Kindern, den Nachbarn einfach mal reinen Wein einschenken.

Der eigenen Mutter, nach all den Jahren. Dem Schwieger­vater. Vor allem dem Schwiegervater. Der hätte das verdient. Und all die andern auch. Wie gerne würden wir die Gesichter sehen, wenn wir einfach einmal – der Schock und die Verblüffung. Es wäre eine wahre Freude.

Aber wir tun es nicht. Aus Angst. Aus Scham. Weil es sich nicht gehört. Lieber beissen wir uns die Zunge ab, als das, was uns auf der Zunge liegt und auf dem Herzen, einfach mal auszuspucken. Rauszurotzen. Wir schlucken es runter. Aber das tut uns nicht gut. Das Unge­sagte verschlägt uns die Sprache. Von innen her frisst es uns auf. Gallensteine kriegen wir davon und Herzinfarkte und schon früh diesen verkniffenen Ausdruck um den Mund herum, wie die Zalando-Kundinnen, die jeden Samstag ihre Lebenszeit in der Schlange am Postschalter verrinnen sehen, weil schon wieder nichts von den Kleidern gepasst hat.

Es ist zum Schreien. Es ist nicht schön. Und gesund ist es auch nicht.

Doch heute ist ein guter Tag, um das zu ändern. Fassen Sie sich ein Herz. Takten Sie den Schrittmacher ein bisschen höher. Suchen Sie sich einen Mitmenschen aus, einen, der schon lange verdient hat, dass Sie ihm mal sagen, was Sache ist. Stellen Sie sich breitbeinig vor ihm auf, und dann sagen Sie einfach mal, aber fadengerade, dass er sich noch Jahre später daran erinnert, sagen Sie dem einfach mal, was Sie wirklich von ihm halten: «Du, ich finde dich total toll und ­übrigens hab ich dich wahnsinnig lieb.» Und dann, bevor ihr Gegenüber fliehen kann, einfach mal umarmen. Und feste drücken. Ruhig auch ein paar Sekunden länger, als das allgemeine sittliche Empfinden als zulässig erachtet.

Dann werden Sie merken: Das ist ja gar nicht so schwer. Und gar nicht so peinlich. Und vor allem tut es wahnsinnig gut. Ihnen und der Welt. Probieren Sie es aus.

Mehr zum Thema