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Einfarbige Flächen mit Fenstern

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Einfarbige Flächen mit Fenstern

Bilder von Lydia Keiser-Oberson im Sensler Museum in Tafers

Das Sensler Museum widmet seine Herbstausstellung dem künstlerischen Werk von Lydia Keiser-Oberson. Die gebürtige Taferserin lebt und arbeitet in Oberwil am Zugersee.

Von ANTON JUNGO

Die 71-jährige Künstlerin Lydia Keiser-Oberson hat ihr Atelier im Dachstock ihres Bauernhauses eingerichtet. «Das Haus hat viel Ähnlichkeiten mit dem Gebäude des Sensler Museums», meinte gestern Marie-Anne Pinheiro-Fankhauser, Leiterin des Museums, die mit der Malerin die Ausstellung vorbereitet hat. Es komme deshalb nicht von ungefähr, dass sich die Bilder an der Ausstellung in Tafers irgendwie zuhause fühlten. Auch für die Künstlerin selbst bedeutet die Ausstellung im Sensler Museum eine Heimkehr, wurde sie doch 1934 in Tafers geboren. Durch Heirat zog es die diplomierte Bäuerin in den Kanton Zug.

Vielschichtige Bilder

Im Dachstock des Museums sind vor allem grossformatige, in satten Farben gemalene Bilder ausgestellt. Beim ersten Blick sieht man fast monochrome Flächen in Rot, Blau, Grün und Gelb. Erst beim zweiten Blick leuchten auf diesen einfarbigen Flächen andere Farbtöne wie Fenster auf. Und beim genauen Betrachten scheinen menschliche Gestalten auf, die einzeln oder in Gruppen angeordnet sind. «Diese Vielschichtigkeit macht die Bilder geheimnisvoll und macht sie offen für persönliche Interpretationen», betonte die Museumsleiterin, und die Künstlerin deutete an: «In jedem dieser Bilder steckt ein Stück persönliche Lebensgeschichte.»

Sie male die aufscheinenden Gestalten auf ihren Bildern nicht bewusst, erklärte Lydia Keiser-Oberson. Sie seien vielmehr ein Ergebnis ihrer Maltechnik. Die Farben werden in mehreren Schichten mit dem Spachtel aufgetragen. «Farbfenster» öffnen Blicke auf tiefere Schichten.

Kraftstrotzende Vitalität

Im ersten Stock sind kleinere Arbeiten ausgestellt, meist Bilder in Acryl auf Papier. Aber auch diese Bilder bestechen durch ihre kräftigen, leuchtenden Farben. Die Künstlerin sieht darin einen der Gründe, weshalb ihre Bilder vor allem auch bei einem jüngeren Publikum ankommen. Die 71-Jährige fühlt sich denn auch ein wenig geschmeichelt, dass ihr Werk oft einem jüngeren Künstler zugeschrieben wird. «Die Bilder strotzen vor Vitalität», meinte dazu Marie-Anne Pinheiro-Fankhauser.

Hinwendung zur Skulptur

Lydia Keiser-Oberson hat 1988 als Autodidaktin mit der abstrakten Malerei begonnen und absolvierte 1992/93 ein Studium an der Schule für Gestaltung in Luzern. 1996 erweiterte sie ihr künstlerisches Schaffen durch das Schnitzen von Holz-Skulpturen. Meist sind es stelenartige menschliche Gestalten mit zwei Gesichtern – Janus-Köpfen. Und in der jüngsten Schaffensperiode lässt sie einzelne ihrer Figuren in Bronze giessen. Auf das figürliche Werk wurde an der Ausstellung in Tafers verzichtet.

Die Ausstellung dauert vom 27. August bis 6. November. Öffnungszeiten: Donnerstag bis Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Gruppen werden auf Anfrage (079 487 57 75) auch ausserhalb dieser Zeiten empfangen. Am Samstag, 27. August; 3. und 24. September; 8. und 29. Oktober sowie 5. und 6. November ist die Künstlerin anwesend.

Kinderateliers finden am 7., 14., 21. und 28. September, jeweils von 14 bis 16.30 Uhr auf Anmeldung statt. Das Atelier vom 14. September ist ausgebucht.

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