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Einfaches, Alltägliches wird zur Kunst

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Das ist ein bezahlter Beitrag mit kommerziellem Charakter. Text und Bild wurden von der Firma Muster AG aus Musterwil zur Verfügung gestellt oder im Auftrag der Muster AG erstellt.

Autor: Mireille Rotzetter

Es sind die Details, die den aus Schmitten stammenden Künstler Hugo Brülhart interessieren. Dinge, die zwar gesehen, aber nicht wahrgenommen werden. «Bei einer Rose konzentriert sich niemand auf die Dornen, bei einem Fluss niemand auf die Steine am Grund», sagt Hugo Brülhart. In seiner Serie «tableaux modestes» rückt er auf grossen Ölbildern unprätentiöse Motive ins Zentrum.

Zusammenarbeit

Diese Bilder haben er und Franziska Werlen, Leiterin des Sensler Museums Tafers, in der Ausstellung «Hugo Brülhart – Mengisch isch weniger mee» mit Objekten des Sensler Museums kombiniert. So bilden beispielsweise ein Bild von Dornen am Rosenstiel und ein Trauerschal, den eine Frau aus Tafers in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts getragen hat, ein Paar. «Hier ist die Verbindung einfach ersichtlich. Beide drücken Schmerz und Trauer aus, aber auch Schönheit», sagt Brülhart. Bei anderen Paaren ist die Verbindung für den Besucher nicht so einfach herzustellen. «Wir wollen nicht alles erklären, die Leute sollen zum Überlegen angeregt werden.»

Die Ausstellung resultiert aus der Zusammenarbeit von Franziska Werlen und Hugo Brülhart. Viele der ausgestellten Bilder haben schon vor der Ausstellung existiert. Werlen hat zu diesen Bildern passende Gegenstände aus der Sammlung des Sensler Museums gesucht. Gewisse Bilder produzierte Brülhart eigens für die Ausstellung oder er stellte begonnene Bilder fertig. Die Bild- und Objektpaare werden ergänzt mit Texten, beispielsweise mit Gedichten, Erklärungen oder Anleitungen.

Wie grosse Fotografien

Für Hugo Brülhart hat die Ausstellung im Sensler Museum eine besondere Bedeutung. «Meine Grosseltern mütterlicherseits haben in diesem Haus gewohnt», erzählt er. Aber auch von der Art der Ausstellung her sei es für ihn etwas Neues. Normalerweise stelle er seine Bilder in üblichen Galerien aus und arbeite nicht konzeptionell wie hier.

Brülharts Bilder sehen aus wie grosse Fotografien. Ein Foto ist denn auch stets Ausgangspunkt seiner Arbeit. Er macht eine Detailfotografie, zum Beispiel eine Nahaufnahme von einem Haufen verrosteter Nägel. Anschliessend macht er auf der Leinwand eine Bleistiftskizze. Diese fotografiert er und vergleicht sie auf dem Computer mit dem Original. Er nimmt Korrekturen vor, fährt weiter, macht wieder ein Foto, vergleicht aufs Neue. «So geht das, Schicht um Schicht», sagt der Künstler.

Franziska Werlen hält fest, dass die Ausstellung auch für das Sensler Museum etwas Besonderes sei. Dieses sei eigentlich kein Kunstmuseum, denn es würden alte Alltags- und Gebrauchsgegenstände ausgestellt. «Durch die Verbindung mit Hugo Brülharts Gemälden werden die Alltagsgegenstände zur Kunst», sagt die Museumsleiterin. Zudem könne gezeigt werden, dass die Gegenstände früher mit grosser Sorgfalt hergestellt wurden. «Es sind nicht rein praktische Gegenstände, vielmehr dienen sie auch der Zierde.»

Hugo Brülhart und Franziska Werlen beim Bild «Himmel 1», das kleine Blumen ins Zentrum setzt. Kombiniert wird es mit einem Bergführer (rechts neben dem Gemälde) und einer Strophe des Gedichts «Alpen» von Albrecht von Haller.Bild Aldo Ellena

«Es sind nicht rein praktische Gegenstände, vielmehr dienen sie auch der Zierde.»

Autor: Franziska Werlen

Autor: Leiterin Sensler Museum

Zur Person

Hugo Brülhart ist international tätig

Hugo Brülhart wurde 1956 in Schmitten geboren. Er absolvierte eine Berufslehre als Architekturzeichner und machte anschliessend eine Weiterbildung an der Kunstgewerbeschule in Bern. Seit 1995 ist er freischaffender Zeichner und Maler mit eigenem Atelier. Er stellte unter anderem schon in London, Prag und Nürnberg aus. Hugo Brülhart lebt und arbeitet in Freiburg und Prag. mir

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