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«Eingliederung vor Rente» rigoros durchsetzen

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Untertitel: Freiburger Professor Erwin Murer sprach zur Reform der IV

Der Freiburger Arbeits- und Sozialrechtler sprach am Samstag in Cham an der Pro-Infirmis-Delegiertenversammlung über eine Reform der IV. Dabei forderte er eine stärkere Berücksichtigung des nichtmedizinischen Aspektes. Nicht der Mensch und seine Krankheit, sondern seine Arbeitsfähigkeit und Motivation sollen im Mittelpunkt stehen.

Das heutige Rentensystem erweist sich laut Murer oft als Falle. Das Abklärungsverfahren erfolge dermassen medizinisch einseitig und mit Verspätung, dass von Anfang an die Weichen in Richtung Rente gestellt würden. Besser wäre, die Versicherten müssten sich nach 30 bis 40 Tagen Arbeitsunfähigkeit für eine umfassende Untersuchung melden.

Simulantentum
und Betrug höchst selten

Simulantentum und Rentenbetrug, so Professor Murer, komme höchst selten vor. Betroffene als Scheininvalide zu bezeichnen, sei sachlich unrichtig. Auch zeuge es von mangelndem Anstand, eine ganze Bevölkerungsgruppe unter den Pauschalverdacht des Betruges zu stellen.

Heutiges Rentensystem
ist überfordert

Das heutige Rentensystem ist für Murer heruntergekommen und überfordert. Er wünscht sich eine grundsätzliche Diskussion über das Menschenbild im Sozialversicherungsrecht, den Begriff Gesundheit bzw. Krankheit und den Sinn der Rente. Hauptaufgabe der IV sei der berufliche Wiedereinstieg.

Werde dem nicht Rechnung getragen, seien künftige IV-Revisionen Makulatur.
Die Delegierten der Pro Infirmis Schweiz genehmigten die Rechnung 2003. Sie schliesst bei einem Ertrag von 66,01 (Vorjahr: 63,98) Mio. mit einem Defizit von 1,63 (2,72) Mio. Franken. Der Ertrag der Mittelbeschaffung konnte annähernd auf Vorjahresniveau gehalten werden.
Die Delegierten wählten den 37-jährigen Anwalt Adriano Previtali aus Roveredo neu in das Präsidium. Zudem wurden zwei neue Kollektivmitglieder aufgenommen: die Arbeitsgemeinschaft für Probleme bei Wahrnehmungsstörungen (APW) sowie die Autismushilfe Ostschweiz.

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